Month – Mai 2018

Sommernachtstod

In einem kleinen Ort in Südschweden verschwindet der kleine Billy. Das ganze Dorf sucht nach ihm, doch die Suche bleibt erfolglos. Die Familie des kleinen Jungen versinkt im Kummer. Die Mutter nimmt sich nach einer schweren depressiven Phase das Leben. 20 Jahre später lernt die Therapeutin Vera in einer ihrer Therapiegruppen den Patienten Isak kennen. Er erzählt von dem Verschwinden eines kleinen Jungen und Vera erkennt in seinen Erzählungen Parallelen zu dem Verschwinden ihres Bruders Billy vor vielen Jahren.

Giants – Zorn der Götter

Die Entdeckung und Nutzung eines außerirdischen Riesenroboters weckt die Aufmerksamkeit der ursprünglichen Eigentümer. Sie schicken Kampfmaschinen, denen die Erde nichts entgegenzusetzen hat; die Ausrottung der Menschheit ist nur zu verhindern, wenn das eigentliche Motiv des Gegners entschlüsselt werden kann … – Der zweite Teil der „Themis Files“ wird erneut durch E-Mails, Protokolle, Tagebucheinträge usw. ‚erzählt‘, was weiterhin erstaunlich gut funktioniert sowie verbirgt, dass die Story oft auf der Stelle tritt: trotzdem unterhaltsam.

Die Kanonen von Navarone

Mehr als tausend britische Soldaten sitzen im II. Weltkrieg auf einer griechischen Insel fest. Damit man sie retten kann, müssen fünf Männer eine nazideutsche Kanonenfestung ausschalten; ein Himmelfahrtskommando, das um jeden Preis gelingen muss … – Klassischer Agententhriller um entschlossene Männer, die keineswegs ohne menschliche Schwächen sind und sich einer tödlichen Herausforderung stellen, wobei Pläne sich ändern und Verrat jederzeit möglich ist: einer der besten MacLean-Romane, der 1961 kongenial verfilmt wurde.

Alle sind verdächtig

Mit einer Giftspritze wird Lola Fortescue umgebracht, als sie eine Freundin in England besuchen will. Der ermittelnde Beamte steht vor einer ganzen Gruppe potenzieller Verdächtiger, die selbstverständlich jegliche Mordbeteiligung abstreiten … – Weniger klassischer als schlicht alter Rätsel-Krimi, dessen Autor sich der bekannten Elemente bedient, ohne dadurch mehr als leidlich unterhalten zu können, weil seine Figuren blasse Archetypen bleiben; als Beleg für zeitgenössische Krimi-Kost freilich auch gerade deshalb durchaus unterhaltsam.

Split Second – Zurück in der Zeit

Ein genialer Wissenschaftler entdeckt nicht nur eine unerschöpfliche Energiequelle, sondern auch die Zeitreise. Dies erregt die Aufmerksamkeit mächtiger Munkel-Gruppen, die ihn und seine Lebensgefährtin jagen. Die Lösung des Rätsels entscheidet über den Fortbestand der Welt, wie wir sie kennen … – Vor Unlogik zwar strotzender, dabei jedoch ungemein spannender Roman, der Thriller und Science Fiction mischt und durch einen unerwarteten Finaltwist die völlige Befreiung von allen Naturgesetzen vergessen lässt: Popcorn-Unterhaltung vom Feinsten.

Falscher Zauber

Eine Gruppe berühmter Bühnenmagier wird vom Tod heimgesucht. Polizistin Mallory, ermittelt ein Rachemotiv, das tief in die Vergangenheit zurückführt. Der Täter muss einer der Illusionisten sein. Da diese zwar alt aber überaus fähig sind, täuschen sowohl Verdächtiger als auch potenzielle Opfer die Polizei mit immer neuen Zaubertricks, während die Leichen sich mehren … – Der fünfte der Mallory-Krimis verblüfft erneut mit Thriller-Härte und surrealen Zügen sowie mit unkonventionellen Figuren, kann aber nur bedingt an die grandiosen Vorgängerbände anschließen.

Ehrensache

Zwangspensioniert und gelangweilt wechselt Harry Bosch die Seiten und ermittelt für seinen Halbbruder, einen Anwalt, in einem Mordfall, für den ein Mann vor Gericht steht, auf den die Beweise ein wenig zu deutlich weisen. Bosch sticht tatsächlich in ein Wespennest aus Korruption und Verschwörung, deren Nutznießer ihn erst heimlich und dann direkt in die Zange nehmen … – Band 20 der Harry-Bosch-erie ist ein „Crossover“ mit Connellys Mickey-Haller-Reihe. Eindeutig im Vordergrund steht jedoch Bosch, der einmal mehr routiniert einen verwickelten Kriminalfall aufdröselt: nicht der beste Beitrag zur Serie, aber erneut lesenswert, weil spannend und mit vielen bissigen Kommentaren zum Thema US-„Law-&-Order“ gewürzt.

Das Gesetz des Bösen

In Greenbank, einer Gefängnisanstalt für Schwerverbrecher, gelingt einem besonders gefährlichen Insassen die Flucht. Während man ‚draußen‘ fahndet, wird ‚drinnen‘ ein Kinderschänder umgebracht – der Auftakt zu einer ganzen Serie von Morden, denen nicht nur Gefangene zum Opfer fallen: Der oder die Täter verschonen auch das Personal nicht … – Primär durch Grell-Action und bizarre Gewaltakte vorangetriebener Thriller, während die Logik sich in Deckung hält. Autor Wilson, einst selbst im Strafvollzug tätig und ein bekannter Kriminalist, überfrachtet seinem Debütroman, weshalb die Handlung ins Stolpern gerät ist: interessant, aber ansonsten gescheitert.

Strandmord

Auf der Insel Rügen wird am Strand zwischen Glowe und Juliusruh eine Frauenleiche entdeckt. Sie ist nackt, gefesselt, die Lippen wurden mit scharfen Drähten verschlossen, die Augen mit der gleichen Methode offen gehalten. Die ermittelnde Kommissarin Romy Beccare erinnert sich an einen Fall vor einigen Jahren in München an deren Aufklärung sie maßgeblich als Lockvogel beteiligt war. Der Täter von damals wurde gefasst, ist jedoch wieder auf freiem Fuß.

Ein halbes Jahr zum Glück

Markie steht vor einem Scherbenhaufen. Ihre Ehe mit Kyle ist gescheitert. Es gibt einen Haufen Schulden und das Leben in Reichtum mit Privatschule für den Sohn Jesse ist vorbei. Zunächst sucht Markie Hilfe bei ihren Eltern, die jedoch nicht besonders begeistert sind und sich in alle Facetten von Markies Leben einmischen. So ist Markie gezwungen ihr neues Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie mietet in einer wesentlich schlechteren Wohngegend ein Haus und zieht dort mit ihrem Sohn alleine hin.