Winterkrieg

Philip Teir
Winterkrieg

Heyne-Verlag
ISBN 9783453419117
Roman
Erschienen: 12.10.2015
Originalausgabe: Vinterkriget
Originalverlag: Blessing
Aus dem Schwedischen von Thorsten Alms
Umschlaggestaltung: Geviert, Christian Otto unter Verwendung einer
Fotografie von ©gettyimages, Chris Stein
Umfang: 384 Seiten, Taschenbuch, Broschur

www.heyne.de

Winterkrieg von Philip Teir

Zum Autor:

Der Finnlandschwede Philip Teir, geboren 1980, gilt als einer der wichtigsten Nachwuchsautoren Finnlands. Er hat bereits Gedichte und einen Band mit Kurzgeschichten veröffentlicht, und ist Herausgeber von Anthologien. „Winterkrieg“ ist sein erster Roman. Philip Teir lebt als freier Journalist und Schriftsteller mit seiner Familie in Helsinki.

 

Zum Übersetzer:

Thorsten Alms, geboren 1966 in Celle, studierte Skandinavistik, Geschichte und Sprachwissenschaft an den Universitäten Bonn und Lund (Schweden). Seit 2003 arbeitet er als freier Literaturübersetzer aus den Sprachen Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Englisch. Er lebt mit seiner Familie in Stolberg bei Aachen.

 

Zum Buch:

Max Paul ist Professor an der Universität in Helsinki, verheiratet mit Katriina und hat zwei Töchter, Helen und Eva. Hört sich insgesamt so ganz gut an, ist es aber leider nicht. Max wird 60 Jahre alt und lässt sich aufgrund einer Reportage über ihn selbst mit der interviewenden Journalistin Laura ein. Doch die Affäre ist einmalig und endet relativ schnell. Seine Frau scheint ebenso unzufrieden und steckt ihre gesamte Zeit in ihre Projekte, die Ehe läuft unspektakulär dahin. Kalt und ohne Leidenschaft, da stellt sich die Frage, was diese Ehe noch zusammenhält. Die Familie?

Die Töchter führen eigentlich ein sorgenfreies, aber doch leider unzufriedenes Leben. Helen ist als zweifache Mutter mit dem Verlauf der Ehe unzufrieden, Eva studiert Kunst und beginnt eine Affäre mit ihrem Professor und wird schwanger. Alles kein Weltuntergang, aber so richtig fühlt es sich nicht an.

In allem ist die ganze Familie perspektivlos, ein gutes Ende ist nicht in Sicht …

 

Fazit:

Mich hat der Klappentext dieses Buches gereizt. Es liest sich insgesamt sehr flüssig, doch irgendwie kommen keine Höhen und Tiefen auf. Das Thema an sich ist sehr banal und unspektakulär, aber man wartete als Leser die ganze Zeit darauf, dass es mal in der Familie untereinander eskaliert und frische Luft hinein gelassen wird. Mir fehlt daher im Verlauf der Geschichte um Max und seiner Familie die Dramatik, die man schon fast sehnsüchtig erwartet. Doch – es kommt nichts!

Das finde ich ein wenig schade, denn dann wäre es meines Erachtens ein toller rasanter Roman gewesen. So bleibe ich ein wenig ratlos zurück und bin mit dem Verlauf und Ende eher unzufrieden.

Schade, doch hierzu kann ich leider keine Leseempfehlung geben.  Es hat mich leider nicht gefesselt, obwohl es so gut anfing.

Vielleicht sind hier die Parallelen zum Titel zu ziehen, denn “Winterkrieg“ steht zeitgeschichtlich für den Krieg zwischen der Sowjetunion und Finnland. Ablauf und Ende haben Ähnlichkeiten mit dieser Geschichte, reflektiert auf die heutige Zeit. Auch Max und Katriina müssen Niederlagen und persönliche Verluste hinnehmen, doch erhalten dafür ihre Unabhängigkeit.

 

Copyright © 2017 by Sandra Stockem

Philip Teir, geboren 1980, gilt als einer der wichtigsten Nachwuchsautoren Finnlands. Er hat bereits Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht, und ist Herausgeber von Anthologien. Philip Teir lebt als freier Journalist und Schriftsteller mit seiner Familie in Helsinki.Thorsten Alms, geb. 1966 in Celle, studierte Skandinavistik, Geschichte und Sprachwissenschaft an den Universitäten Bonn und Lund (Schweden). Seit 2003 arbeitet er als freier Literaturübersetzer aus den Sprachen Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Englisch. Er lebt mit seiner Familie in Stolberg bei Aachen.

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