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Die Erlösung

Erstellt von Werner Karl am 20. Februar 2010

die-erlosungThomas Plischke und Ole Christiansen
Sacred – Der Schattenkrieger
Folge 5: Die Erlösung

Frei nach den Schattenkrieger-Romanen von A. D. Portland, erschienen bei Panini-Books
Basierend auf dem Computergame SACRED 2 von Ascaron Entertainment
Weirdoz-games zum hören, Düsseldorf, 04/2009
1 CD, Fantasy-Hörspiel
EAN 4042564119411
Laufzeit: ca. 73 Min.
Sprecher: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Sandra Schwittau,
Hans Bayer, Michael Pan, Jürgen Holdorf, Hansi Jochmann, Karen Schulz-Vobach, Maren Garn u. v. a.
Musik: Blind Guardian
Cover und Illustration von Ascaron Entertainment

www.weirdoz.de
www.sacred2.de
www.blind-guardian.com/

Mit der fünften Folge ist die Umsetzung der beiden Romane, die den Übergang zwischen dem Computerspiel „Sacred“ und seinem Nachfolger „Sacred 2“ beschreiben, endlich abgeschlossen. Die Pentalogie beschreibt die Suche des aus dem Schattenreich zurück geholten Menschenkriegers Garlan nach der ‚Großen Maschine’, die die so genannte T-Energie produziert, eine Art Lebenskraft und Magie, die in den falschen Händen den Untergang von Ancaria herbeiführen kann.

Seit ihn ein verschlagener Nekromant der Elfen aus dem Schattenreich zurückgeholt hat, will Garlan wieder sterben – ein Wunsch, der ihm nur durch seinen Erwecker gewährt werden kann. Doch seit er auf seiner Suche erkannt hat, dass er durch seinen Wunsch bloß den Untergang seiner Welt beschleunigt, hat er sich gegen seinen Meister gestellt. Es ist ihm auch gelungen, die Dunkelheit, die der Nekromant in seine Seele gepflanzt hat, zu einem Teil seines Selbst zu machen, den er vollständig kontrollieren kann.

Durch einen Besuch in der Zitadelle des Chronisten, weiß Garlan nun, wohin er sich wenden muss. Auf Dyr-Lain, der Insel der Druiden, die am anderen Ende der Welt liegt, soll das Gesuchte tief verborgen in den Dschungeln ruhen. Doch bevor er dahin aufbrechen kann, muss er erst einmal seine Begleiterin retten. Leandra ist immer noch in den Händen von Kultisten, die sie ihrer grausamen Göttin opfern wollen. Das kostet einiges an Zeit, die er eigentlich nicht hat, denn auch seine Gegenspieler sind an die Informationen gekommen. Und so beginnt ein Wettrennen, bei dem Garlan und Leandra zunächst weit abgeschlagen sind. Allerdings haben sie die besseren Argumente, als sie auf Dyr-Lain schließlich den kriegerischen Frauen gegenüber stehen, die ihre Heimat mit Herz und Verstand beschützen und jeden Fremdling erst einmal abweisen. Kann Garlan Eana, die Königin der Dryaden, von der Wichtigkeit seiner Mission überzeugen?

Mit der letzten Folge verknüpfen sich, wie erwartet, alle Handlungsstränge, und die Geschichte steuert auf den dramatischen Höhepunkt und Showdown zu. Ziel gerichtet eilen die einzelnen Gruppen aufeinander zu, und es kommt zu einem Endkampf, den nur eine eigenwillige Prinzessin am Ende wenden kann. Deshalb ist man mit dem Ausklang sehr zufrieden und nimmt es dem Hörspiel auch nicht übel, dass es oft sehr vorhersehbar ist.

Denn „Der Schattenkrieger“ beweist auch zum Abschluss noch einmal, dass sich eine sorgfältige Produktion auszahlt. Die Auswahl und Arbeit der Sprecher ist hervorragend, auch wenn einige von ihnen mehrere der kleinen Rollen übernehmen. Doch gerade diejenigen, die ‚böse’ Rollen besetzt haben, bleiben sich in Punkto Hinterhältigkeit, Boshaftigkeit und Wahnsinn weiterhin treu. Die dichte Atmosphäre ist aufgrund der abwechslungsreichen Abstimmung von Musik, Dialogen und Soundeffekten auch weiterhin sehr stimmig, gerade die friedliche und harmonische Musik auf der Insel der Dryaden spricht für sich. Auch wenn die Geschichte eigentlich sehr schlicht und vorhersehbar ist, gehört die Hörspiel-Pentalogie zu den Produktionen, die durchweg das Kino im Kopf wecken. Sie bieten damit abenteuerliche Fantasy zum Hören und Genießen auf höchstem Niveau.

Copyright © 2010 Christel Scheja (CS)
 
Titel bei Amazon.de:
Die Erlösung

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Sacred 2: Der Schattenkrieger – Die Erlösung

Erstellt von Günther Lietz am 15. Dezember 2009

Bei Amazon.deSacred 2: Der Schattenkrieger – Die Erlösung

Sacred 2 – Der Schattenkrieger, Teil 5
Weirdoz* – Games Zum Hören, November 2009
1 Audio-CD, ca. 73 Minuten
Regie: Patricia Nigiani
Autor: A. D. Portland
Sprecher: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Michael Pan, Sandra Schwittau, Nana Spier, Jürgen Holdorf, Hansi Jochmann
Sound: Udo Baumhögger
Musik: Blind Guardian
(sfbentry)

Mit „Die Erlösung“ endet die Pentalogie „Sacred 2: Der Schattenkrieger“, dass Hörspiel zum Computerspiel „Sacred 2“. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut Garlan der Schattenkrieger, seine Weggefährtin Leandra und der bösartige Großinquisitor.

Nachdem Garlan den Chronisten verlässt ist er seiner Erinnerungen an diese Begegnung beraubt. Doch mittels einem Trick weiß er nun, wo sich sein Ziel befindet: Die Große Maschine. Doch zuvor muss der Schattenkrieger Leandra aus den Klauen eines Chaoskultes befreien und sich mit der Wut seiner Begleiterin auseinandersetzen.

Die Reise geht nun in wärmere Gefilde, nach Dyr-Lain. Dort soll sich die Große Maschine befinden, bewacht von den Dryaden, kriegerischen Amazonen, die unter dem Befehl von Königin Eana stehen. Garlan und Leandra müssen sich erst einmal das Vertrauen der misstrauischen Dryaden verdienen. Unglücklicherweise haben die Elfen bereits Dyr-Lain erreicht. Doch der Schattenkrieger ist unbeugsam und setzt alles auf eine Karte, um sein Ziel zu erreichen …

Mit „Sacred 2: Der Schattenkrieger – Die Erlösung“ setzt Weirdoz* zum großen Finale der Reihe an und lässt es ordentlich krachen. Innerhalb einer bombastischen Klangkulisse agieren die Figuren, um schlussendlich ihr Ziel zu erreichen. Einige im Laufe der Reihe aufgeworfene Fragen bleiben jedoch unbeantwortet und schlussendlich entscheidet sich Garlan überraschend anders. Das ist auf den ersten Blick ein wenig verwirrend oder gar unbefriedigend. Gleiches gilt auch für das Schicksal des Großinquisitors, dem die Hörerschaft sicherlich alles erdenklich Schlechte an den Hals wünscht. Was auf den ersten Blick nun störend wirkt, ist allerdings überaus korrekt. „Sacred 2: Der Schattenkrieger“ ist keine abgeschlossene Reihe, sondern erzählt die Vorgeschichte zum bereits angesprochenen Computerspiel. Einige der Zusammenhänge werden somit deutlicher hervorgehoben, der Hörer kann tief in die mystische Fantasywelt Ancaria eintauchen, doch eine schlussendliche Auflösung und der Aha-Effekt ergeben sich vor allem in Verbindung mit „Sacred 2“.

Das bedeutet nun keinesfalls, dass „Sacred 2: Der Schattenkrieger“ nicht alleine bestehen kann. Nein, das wäre ein Trugschluss. Denn im Grunde ist der Weg das Ziel – und diesen Weg sind die Hörer mit Garlan und Leandra gegangen. Also Ziel erreicht. Die Auflösung zur T-Energie, der Großen Maschine und dem Schicksal der Welt, diese großen Zusammenhänge, werden dem Computerspiel überlassen. Am Ende sind es die kleinen Siege die glücklich machen, denn Garlan und Leandra bekommen etwas, mit dem sie zu Beginn ihrer Reise niemals rechneten: Die Liebe!

Das klingt nun schmalzig und kitschig, zugegeben, vor allem da die Liebe vorher kein echtes Thema war. In „Die Erlösung“ wird sie jedoch zum Dreh- und Angelpunkt, denn sie ist es doch schlussendlich, die Erlösung verspricht. Und damit stellt sie die unvorhersehbare Wendung in der Geschichte dar, die alles auf den Kopf stellt. Großes Lob an A. D. Portland für diese gelungene Überraschung. Doch auch die Regisseurin Patricia Nigiani heimst mit diesem Abschluss großes Lob ein, denn ihre konsequente Inszenierung bleibt bis zur letzten Minute spannend und unterhaltsam. Gekonnt verbindet sie die unterschiedlichen Komponenten aus Handlung, Klang (hervorragend von Udo Baumhögger umgesetzt) und Sprecher zu einem harmonischen Ganzen. Das macht großen Spaß und gute Laune.

Überhaupt neigen die Sprecher mal wieder zu Glanzleistungen. Allen voran Michael Pan, der einen herrlich bösartigen und intriganten Großinquisitor zum Besten gibt, im letzten Track sogar mit einer kleinen Anspielung auf den Gollum aus „Der Herr der Ringe“. Einfach wunderbar! Das gilt auch für Thomas Fritsch, der eine überaus männliche und kernige Stimme besitzt, die er unter anderem auch Hollywood-Schauspielern wie William Hurt, Russel Crowe, Jeremy Irons oder auch Burt Reynolds leiht – mal ganz von seinen exzellenten Leistungen als Schauspieler abgesehen. Er verkörpert hervorragend den kompromisslosen Schattenkrieger Garlan und bei seinen Texten sprüht regelrecht das Testosteron aus den Boxen. Mehr Männlichkeit geht kaum. Angemessen Paroli bietet ihm da Annabelle Krieg, die eine jugendlich unbekümmerte Leandra zum Besten gibt. Die Dialoge zwischen Garlan und Leandra machen durch diesen starken Kontrast der beiden Rollen großen Spaß. Vor allem, da das gesamte Sprechertrio ein breites Sprachspektrum besitzt und auch feine Nuancen pointiert setzen kann. Auch alle anderen Sprecher leisten hervorragende Arbeit.

Für die abschließende Folge wurde Hansi Jochmann engagiert, die vielen Hörern als deutsche Stimme von Jodie Foster bekannt sein dürfte. Damit ist sie ebenso audiopromintent wie Thomas Fritsch und als Königin Eana die Idealbesetzung. Immerhin handelt es sich bei Eana um eine kleine Rolle, um so wichtiger, von Anfang an eine starke Stimme zu etablieren, die Garlan auch hörbar Widerstand leistet. Das ist hier sehr gut gelungen und noch ein wenig zusätzlicher Zucker auf dieses Sahnestück der Fantasyhörspiele.

Eine der wichtigsten Rollen ist dabei jedoch auch die Rolle, die man als Hörer kaum wahrnimmt, obwohl sie stets präsent ist und die Geschichte zusammenhält: Der Chronist! Gesprochen wird er von Helmut Krauss, der vielen Menschen aus dem Fernsehen bekannt sein dürfte, da er jahrelang in „Löwenzahn“ als Peter Lustigs Nachbar Paschulke die Kinder der Nation unterhielt. Aber auch seine Stimme ist wohlbekannt, denn unter anderem gab er schon den Erzähler in der Serie „Captain Future“. In „Sacred 2: Der Schattenkrieger“ ist er ebenfalls der Erzähler, in der Rolle des Chronisten. Dabei nimmt man ihn meistens nur am Rande wahr, doch zum Ende hin gewinnt der Chronist an Persönlichkeit und gibt einen Ausblick auf die Zukunft Ancarias. Dabei teilt er jedoch das Schicksal vieler Vorleser: Man erinnert sich an die Helden aus dem Buch, nimmt den Erzähler aber nur am Rande wahr. Dabei sind es jedoch genau diese scheinbar unscheinbaren Menschen, die uns eine Geschichte vortragen und von den Ereignissen berichten. Mit ihnen steht und fällt eine Erzählung. Die Kunst dabei ist es vor allem präsent zu sein, aber niemals dominant. Und genau das gelingt Helmut Krauss hervorragend. Und so gebühren ihm zu Recht die abschließenden Worte in „Die Erlösung“.

„Sacred 2: Der Schattenkrieger – Die Erlösung“ ist ganz großes Ohrenkino und ein gelungenes Ende der Pentalogie. Hier stimmt einfach Alles.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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Sacred – Der Schattenkrieger 04 – Das verbotene Wissen

Erstellt von Werner Karl am 27. Oktober 2009

sacred-e28093-der-schattenkrieger-04-das-verbotene-wissenThomas Plischke und Ole Christiansen
Sacred – Der Schattenkrieger 04 – Das verbotene Wissen

Frei nach den Schattenkrieger-Romanen von A. D. Portland, erschienen bei Panini-Books
Basierend auf dem Computergame SACRED 2 von Ascaron Entertainment
Weirdoz-Games zum Hören, Düsseldorf, 4/2009
1 CD, Fantasy-Hörspiel
EAN 4042564086515
Laufzeit: ca. 80 Min.
Sprecher: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Nana Spier, Michael Pan,
Heinz Ostermann, Erla Prollius, Sandra Schwittau, Volker Wolf, Hans Bayer u v. a.
Musik: Blind Guardian
Cover und Illustration von Ascaron Entertainment

www.weirdoz.de
www.ascaron.com
www.sacred2.de
www.blind-guardian.com

Bereits in die vierte Runde geht die Umsetzung der beiden Romane, die den Übergang zwischen dem Computerspiel „Sacred“ und seinem Nachfolger „Sacred 2“ beschreiben. Noch immer ist Garlan auf der Suche nach der ‚Großen Maschine’, die die so genannte T-Energie auf der Welt produziert. Wenn sie in die falschen Hände gerät, dann ist ganz Ancaria verloren. Das weiß er aus eigener Erfahrung nur zu gut. Denn schon einmal ist er in einer Schlacht gefallen. Doch ein verschlagener Nekromant und Großinquisitor hat ihn aus dem Schattenreich zurückgeholt. Nur er kann Garlan wieder den Frieden des ewigen Schlafes geben. Inzwischen hat der Krieger aus der Vergangenheit aber erkannt, dass sein eigenes Wohl wenig gegen das der Welt zählt, und so geht er seine eigenen Wege. Er ahnt zwar, dass man ihn nicht aus den Augen lässt, aber er hofft dennoch, die ‚Große Maschine’ vor seinen Feinden zu erreichen und dann zu zerstören. Weitere Informationen über den Ort, wo sie sich inzwischen befinden könnte, glaubt er, in einer von Mythen umgebenen Burg in den Bergen zu finden.

Zudem empfindet er immer mehr für seine Begleiterin, die Halbelfe Leandra, die zwar zuerst als Spitzel des Elfenadels auf ihn angesetzt worden war, sich aber dann doch auf seine Seite schlug. Deshalb lässt er sie auch nicht zum Sterben zurück, als sie durch den Angriff einer schattenhaften Bestie schwer verletzt wird. Nur die alte Kräuterheilerin Mende aus einem abgelegenen Dorf kann ihr Leben retten. Während das Mädchen langsam wieder zu sich kommt und an Kraft gewinnt, beschließt Garlan, etwas gegen die Bestie zu unternehmen, die auch die Siedlung in ihrer Gewalt zu haben scheint. Er stellt der Kreatur, die sich als Werwolf entpuppt, eine Falle, nicht ahnend, dass er schon längst selbst in eine getappt ist. Denn nicht alle Menschen im Dorf sind das, was sie behaupten zu sein… Und auch nachdem er die Bestie besiegt hat, ist das Böse nicht ganz verschwunden. Wird er so jemals den geheimnisvollen Chronisten erreichen, der angeblich alles aufzeichnet, was jemals auf Ancaria passiert ist?

Derweil spinnen auch der Großinquisitor, der Elfenadel und die einer dunklen Göttin verfallenen Kultisten ihre Ränke, da sie eigene Vorstellungen von der Gestaltung Ancarias haben. Endlich macht die Geschichte einen gewaltigen Satz nach vorne. Nicht nur, dass Garlan nun mehr über die vergangenen fünfhundert Jahre und sein Ziel erfährt, auch wenn er seine Schwierigkeiten hat, das Wissen mit sich zu nehmen – nun machen sich seine Gegenspieler dazu bereit, ihm zu folgen, so dass ein Showdown unvermeidlich sein wird. Und damit es nicht all zu langweilig und der Weg nicht zu einfach für die Helden wird, betreten neue Figuren die Bühne, um für massive Probleme zu sorgen, was vor allem Leandra zu spüren bekommt.

Wieder beweist „Der Schattenkrieger“, dass sich eine sorgfältige Produktion auszahlt. Erneut ist die Auswahl und Arbeit der Sprecher hervorragend, gerade diejenigen, die die ‚bösen’ Rollen übernommen haben, lassen in Punkto Hinterhältigkeit, Boshaftigkeit und Wahnsinn dem Zuhörer kalte Schauer über den Rücken rinnen. So stimmt auch in „Das verbotene Wissen“ die Atmosphäre aufgrund der abwechslungsreichen Abstimmung von Musik, Dialogen und Soundeffekten – und erneut endet das Hörspiel mit einem sehr gemeinen Cliffhanger. Wer abenteuerliche Fantasy auf höchstem Hörspiel-Niveau mag, wird jedenfalls nicht enttäuscht, denn „Der Schattenkrieger“ bietet beim Zuhören Kino im Kopf. (CS)

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Sacred – Der Schattenkrieger 04 – Das verbotene Wissen

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Sacred – Der Schattenkrieger 3 – Im Bann der Bestie

Erstellt von Werner Karl am 11. August 2009

Thomas Plischke & Ole Christiansen
Sacred – Der Schattenkrieger
Folge 3: Im Bann der Bestie

Frei nach den Schattenkrieger-Romanen von A. D. Portland, erschienen bei Panini Books
Basierend auf dem Computergame „SACRED 2“ von Ascaron Entertainment
Weirdoz-games zum Hören, Düsseldorf, 2/2008
1 CD, Fantasy-Hörspiel
EAN 4042564076608
Laufzeit: ca. 80 Min.
Sprecher: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Nana Spier, Michael Pan, Annabelle Krieg, Jürgen Holdorf, Karlheinz Tafel u. v. a.
Musik: Blind Guardian
Cover und Illustration von Ascaron Entertainment
www.weirdoz.de
www.sacred2.de

Garlan hat sein Leben vor mehr als fünfhundert Jahren in einer der vielen Schlachten des verheerenden Krieges der Menschen gegen die Elfen verloren. Doch nun hat ihn ein Nekromant aus dem ewigen Schlaf gerissen und ihn dazu verdammt, ein kostbares Artefakt zu suchen. Nur wenn er seinen Auftrag erfüllt, wird Garlan aus seinem Unleben, das ihn mit einem Schattenwesen verbindet, erlöst.

Da er keine andere Wahl hat, reist der Krieger von nun an zähneknirschend durch die Welt, die sich in seinen Augen stark verändert hat. Denn wo die Menschen nicht zu den Sklaven des dekadenten Elfenadels geworden sind, belügen und stehlen sie zugunsten ihres eigenen Vorteils. Selbst die Gefährten, die sich ihm zugesellt haben, scheinen zunächst von diesen Lebensumständen geprägt worden zu sein. Aber Leandra und Loi beweisen sich am Ende doch seines Vertrauens als würdig.

Nachdem sich Loi dazu entschieden hat, in dem Dorf zu bleiben, das sie gemeinsam von einem tyrannischen und korrupten Anführer befreit haben, zieht Garlan mit Leandra alleine weiter. Ihm ist die Halbelfe, nun da er ihre Geschichte kennt, sehr ans Herz gewachsen, und er möchte sie nicht mehr missen. Zudem weiß er, dass er Hilfe braucht, um das Artefakt, das nichts anderes zu sein scheint als die Maschine der T-Energie, zu finden und vor denen, die noch danach gieren, zu beschützen. Deshalb trifft es ihn umso härter, als sie durch den Angriff einer schattenhaften Bestie schwer verletzt wird. Um ihr Leben bangend bringt er sie ins nächste Dorf und überlässt sie dort der Pflege einer zauberkundigen Kräuterfrau.
Die Einwohner wissen ganz offensichtlich, was geschehen ist und geben zu, dass ein Werwolf in der Gegend sein Unwesen treibt. Um ihnen zu helfen und Rache zu nehmen, beschließt Garlan, ihnen beizustehen und findet im mürrischen Schmied Wieland, der seine eigenen Geheimnisse hat, einen wichtigen Verbündeten.

Er ahnt allerdings nicht, dass er damit auch wertvolle Zeit vergeudet, denn längst hat sich ein alter Feind auf seine Fährte gesetzt, der eigentlich tot sein sollte, und nun mit der selben Gabe wie er beseelt ist – einem Schattenkrieger… Hauptmann Assur wurde ebenfalls wieder zum Leben erweckt und hat sich dazu entschlossen, neben dem Inquisitor und dem dekadenten Freiherrn Karrat sein eigenes Spiel zu spielen. Er will das geheimnisvolle Artefakt nun für sich selbst und nicht zuletzt auch Garlan vernichten.

Auch wenn der Hintergrund nicht vergessen wird, steht doch wieder ein kleineres Abenteuer im Mittelpunkt der Geschichte. Immerhin haben Garlan und Leandra dazu gelernt und bleiben trotz der freundlichen Dorfbewohner vorsichtig, denn sie sind schließlich erst vor kurzem betrogen wurden und wollen das nicht wieder erleben. Doch ist es wirklich so einfach, Masken zu durchschauen? Die Geschichte lässt diese Fragen quälend lange offen, aber umso faszinierter hört man zu.

Wieder bieten die Autoren und Macher eine gelungene Mischung aus dem oft humorvollen Zusammenspiel der Helden Garlan und Leandra mit ihrer Umgebung. Sehr oft sind selbst die Dorfbewohner, mit denen die beiden zu tun haben, wesentlich detailreicher und lebendiger ausgearbeitet als die doch recht eindimensionalen Schurken. Diese sind im Moment noch damit beschäftigt, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, wobei ihre Motivation zumindest andeutet, aber immer noch nicht klarer wird.

Und damit es nicht zu langweilig und Dialog lastig wird, gibt es immer wieder Actionszenen, die man sich durch die gelungen eingesetzten Geräusche sogar vor dem inneren Auge vorstellen kann. Durch die sorgfältige Produktion des Hörspiels, die gelungene Auswahl und professionelle Arbeit der Sprecher macht die dritte Folge von „Der Schattenkrieger“ mit dem Titel „Im Bann der Bestie“ immer noch Spaß. Die Atmosphäre passt aufgrund der abwechslungsreichen und ausgewogenen Abstimmung von Musik, Dialogen und Soundeffekten – und man möchte durchaus bald wissen, wie es weiter geht, da diese CD mit einem recht gemeinen Cliffhanger endet. (CS)

Titel bei Amazon.de:
Sacred 2: Fallen Angel – Der Schattenkrieger Folge 3: Im Bann der Bestie

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Das verbotene Wissen

Erstellt von Günther Lietz am 4. Juni 2009

Bei Amazon.dePatricia Nigiani, Thomas Plischke, Ole Christiansen
Das verbotene Wissen
Hörspiel zu dem gleichnamigen Computerspiel

Sacred 2: Der Schattenkrieger Teil 4
Weirdoz 2009
1 CD, ca. 80 Min., deutsch
Sprecher unter anderem: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Nana Spier, Sandra Schwittau, Michael Pan
Titelsong: Blind Guardian

(sfbentry)

Der Schattenkrieger Garlan stellt sich dem Werwolf, der ein kleines Dorf seit längerer Zeit bedroht. Garlan kann mit Hilfe der Halbelfin Leandra das Monster zwar bezwingen, doch dieser Sieg zieht noch schlimmere Ereignisse nach sich – die rächenden Schatten.

Kaum den Schatten entkommen führen die beiden Abenteurer ihre Reise weiter fort. Garlan erkennt, dass seine Queste Leandra in tödliche Gefahr bringt und beschließt, sich von ihr zu trennen. Schlussendlich steht der Schattenkrieger dem Chronisten gegenüber, der jedes auf Ancaria stattfindendes Ereignis aufzeichnet. Garlan ist seinem Ziel, der großen Maschine, scheinbar ein weiteres Stück näher gekommen – doch niemand kann den Chronisten verlassen und das erlangte Wissen mit sich nehmen …

Der dritte Teil der Serie endete mit einem grandiosen und sehr spannenden Cliffhanger, der endlich aufgelöst wird. Dadurch ist die Spannung sofort am kochen und geht es grandios weiter. Garlan bezwingt natürlich den Werwolf, doch dieser Sieg zieht dramatische Szenen nach sich und zeigt eindrucksvoll, wie brutal die Welt von Ancaria ist. Man muss Frau Nigiani und den beiden Autoren, Thomas Plischke und Ole Christiansen, ein gutes Gespür für den emotionalen Aufbau bescheinigen. Und auch der Rest der Geschichte ist spannend und überraschend inszeniert. Begann die Reihe doch recht vorhersehbar und klischeebehaftet, so löst sich die Geschichte nun vollends aus ihrem engen Rahmen und gewinnt rasant an Eigenständigkeit.

Im genauen Gegensatz zur Düsternis der Geschichte, stehen übrigens die Titel der einzelnen Kapitel. Die sind recht humorvoll und mehrdeutig benannt. Unter anderem „Schäferstündchen“, „Offiziell entführt“ und „Was fällt mir denn da aus der Hose“. Das ist verdammt witzig.

Die Stimmen sind auch dieses Mal über alle Kritik erhaben und die Sprecher agieren mit großer Spielfreude. Allen voran natürlich die Stammsprecher, diesmal angeführt von Erzähler Helmut Krauss, der natürlich auch der Chronist ist – wer auch sonst. Thomas Fritsch und Annabella Krieg geben das Heldengespann Garlan und Leandra zum Besten. Scheinbar knistert es zwischen den beiden Figuren ordentlich, was die Darsteller hervorragend ausarbeiten. Hier gehen Drehbuch und Sprechrollen harmonisch Hand in Hand.

Auch auf Seiten der Bösewichte gibt es Gutes fürs Ohr. So überzeugt Michael Pan erneut als boshafter Großinquisitor. Ihm zu lauschen ist eine wahre Freude und machen seine verdorbenen Taten sehr anziehend. Der perfekte Gegenpol zum dynamischen Duo Garlan und Leandra – die übrigens einen Pseudo-Erotikauftritt hat.

Soundtechnisch gibt es alles vom Feinsten auf die Ohren. Das knallige Metal-Intro von Blind Guardian sorgt für die richtige Stimmung und dann wird sich an den Boxen ausgetobt. Die Gehörgänge bekommen ordentlich Arbeit, denn  klangtechnisch wird aufgedreht. Da sämtliche Klänge und Effekte auf den Punkt genau sitzen, trägt das auch zur dichten Atmosphäre des Spiels bei. Schließt man die Augen, so entstehen schnell die passenden Bilder im Kopf.

„Das verbotene Wissen“ ist die gelungene Fortsetzung der Reihe und bietet spannende und kurzweilige Unterhaltung. Mit Hilfe des Windows-Mediaplayers lassen sich die Files problemlos in MP3 umwandeln, so dass das Hörspiel auf jeden beliebigen Player gezogen werden kann. Also auch optimal für unterwegs, während die schicke CD sicher zu Hause im Schrank steht.

Die kommt in einer leichten Papphülle daher, die sehr ansprechend gestaltet wurde – ebenso wie die CD selber. Das gilt auch für das Booklet, in dem sich alle wichtigen Informationen finden, die man braucht. So können auch Quereinsteiger schnell ins Thema finden.

„Sacred 2: Der Schattenkrieger Teil 4“ ist erstklassige Hörspielunterhaltung aus dem Hause weirdoz*. Eine absolute Empfehlung!
(Günther Lietz)

Bei Amazon.de
Der Schattenkrieger Folge 4

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Im Bann der Bestie

Erstellt von Günther Lietz am 29. März 2009

Patricia Nigiani
Im Bann der Bestie

Sacred 2 – Der Schattenkrieger Teil 3
weirdoz*

1 CD, 19 Kapitel, ca. 80 Minuten
Sprecher unter anderem: Helmut Krauss, Thomas Fritsch, Annabelle Krieg, Nana Spier, Sandra Schwittau, Michael Pan
Titelsong: Blind Guardian

Um den letzten Wunsch seines alten Kameraden Goth zu erfüllen, macht sich Garlan auf die Suche nach der Großen Maschine. An der Seite des Schattenkriegers reist die hübsche Halbelfe Leandra. In einer Vollmondnacht in den Bergen, wird nun die unvorsichtige Leandra von einem Werwolf verletzt.

Garlan bringt seine Kameradin in ein nahes Dorf, wo die beiden herzlich aufgenommen werden. Hier freundet sich der Schattenkrieger mit dem Schmied Wieland und dessen Tochter an. Doch Garlan ahnt nicht, was für ein dunkles Geheimnis Wieland hütet …

Die nun mehr dritte Episode aus der Reihe „Sacred 2 – Der Schattenkrieger“ findet ihren Weg in die CD-Spieler. Erneut tritt der tapfere Schattenkrieger gegen die bösen Schergen an und sorgt dafür, das die Fantasywelt Ancaria ein wenig sicherer wird. Dabei geht es diesmal ein wenig ruhiger zu, etwas weniger actionbetont. In „Im Bann der Bestie“ ist es viel mehr der Horror, der die Geschichte beherrscht.

Natürlich ist der Werwolf ein klassisches Stilmittel, um Gänsehaut zu erzeugen. Man könnte beinahe sagen, das Thema ist ausgelutscht. Doch die Verbindung zweier klassischer Elemente – Fantasy und Horror – wirken belebend und sorgen für Spannung. Das liegt vor allem daran, dass der übermenschliche Garlan Probleme hat den Werwolf zu besiegen. Garlans Schwäche macht ihn somit wiederum menschlich und bringt die Figur näher an den Zuhörer. Diese kurze Distanz sorgt für entsprechende Spannung. Thomas Fritsch – der die Rolle des Garlan spricht – sorgt hier mit seinem darstellerischem Können für Unterhaltung auf hohem Niveau. Er beherrscht die Augenblicke der Stärke ebenso wie die Momente der Schwäche. Seine raue Stimme ist sehr passend und nun fest mit der Rolle des Garlan verknüpft.

Aber auch Annabelle Krieg beherrscht ihr Metier. Sie spricht die Leandra und steht dabei ihrem männlichen Kollegen in keinster Weise nach. Jugendlich und frisch, verletzlich und trotzdem Selbstbewusst, es macht einfach Spaß ihr zuzuhören. Das gilt auch für die anderen Hauptrollen und die vielen Nebenrollen. Die Sprecher verstehen ihr Handwerk und klingen zu jedem Zeitpunkt authentisch.

Die Musik und die Geräuschkulisse besitzen diesmal einen düsteren Stil, was hervorragend zum Horror-Thema passt. Alles sitzt punktgenau, unterstützt die Szenerie oder treibt die Spannung voran. In Kombination mit den Sprechern erwacht das Hörspiel zum Leben. Über Kopfhörer genossen explodieren zwischen den Ohren förmlich die Bilder.

Gemeinerweise endet „Im Bann der Bestie“ mit einem aufregenden Cliffhanger und macht Lust auf mehr dieser guten Unterhaltung. Spannend, ein gutes Drehbuch und eine ordentliche Umsetzung – sehr zu empfehlen.
(Günther Lietz)

Bei Amazon.de
Sacred 2: Fallen Angel – Der Schattenkrieger Folge 3: Im Bann der Bestie

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Der Schattenkrieger – Das trügerische Paradies

Erstellt von Günther Lietz am 16. Februar 2009

Thomas Plischke, Ole J. Christiansen, A. D. Portland, Patricia Nigiani
Der Schattenkrieger – Das trügerische Paradies

Sacred 2 – Der Schattenkrieger Band 2
weirdoz*
Audio CD
www.weirdoz.de
(sfbentry)

Garlan – einst ein mächtiger Kämpfer und nach seinem Tode zum Schattenkrieger erweckt – und seine Begleiter Leandra und Loi sind noch immer auf der Reise nach Grünerd. Dort hoffen sie die Reste einer alten Schrifttafel zu finden. Allerlei Feinde stellen sich dem Trio dabei in den Weg. Und einer von Garlans Begleitern ist ein Verräter …

So kurz die Inhaltsangabe, so vorhersehbar auch der Handlungsablauf. Geradlinig und ohne Schnörkel wird die Geschichte vorangetrieben. Es gibt keine großen Überraschungen oder gar dramatische Wendungen. Stattdessen bietet sich dem Hörer hier klassische Fantasy in einem leicht modernen Gewand.

„Das trügerische Paradies“ knüpft nahtlos an „Die Auferstehung“ an. Allerdings ist die prominente Sprecherriege ein wenig abgespeckt, doch die Hauptrollen sind allesamt vertreten. Nach einem großartigen Start der Reihe, wird also wieder ein Gang zurückgeschaltet. Die Erwartungshaltung durch den Auftakt war wohl zu groß. So gibt es von „Das trügerische Paradies“ nur eine CD-Fassung. Die ist allerdings hervorragend produziert.

Nach den wenigen Schattenseiten des Hörspiels, ist es an der Zeit die Sonnenseite anzuschauen. Und die kann sich sehen lassen. Wie bereits geschrieben ist die Produktion hervorragend. Erneut leitet das fulminante Intro der Metal-Band Blind Guardian die Geschichte ein.

Sprecher wie Thomas Fritsch, Michael Pan, Anabelle Kriege und Marco Sand garantieren einfach eine authentische Atmosphäre und spannende Geschichte. Bekannt aus Film, Fernsehen, Funk und Hörspiel sorgen diese Stimmen auch für einen markanten Wiedererkennungswert. Außerdem sind sie für ihre jeweiligen Rollen perfekt besetzt. Es ist schon eine Kunst nur mit der Stimme eine Person visualisieren zu können – und genau deswegen wir recht schnell deutlich, dass es sich bei den Hauptdarstellern um wahre Künstler handelt.

Auch die Klangkulisse kann erneut überzeugen. Pointiert und passend lassen sie schnell die komisch klingende Fluchtszene aus „Die Auferstehung“ vergessen. Glanzlicht dieses Klangerlebnisses ist übrigens der Kampf Garlans gegen einen seiner einstigen Kampfgefährten und Freunde, der nun als Maschinenwesen seinen Dienst verrichtet. Das ist Kopfkino vom Feinsten, unbedingt anhören! Kopfhörer auf und los! Doch auch Besitzer einer guten Soundanlage werden vollauf zufrieden sein. Das der CD beiliegende Booklet beinhaltet übrigens Informationen, um mehr über Welt von „Sacred 2“ und die Geschichte Garlans zu erfahren.

„Weirdoz*“ hat hier erneut ganze Arbeit geleistet. Die Hörspielreihe „Sacred 2“ basiert zwar auf dem gleichnamigen Spiel und verliert dadurch etwas an Eigenständigkeit, aber dennoch ist es ein starkes Produkt, dass auf eigenen Füßen zu stehen vermag.

„Weirdoz* – Games zum Hören“ heißt es genau – falls man pingelig sein möchte (ganz pingelige Menschen würden es auch als Denglisch bezeichnen). Das ist im Grunde ein Versprechen, auf dessen Erfüllung man sich freuen kann. Vor allem wird es Zeit, dass pünktlich der nächste Teil zu „Sacred 2 – Der Schattenkrieger“ erscheint und die Hörerschaft weitere spannende Abenteuer an Garlans Seite erleben kann.

„Das trügerische Paradies“ ist jedenfalls ein spannendes und sehr unterhaltsames Fantasy-Hörspiel mit einem grandiosen Soundtrack. Sehr zu empfehlen.
(Günther Lietz)

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Sacred 2: Fallen Angel – Der Schattenkrieger Folge 2: Das trügerische Paradies

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Der Schattenkrieger – Die Auferstehung

Erstellt von Günther Lietz am 16. Februar 2009

Thomas Plischke, Ole J. Christiansen, A. D. Portland, Patricia Nigiani
Der Schattenkrieger – Die Auferstehung

Sacred 2 – Der Schattenkrieger Band 1
weirdoz*
Audio CD
oder
Audio DVD
www.weirdoz.de
(sfbentry)

„Der Schattenkrieger – die Auferstehung“ ist eine Hörspielproduktion aus dem Hause weirdoz* und ein Mitglied der Produktpalette zum PC-Spiel „Sacred 2“. Dabei gehört „Der Schattenkrieger – die Auferstehung“ zur Vorgeschichte und lehnt lose an die gleichnamige Romanreihe an.

Die Geschichte selbst ist trivialer Standard. Harmlose Leute entdecken in einem Stollen ein Geheimnis, ein elfischer Bösewicht will aus diesem Geheimnis seinen Nutzen ziehen und beschwört einen toten, menschlichen Kriegshelden, den der Bösewicht somit zum Schattenkrieger macht. Der muss nun gegen seinen Willen losziehen und soll das Geheimnis ein wenig ergründen. Natürlich haben auch andere Leute von der Sache etwas mitbekommen und es gibt schon bald Probleme. Und ebenso natürlich findet der Schattenkrieger neue Freunde, während er im Inneren einen Kampf gegen sich selbst ficht. Klingt alles nach „schon mal irgendwie gehört“? Ist es ja auch. Innovative und intellektuelle High Fantasy ist „Der Schattenkrieger – die Auferstehung“ keinesfalls, aber es ist spannende und kurzweilige Unterhaltung.

Das Drehbuch erledigt dabei seinen Job sehr gut. Die Spannungselemente sitzen punktgenau, das Drama schreitet stetig voran und die Entspannungspausen werden immer kleiner, bis hin zur Krise. Die Geschichte wirkt in sich schlüssig und die Ereignisse passend. Einzig der Piratenüberfall kommt etwas holprig daher und hebt sich etwas von der feingeschliffenen Handlung ab. Aber das ist weitgehend Nebensache, denn vor allem die Inszenierung hat es in sich.

Bei mehr als vierzig Sprechern ist unmöglich jeden Einzelnen zu bewerten und selbst eine kleine Auswahl wäre vielleicht unfair zu nennen, so dass nur eine winzige Auswahl übrigbleibt, die es im Detail zu nennen gibt.

Alle voran Garlan, der Held der Geschichte. Er wird von Thomas Fritsch gesprochen, einem Urgestein der deutschen Schauspielkunst, der seine Stimme oftmals Schauspielern wie William Hurt, Russel Crowe, Jeremy Irons oder auch Burt Reynolds lieh. Auf dem Bildschirm oftmals der lächelnde Strahlemann, so klingt seine Stimme – losgelöst vom Anblick des Gesichts – markant, männlich und unnachgiebig – somit genau die richtige Verkörperung des altgedienten Kriegers, der aus dem Totenreich gerufen wird, um gegen seinen Willen einem bösen Elfen zu Diensten zu sein. Die innere Zerrissenheit und die Spielfreude sind Herrn Fritsch anzumerken und auch seine Routine und große Erfahrung sind eine Bereicherung für diese klassisch angelegte Rolle.

Ihm als Widersacher und Erzbösewicht steht der Großinquisitor der Elfen gegenüber, gesprochen von Michael Pan, der vielen Menschen ebenfalls aus Film und TV bekannt ist, vor allem als einprägsame Stimme von Brent Spiner und Martin Short. Ihn in der Rolle eines Bösewichts zu hören, ist anfangs recht gewöhnungsbedürftig. Denn verknüpft man Fritschs Stimme meist sofort mit einem Mann wie Russel Crowe, so besteht bei Pan die visuelle Verbindung zu einem Androiden aus dem Star Trek-Universum oder einem kleinen Mann in komischen Rollen. So stellt es sich jedenfalls dem versierten Kinogänger dar, doch nach nur wenigen Minuten ist der Schalter im Kopf umgelegt und die Zuhörerschaft darf einen diabolischen Elfen genießen, der nur seine eigenen Vorteile im Sinne hat.

Das Darsteller-Trio wird von Leandra komplettiert, der Annabelle Krieg ihre Stimme leiht. Frau Krieg ist eine erfahrene Schauspielerin und für die Verkörperung der geschickten Diebin Leandra ein wahrer Glücksfall. Es gelingt ihr mit Leichtigkeit dieser sehr aktiven Rolle Leben einzuhauchen, beherrscht Annabelle Krieg doch selbst etliche Fähigkeiten wie Fechten, Reiten und Jonglieren. In Verbindung mit ihrer großen Erfahrung als Theaterschauspielerin also die Idealbesetzung. Vor allem Leandras jugendlich frische Stimme ist ein passender Kontrast zu Garlans Audiomännlichkeit.

Die meisten anderen Sprecher können dieses Niveau ebenfalls halten. Vor allem die Metal-Band „Blind Guardian“ muss besondere Erwähnung finden, spielen sie bei „Sacred 2“ eine besondere Rolle. Im Computerspiel steuern sie Stücke zum Soundtrack bei und es gibt sogar eine Spielszene, die sich um ein entsprechendes Konzert dreht. Der Soundtrack wird auch im Intro des Hörspiel angespielt, was allerdings gewöhnungsbedürftig ist. Immerhin passt ein solch erstklassiger Sound eher in den Bereich Science Fantasy. Auch in „Der Schattenkrieger – die Auferstehung“ bekommt die Band einen Gastauftritt und stellt Piraten dar, die allerdings ziemlich schnell ihr Leben aushauchen.

Neben den Sprechrollen hat im Hörspiel auch das Sounddesigne eine besondere Stellung inne. Hier wird weitgehend geklotzt und überzeugt die Geräuschkulisse auf ganzer Linie. Einzig die Fluchtszene von Garlan und Leandra klingt ein wenig nach unnatürlichem Kokosnussklackern. Glücklicherweise der einzige Ausrutscher dieser Art und mehr irritierend als störend.

Die Verbindung beider Elemente ist gelungen und sämtliche Schwerpunkte harmonieren miteinander. So ergibt sich – auch Dank der hervorragenden Regie – eine spannende und unterhaltsame Mischung, die den durchaus biederen Plot schnell vergessend macht. Eine runde Sache, die vor allem durch das informative und schicke Booklet abgerundet wird.

weirdoz* geht noch einen Schritt weiter. Neben der hervorragenden CD-Ausgabe, ist auch eine DVD erhältlich, die mit Bonusmaterial vollgepackt ist und einen aufgebohrten Sound besitzt. Die Boxen aufgedreht – eine entsprechende Anlage vorausgesetzt – bedient „Der Schattenkrieger – die Auferstehung“ sämtliche Speaker. Natürlich beanspruchen die Dialoge primär die vorderen Boxen, doch sobald die Actionsequenzen beginnen, zischt, knallt und knattert es von allen Seiten. Das macht richtig Laune.

Außerdem gibt es auch etwas fürs Auge, befindet sich auf der DVD massig Bonusmaterial. Dazu gehören Blicke hinter die Kulissen, Interviews mit „Blind Guardian“, Wallpapers, Lesetext während dem Hörspiel, Trailer und vieles mehr. Ein rundes Gesamtpaket. Die DVD kann sich also hören und sehen lassen, aber nur für die Leute, die über eine entsprechende Technik verfügen, um die ganzen neuen Möglichkeiten zu genießen.
(Günther Lietz)

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Die Chroniken von Aris 1

Erstellt von Günther Lietz am 16. Februar 2009

Kai Wichmann, Marko Pauli
Die Chroniken von Aris

Legend – hand of god - Die Chroniken von Aris Band 1
weirdoz*
1 Audio-CD
71 Minuten
Erschienen: Oktober 2007
(sfbentry)

Im Lande Aris versucht der böse Hexer Kaskaras in den Besitz eines Amuletts zu kommen, das man „Die Hand Gottes“ nennt. Das Amulett besteht jedoch aus drei Teilen, die erst einmal gefunden werden müssen. Den ersten Teil bekommt Kaskaras ziemlich einfach: Er fällt mit seinen Horden in den Wald der Elfen ein, tötet deren König und schnappt sich danach das Amulett von Prinzessin Naeria. Als es den Hexer dann auch noch nach dem Körper der Elfe verlangt, stehen die Elfen vor dem gänzlichen Untergang – denn Naeria verweigert sich. Doch die magischen Wasser versprechen Rettung in Gestalt eines fremden Kriegers.

Dieser Krieger ist der Paladin Targon. Er wurde von seinem Meister ausgeschickt, um das Amulett zu holen, damit man mit der „Hand Gottes“ ein Portal schließen möge, aus dem Dämonen strömen. Für Targon eine recht einfache Sache. Wie es sich für einen Helden gehört marschiert er schnurstracks los, um dem Guten zum Sieg zu verhelfen …

„Legend – hand of god – Die Chroniken von Aris“ ist ein amüsantes Hörspiel aus dem neu gegründeten Hause weirdoz*, das vornehmlich Spiele vertonen möchte. Dabei fahren die Produzenten ein gewaltiges Feuerwerk auf.

Das Hörspiel erscheint zeitgleich mit einem passenden Roman aus dem Hause Panini und dem dazugehörigen PC-Spiel, auf dem alles basiert. Die Story lehnt sich stark an den Film „Der Herr der Ringe – die Gefährten“ a. Das wird durch den Einstieg deutlich, in dem eine weibliche Stimme ein klasse Intro zum Besten gibt, untermalt von einem opulenten Orchester – wie das restliche Hörspiel übrigens auch.

Des weiteren befinden sich die drei Teile des Amuletts in den Händen der Elfen, Zwerge und Menschen – so wie die verschiedene Ringe in Tolkiens Meisterwerk. Dazu ein Ork, der dem Helden heimlich folgt – wie einst der Gollum dem Frodo. Nun, Inspiration muss man nehmen, wo man sie bekommen kann. Trotz allem ist „Legend – hand of god – Die Chroniken von Aris“ eine eigenständige Geschichte – und durch den ironischen Unterton abgerundet, ist eine kurzweilige Geschichte dazu.

Bietet die Handlung also wenig Neues, so kommt es auf die Verpackung an – und die ist fabelhaft. Das bereits angesprochene Orchester, die fast immer gelungenen Soundeffekte und ein hörbar nachvollziehbares Szenenbild tragen natürlich einiges dazu bei. Aber es ist die Sprecherriege, mit der geprotzt wird. So finden sich auf der CD unter anderem die deutschen Synchronstimmen von Ewan McGregor (Star Wars) und Leah Remini (King of Queens) wieder: Phillip Moog als Targon und Christine Pappert als Naeria. Im Trio mit Martin Sabel (als Kaskaras) ein Hörgenuss, da sich die Sprechrollen vortrefflich miteinander ergänzen. Auch von der Regie her eine gelungene Arbeit.

Allgemein ist die Idee witzig, den Bösewicht als Erzähler agieren zu lassen, vor allem da Kaskaras manchmal mit entsprechenden ironischen und zynischen Kommentaren aufwartet. Generell wird die Fantasy ein wenig auf die Schippe genommen, aber nur in freundschaftlicher Art. So brennen dem Helden schon mal die Haare ab, gibt die Bäuerin gerne mal ihren wertvollsten Besitz weg und sorgt ein orkischer Spion für stete Running Gags – er sagt zwar wenig, hat oftmals einen Auftritt. Klasse!

CD und Booklet sind schön anzusehen und eindeutig liebevoll aufgemacht, wenn auch etwas bieder in der Illustration. Technisch gesehen ist „Legend – hand of god – Die Chroniken von Aris“ vorbildlich und die Handlung sehr kurzweilig. Der fehlende Kopierschutz ist ebenfalls als positiv zu nennen, läuft die CD problemlos in allen Geräten und können die Tracks in andere Formate umgewandelt werden. Das ist vor allem für Besitzer eines MP3-Players eine große Wohltat – unterwegs der Geschichte lauschen und daheim mit der schicken CD protzen – so gehört sich das. Ein weiterer Pluspunkt für Kundenfreundlichkeit. „Legend – hand of god – Die Chroniken von Aris“ bekommt eine klare Empfehlung!
(Günther Lietz)

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Legend-Hand of God

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