Frauenroman

Phöenix aus Asche

1937 explodiert das deutsche Luftschiff „Hindenburg“ am Himmel über Lakehurst in den USA. Noch Jahre später versucht einer der Überlebenden zu klären, wieso dies geschah; er entlarvt nicht nur die Urheber, sondern findet seine verschollene Liebe wieder … – Mischung aus Historien-Thriller und Liebesgeschichte, wobei die Verknüpfung nicht immer gelingt; auch aufgrund der persönlichen Verbindung des Verfassers zur „Hindenburg“-Historie – sein Vater steuerte das Luftschiff – entwickelt sich dennoch eine spannende, berührende Geschichte.

Midnight, Texas – Nachtschicht

In Midnight, der etwas anderen, weil von übernatürlichen Bürgern bewohnten texanischen Kleinstadt, sorgt eine Selbstmord-Epidemie für Opfer. Eine junge Hexe wird unfreiwillig in Ereignisse entwickelt, die womöglich den Untergang der Welt zur Folge haben … – Der dritte Band der „Midnight“-Serie ersetzt die bewährte Mischung aus Atmosphäre und skurriler Handlung durch Horror-Action; ein Versuch, der nur bedingt glückt, aber dennoch in eine spannende Story eingebunden ist.

Blumen für sein Grab

In der englischen Provinz treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die kriminalistisch dilettierende Freundin der Gattin des letzten Opfers quartiert sich in deren Landhaus ein, um dort nach Hinweisen fahnden, was ihrem Lebensgefährten, einem leibhaftigen Kriminalpolizisten, gar nicht gefällt, so dass er sich selbst an den Ort des Geschehens begibt. Folgerichtig wird unser Mörder bald nervös und fühlt sich zu neuerlichen Untaten hingerissen … – Siebter Band einer Serie, deren Potenzial faktisch erschöpft ist. Ein hanebüchener Plot will erfolglos unter unzähligen falschen Spuren verborgen werden. Gefühlsduselige Endlos-Diskussionen drehen sich im Kreis. Das Ergebnis: Herzschmerz mit sanften Spannungselementen; Fortsetzung folgt.

Midnight, Texas – Geisterstunde

Wahrsager Manfred und Auftragsmörderin Olivia tun sich zusammen, um den Mord an einer zwar alten, vor allem jedoch reichen Frau zu klären, bevor die Polizei den tatverdächtigen, aber unschuldigen Manfred festnimmt; die tatsächlichen Übeltäter verfolgen dies mit zunehmender Sorge … – Teil 2 der „Midnight-Texas“-Serie bietet eher Krimi-Kost als Mystery, weiß aber mit sachten Seltsamkeiten zu gefallen und bietet insgesamt anspruchslose Unterhaltung.

Das Glück an Regentagen

Nachdem Mae ein schlimmes Erlebnis mit ihrem Verlobten verkraften muss und dieser nach einem Betrug an der Firma mit dem Geld untertaucht, kehrt Mae in ihre Heimat an den St. Lorenz Strom zurück. Hier ist sie nach dem Tod ihrer Eltern bei den Großeltern Lilliy und George aufgewachsen.
Doch auch hier scheint alles anders zu sein. Ihre Großmutter wirkt leicht dement, ihr Großvater ist nicht zuhause. Auch ihre Beziehung scheint gelitten zu haben …

Die Frauen vom Löwenhof – Agnetas Erbe

Agneta hat sich von ihrer Familie auf Gut Löwenhof losgelöst und studiert Kunst und Malerei in Stockholm. Sie führt ein in dieser Zeit modernes selbständiges Leben, hat ihren Freund Michael an ihrer Seite und setzt sich für die Frauenrechte ein. Eines Tages erreicht sie ein Telegramm ihrer Mutter, dass ihr Vater bei einem Unglück ums Leben gekommen ist. Überstürzt reist sie nach Hause und kurze Zeit später verstirbt ebenso ihr Bruder an den Verletzungen vom Feuer, das einen großen Stall niedergebrannt hat. Plötzlich ist sie nun in der Erbfolge die neue Gutsherrin vom Löwenhof. Doch ist es das wert, diese Bürde aufzunehmen?

Der Fluch des Hauses Foskett

Im London des Jahres 1882 soll Privatermittler Grice die finanziell miteinander verbandelten Mitglieder eines Vereins voreinander beschützen. Trotzdem kommen sie rasch nacheinander sowie grässlich zu Tode, was seinem Ruf arg abträglich ist … – Auch im zweiten Band der „Gower-Street-Detective“-Serie versucht Autor Kasasian nicht zu verbergen, dass es sich hier um einen weiteren Historienkrimi im Sherlock-Holmes-Stil handelt; Dr. Watson ist hier eine (selbstbewusste) Frau, das viktorianische London ein Pfuhl alltäglicher Ungerechtigkeit, und Splatter-Effekte sind keineswegs verpönt: ordentliches Lesefutter.

Das Unheil in Person

Als in einer englischen Kleinstadt ein Skelett entdeckt wird, rührt die Polizei eine sorgfältig vertuschte aber nie überwundene Tragödie auf, die nun ihre gnadenlose Fortsetzung findet … – Der dritte Fall für Chief Inspector Quantrill bietet makelloses englisches Krimi-Handwerk. Die meisterlich dargestellte Dorf-Idylle, die gleichzeitig Gefängnis ist, ist die Ideal-Kulisse für eine ebenso schauerliche wie traurige Geschichte, die von der Verfasserin nichtsdestotrotz humorvoll präsentiert und gebührend überraschend aufgelöst wird: ein zeitloses Lektüre-Vergnügen.

Das Finkenmädchen

Birdy ist in einer gefängnisähnlichen Einrichtung untergebracht, nachdem sie ihrer Mutter gegenüber gewalttätig geworden ist. Sie selbst ist ebenfalls Mutter und ihre Tochter darf regelmäßig zu Besuch kommen. Birdy ist geistig nicht so fit wie andere Menschen, aber sie wirkt sympathisch. Allerdings schwelt in ihr eine Wut gegen Rose. Rose soll ihren eigenen Mann, einen prominenten Fernsehstar, getötet haben. Dafür kommt Rose nun ebenfalls in Haft und zwar in die gleiche Einrichtung, in der auch Birdy lebt.

Das Haus ohne Männer

In der Casa Celestina leben sie: Fünf Frauen, die der Liebe und vor allen Dingen den Männern abgeschworen haben. Bis auf einen Kater darf das Haus kein männliches Wesen betreten und so soll es auch bleiben. Diese und noch weitere Regeln hat die Hausherrin, die Königin, aufgestellt. Sie selbst bewegt sich schon seit langem nicht mehr aus dem Haus. Ihr Körper will nicht mehr. Früher einmal war sie eine Primaballerina. Auch wenn sie daran gerne zurückdenkt, so ist doch heute alles anders.