Film & Fernsehen

2020 – Disney Classic Posters Edition 2020 – (Kalender)

Für die einen zählen die Plakate des vorliegenden Kalenders Disney Classic Posters Edition 2020 von Heye sicherlich zur Kategorie „Vintage“; für andere, zu denen sich auch der Rezensent dieser Zeilen bekennt, stellen sie eine Art nostalgischer Zeitreise in die eigene Kindheit und Jugend dar. Wer mit diesen Filmen aufgewachsen ist, wer sich noch an die Faszination erinnert, die all die liebevoll animierten Zeichentrickcharaktere, zarte wie Bambi, Schneewittchen und Dornröschen, lustige und Sidekicks wie Jiminy Grille, Balu, Klopfer oder die ganze Katzenbande aus Aristocats, der (oder natürlich auch die!) gehört genau zur Zielgruppe dieses Kalenders und wird ihn lieben.

2020 – Harry Potter Lesezeichen & Kalender 2020 – (Kalender)

Der Harry Potter Lesezeichen & Kalender 2020 ist, in aller Kürze, klein und fein, mit Starfotos (vermutlich) aus der Zeit des 5. Harry-Potter-Films (Harry Potter und der Orden des Phönix). Die einzelnen Monate sind mit einem tabellarischen, übersichtlichen Kalendarium ausgestattet und die Seiten zum Herauslösen perforiert. Der Druck ist gut und das Papier dick genug, sodass die einzelnen Monate stabile Lesezeichen abgeben und sich nicht zu schnell abgreifen.

Drei Mann im Boot … Ganz zu schweigen vom Hund!

Drei junge Engländer beschließen Ende des 19. Jahrhunderts eine vierzehntägige Bootsfahrt die Themse hinauf. Sie alle haben den angelsächsischen Sinn fürs Abenteuer gepachtet, ihn aber bisher nie unter Beweis stellen müssen, was ihre Kahnpartie in eine endlose Kette peinlicher, urkomischer, mit knochentrockenem Humor geschilderter Zwischenfälle verwandelt … – Klassischer Bestseller des humoristischen Romans, der frisch wie am ersten Tag wirkt. Die Schilderung einer Bootsreise gewinnt zusätzlichen Charme als nostalgischer Rückblick in eine längst versunkene „gute, alte Zeit“.

Star Trek Voyager – Das offizielle Logbuch

Sieben Jahre „Star Trek – Voyager“, präzise bis penibel nacherzählt von Paul Ruditis, dem „offiziellen“ Chronisten dieser vierten ST-Serie. Ausführliche Inhaltsangaben werden begleitet von Beschreibungen der „Voyager“, ihrer Crew, diverser Aliens und fremder Orte, an denen man sich tummelte. Fast völlig fehlen Hintergrundberichte, von Kritik ist an keiner Stelle die Rede. Das Bildmaterial beschränkt sich auf Bildausschnitte aus den TV-Folgen sowie sorgfältig arrangierte Standaufnahmen; es gibt keine Fotos davon, was hinter den Voyager-Kulissen geschah. Es bleibt die ordentlich layoutete und sauber gedruckte, aber von Nebensächlichkeiten wimmelnde Faktensammlung eines besessen anmutenden ST-Fans, die in dieser Ausführlichkeit kaum interessiert und über weite Strecken langweilt.

Die Vögel. Der Filmklassiker von Alfred Hitchcock

Der Versuch, Hitchcocks Mystery-Klassiker zu interpretieren, gerät der Autorin nach gelungener Präsentation der grundlegenden Film-Fakten zum Rohrkrepierer. Krampfhaft versucht Paglia, „Die Vögel“ als Manifest eines Feminismus‘ zu deuten, wie sie ihn definiert. Fakten werden gebogen und notfalls gebrochen, um diesem Zweck zu dienen: ein Sachbuch, wie es nicht sein sollte.

Menschen gegen Monster

Der urzeitliche Weg des Menschen über die noch unbesiedelte Erde war auch ein Kampf gegen die örtliche Tierwelt, welche die Neuankömmlinge nie mit offenen Armen, aber mit weit geöffneten Mäulern begrüßte. Intelligenz ermöglichte unseren Vorfahren, sich ihre Nische zu ertrotzen … – Das Begleitbuch zu einer erfolgreichen BBC-Serie schildert den Stand der Forschung und zeigt die Vorzeit und ihre Bewohner in (digitalen) Bildern: Wissenschaft anschaulich und spannend, wenn auch sehr light, da die Besiedlungsgeschichte des ganzen Planeten verkürzt dargestellt wird und die Autoren übertreiben, indem sie Jahrtausende der Menschheitsgeschichte als permanenten Kampf gegen angebliche Monster dramatisieren: dennoch empfehlenswert.

Bird Box

Mysteriöse Wesen, deren Anblick jeden Menschen in den Tod treibt, haben die Erde besetzt. Nur kleine Menschengruppen überleben, weil sie sich verstecken und ihre Augen bedecken, wenn sie sich ins Freie wagen. Malorie und ihre beiden Kinder müssen ihr Haus verlassen und über einen Fluss eine neue Heimstatt erreichen … – Das Grauen bleibt stets unsichtbar und deshalb besonders erschreckend. Für echte Schreckensmomente sorgt beinahe ausnahmslos der Mensch. Die simple, aber gut entwickelte Idee wird zudem nicht ausgewalzt: spannendes Grusel-Kammerspiel.

Die Mumie

Nachdem ihre verbotene Liebe vor drei Jahrtausenden ein grausames Ende fand, versucht Frevel-Priester Imhotep in der Gegenwart (des Jahres 1932) ‚seine‘ Königin Ankhesenamen zu neuem Leben zu erwecken. Der vorgesehene Körper gehört der jungen Helen, weshalb ein magisches Tauziehen zwischen Imhotep, Helen und ihren Verehrer, dem Archäologen Frank, beginnt … – Sehr spät entstand dieser Roman zum Horrorfilm-Klassiker von 1932 (Titelrolle: Boris Karloff). Recht stimmungsvoll wird primär eine Liebesgeschichte erzählt, deren Horror-Elemente vor allem aus heutiger Sicht dezent wirken.

Früher war alles besser

Einer der im „Star-Trek“-Universum beinahe üblichen Zwischenfälle sorgt für eine Begegnung zwischen Seven of Nine (aus der „Voyager“-Serie) und Captain James T. Kirk von der ‚originalen‘ Enterprise. Der Versuch, den ‚Gast’ zurückzuschicken, ist ebenso schwierig wie gefährlich, zumal Verräter und Finsterlinge Seven bzw. ihr Wissen um die Zukunft für sich beanspruchen … – Ein weiteres „Crossover“ kombiniert beliebte Figuren unterschiedlicher „Star-Trek“-Serien, um sie durch ein simpel gestricktes, aber spannendes SF-Abenteuer zu hetzen, das durch den Rückgriff auf Episoden der klassischen TV-Serie aufgepeppt wird: solide Franchise-Kost.