Fantasy

Quendel

Die Quendel sind ein nettes Völkchen. Geruhsam verbringen sie ihr Leben in kleinen Dörfern und netten Häusern, meist mit eigenem Land. Auch Bullrich Schattenbart gehört zu ihnen, auch wenn er etwas eigenbrötlerisch daherkommt. Er erstellt Karten und das ist eine wahre Kunst. Nun aber will er die Teile des Hügellandes aufzeichnen, die bislang nicht erfasst wurden und dazu gehört der Finster, ein dunkler Wald inmitten des Hügellandes um den sich so einige Geschichten der Quendel ranken.

Die Legenden der besonderen Kinder

Nach einem Vorwort (und im weiteren Verlauf mit einigen Kommentaren des ‚Herausgebers‘ Millard Nullings) erwarten den Leser 10 Storys zwischen 6 und 25 Seiten Länge, mit denen der Autor in sein Universum der Besonderen Kinder zurückkehrt … – Trotz des hohen Preises für relativ wenige Seiten ist dies ein wunderprächtiges Bändchen für alle Fans wahrhaft phantasievoller Literatur: Märchen mit toller Atmosphäre und prächtigen Ideen.

Das dunkle Herz

Wie ihr vor zehn Jahren verschwundener Bruder findet sich auch die junge Anna in einer seltsamen Wüstenstadt wieder, die ihre ebenfalls entführten Mitbürger nicht verlassen können. Während sich unterschiedliche Gruppe bekämpfen, versucht Anna herauszufinden, wieso sie entführt wurde, wer dahinter steckt, und ob ihr Bruder ebenfalls hier gelandet ist … – Ein geschickter Erzähler, dessen Stärke nicht nur in der Entwicklung toller und glaubhafter Charaktere liegt, sondern auch in der Ausarbeitung einer spannenden und dabei wunderbar exotischen Atmosphäre, präsentiert eine spannende, intelligente und überaus reizvolle Geschichte.

Kull – Verbannt aus Atlantis

Nur drei Storys veröffentlichte Robert E. Howard (1906-1936) zu seinen Lebzeiten. Dennoch schuf er eine konturenstarke Figur, die er mit einer umfangreichen ‚Biografie‘ ausstattete und in jene mythische Urzeit versetzte, in der auch Conan, der Barbar, ‚lebte‘: Dieser (reich illustrierte) Band sammelt sämtliche Kurzgeschichten, Entwürfe und Fragmente, die aus Howards Feder stammen. Sie werden kundig kommentiert, sind vorzüglich übersetzt und belegen einmal mehr, wie nachhaltig Howard das Fantasy-Genre geprägt hat.

Midnight, Texas

Einen Hellseher verschlägt es in die US-Provinz und dort in ein Städtchen, das u. a. von Hexen und Vampiren bevölkert wird. Lebende und untote Bürger leben in Eintracht, bis Neonazis sie auf der Suche nach einem Waffenschatz zu terrorisieren und zu morden beginnen … – Das setzt erwartungsgemäß eine Spirale auch magisch beflügelter Gewalt in Gang, bis die Strolche auf der Strecke bleiben: Lesefutter der durchschnittlichen Art, das nur in manchen Details Überraschungen bietet sowie vor allem durch Figurenzeichnungen und Atmosphäre fesseln kann.

Alif der Unsichtbare

Hacker Alif gerät mit der restriktiven Staatsmacht aneinander, muss fliehen und kommt in Kontakt mit einem Untergrund, der an die Welt von 1001 Nacht erinnert, jedoch jederzeit in der gewaltreichen Gegenwart präsent ist … – Die farbenprächtige Atmosphäre und glaubhafte Protagonisten fesseln ebenso wie die Verquickung orientalischer Mythen mit der modernen westlichen Welt, zumal der Story eine wichtige politisch-ethische Dimension (Stichwort „Arabischer Frühling“) innewohnt, die der Verfasser facettenreich reflektiert.

Die Kinder der Nacht

14 Storys eines Meisters der klassischen „Pulp“-Phantastik und des Abenteuers; der unerhörte Schwung eines geborenen Geschichtenerzählers trägt über Logiklücken, Flachfiguren oder Inhaltsklischees mühelos hinweg und lässt vor den Leseraugen versunkene Welten und archaische Gräuel quicklebendig werden: Auch Band 5 der Howard-Edition bietet hohen Lektüregenuss!

S is for Space

Eine Novelle und 15 Kurzgeschichten, gesammelt erstmals erschienen 1966; diese Edition gilt als großer Klassiker, da der Verlag Bantam Books in den USA es als Taschenbuch in hoher Auflage herausbrachte. Für den deutschen Leser ist es trotz vieler anderer Veröffentlichungen von Bradburys Storys hierzulande sehr interessant, enthält es doch die ein oder andere bisher in Deutschland unveröffentlichte oder nur in kleiner Auflage veröffentlichte Geschichte.

Doctor Sleep

Beinahe unsterbliche Nicht-mehr-Menschen jagen übernatürlich begabte Männer, Frauen und Kinder, um ihnen ihre Sonderkräfte abzusaugen; nun geraten sie an ein Opfer, das mit einigen Mitstreitern zum Gegenangriff übergeht … – Die von King oft erzählte Geschichte vom Kampf zwischen David und Goliath ist vor allem routiniert; beworben wird sie als Fortsetzung zum King-Klassiker „Shining“, dem sie nicht annähernd das Wasser reichen kann: Lesefutter bis zum nächsten, hoffentlich besser geratenden Werk des Altmeisters.

Magonia

Aza ist 16 Jahre alt und schwer krank. Es fällt ihr schwer zu atmen und eigentlich kennt niemand den genauen Grund dafür. Seit sie sich erinnern kann, befindet sich Aza in ärztlicher Behandlung. Für sie ist das ein Stück Normalität und sie lebt ihr Leben auf der Erde und bestreitet es tagtäglich mit einer großen Portion Sarkasmus. Genau dieser Sarkasmus ist es, der Aza im ersten Teil des Buches zu einer besonderen Persönlichkeit macht. Durch ihn wird Aza zu Aza, ihre Erkrankung scheint da nebensächlicher. Azas bester Freund Jason ist auch irgendwie besonders…