Phantastik

Brennende Himmel

Als Wissenschaftler entdecken, dass die Sonne zur Nova entarten wird, bricht weltweit Panik aus. Ein junger Wissenschaftler meint eine Möglichkeit gefunden zu haben, die Apokalypse zu stoppen, doch die misstrauische Regierung, ein feiger Industriemagnat, eine schnippische Geschäftsfrau und aufgehetzter Pöbel drohen die Rettung zu verhindern … – Wie in einem zeitgenössischen B-Movie rollt eine ebenso aktionsreiche und dramatische wie absurde, mit Klischee-Figuren besetzte und gerade deshalb unterhaltsame Schauermär ab: Trivial-Science-Fiction mit beachtlichem Technobabbel-Faktor.

War of Gods – Krieger des Nordens

Hadding, vertriebener Kronprinz von Dänemark, wächst zu einem gewaltigen Krieger heran, erobert sein Erbe zurück und führt manche Schlacht gegen machtgierige Feinde, wobei die Götter ihm zur Seite stehen oder ihm schaden; eine seltsame Beziehung, die Hadding erst nach seinem Tod aufklären kann … – Autor Anderson nutzt eine vorzeitliche dänische Legende und erzählt sie neu, wobei er den altertümlichen Sprachduktus behutsam übernimmt, inhaltliche Lücken füllt und sich erfolgreich bemüht, den grimmigen, die Macht des Schicksals beschwörenden Stil der Vorlage in einen spannenden Roman zu übertragen.

Strahlen aus dem Wasser

Nicht Abenteuer im Weltall oder auf fernen Planeten oder der Kampf gegen glotzäugige Invasoren, sondern die Versorgung einer zukünftigen Menschheit mit Wasser, Nahrung und Post stehen im Mittelpunkt dieser ungewöhnlichen SF-Kurzgeschichten. Zur einfallsreichen, heute reizvoll veralteten Darstellung entsprechender ‚Supertechnik‘ kommen ‚gefährliche‘ Zwischenfälle, die für Spannung sorgen: kuriose Blicke in eine Zukunft, die gegenwärtige Alltagsprobleme durchaus andeutet.

Früher war alles besser

Einer der im „Star-Trek“-Universum beinahe üblichen Zwischenfälle sorgt für eine Begegnung zwischen Seven of Nine (aus der „Voyager“-Serie) und Captain James T. Kirk von der ‚originalen‘ Enterprise. Der Versuch, den ‚Gast’ zurückzuschicken, ist ebenso schwierig wie gefährlich, zumal Verräter und Finsterlinge Seven bzw. ihr Wissen um die Zukunft für sich beanspruchen … – Ein weiteres „Crossover“ kombiniert beliebte Figuren unterschiedlicher „Star-Trek“-Serien, um sie durch ein simpel gestricktes, aber spannendes SF-Abenteuer zu hetzen, das durch den Rückgriff auf Episoden der klassischen TV-Serie aufgepeppt wird: solide Franchise-Kost.

Tod vom 5. Planeten

Eine Weltraum-Expedition bringt keine neuen Erkenntnisse, sondern eine unbekannte Seuche zurück zur Erde. Während Mediziner fieberhaft, aber lange vergeblich nach einem Heilmittel suchen, beginnen sich nicht nur Tod und Angst, sondern auch Panik und Aufruhr in der Bevölkerung zu verbreiten … – Der Katastrophen-Thriller mischt sich mit der Science Fiction; quasi dokumentarisch schildert Autor Harrison eine globale Katastrophe, die durch eine kleine Gruppe tapferer Fachleute (und Soldaten) in letzter Sekunde abgewendet werden kann.

Das Marsrätsel

Auf der irdischen Marskolonie gehen unsichtbare Eindringlinge um. Wider Erwarten sind es nicht die vor Äonen verschwundenen Marsianer, sondern Flüchtlinge aus einem fremden Sonnensystem, die sich in zwei einander spinnefeindliche Lager gespalten haben … – Science-Fiction-Abenteuer „für die Jugend“, d. h. nicht ‚nur‘ spannend, sondern auch ‚lehrreich‘ zumindest aus zeitgenössischer Sicht; heute gerade noch nostalgisch, weil ein so nie existierender Mars einfallsreich beschrieben wird, was die naiv-simple Handlung und Figurenzeichnung halbwegs ausgleicht.

Eine Leiche zum Advent

Seit jeher werden zur Weihnachtszeit spannende und gruselige Geschichten erzählt bzw. heutzutage lieber gelesen. Herausgeber Otto Penzler präsentiert 49 Storys aus anderthalb Jahrhunderten. Einiges ist hoffnungslos veraltet, vieles sorgt noch heute für Vergnügen, und manches ist zeitlos genial. „Eine Leiche zum Advent“ bietet für jeden Leser Krimi- und Gruselspaß, der keineswegs auf die Weihnachtszeit beschränkt bleiben muss: eine vorzügliche, zudem fest gebundene und dennoch kostengünstige Sammlung.

Die phantastische Reise

Um einen ins Koma gefallenen Wissenschaftler zu retten, wird ein Ärzteteam auf Mikrobengröße verkleinert und macht sich im Mini-U-Boot durch die Adern auf den gefährlichen Weg ins Gehirn … – Das Buch zum Kinoklassiker erzählt die spannende Handlung nicht einfach nach, sondern ergänzt sie durch Hintergrundinformationen, liefert ausführliche Charakterisierungen der Figuren und unternimmt sogar den (rührend gescheiterten) Versuch, die krude Story wenigstens ansatzweise plausibel wirken zu lassen: keine simple Beigabe zum Film, sondern ein eigenständiger, sehr lesbarer Science-Fiction-Roman.

Wir sind Götter

Der in unzählige Kopien ‚zersplitterte‘ Bob wird zum Fährmann einer Raumschiffflotte, die den kläglichen Rest der Menschheit ins All retten soll. Während dieser Reise stößt man auf eine aggressive Alien-Rasse, muss sich verteidigen und auch sonst mit vielen Schwierigkeiten fertigwerden … – Die Fortsetzung von „Wir sind viele“ setzt die ‚Bob-Chronik‘ abenteuerlich und handlungsreich fort, ohne allerdings eine innovative Handlung bieten zu können. Klischees tarnt der Autor gern als popkulturelle Anspielung, liefert aber erneut unterhaltsames Lesefutter.