Science Fiction

Exodus 2727 – Die letzte Arche

An Bord eines Raumschiffs, das viele Jahre unterwegs sein wird, erwacht die aktuelle Crew und stellt fest, dass die schiffsführende KI sie belügt. Lebensgefährliches geht vor, und die Auflösung des Rätsels ist keineswegs der Schlüssel zur Rettung … – SF-Abenteuer mit Krimi-Einschlag. Die Handlung ist nicht neu, wird aber unterhaltsam entwickelt, was für solides Lesefutter sorgt.

Rejoice – Die letzte Entscheidung

Außerirdische Intelligenzen schicken eine Künstliche Intelligenz ins Sonnensystem, um die zerstrittene Menschheit vor der Selbstvernichtung zu bewahren. Die Kommunikation gestaltet sich schwierig, weshalb die Mission zu scheitern droht … – Autor Erikson dreht an einem großen Rad, ohne es wirklich in Bewegung setzen zu können. Der Plot wirkt schematisch, die Umsetzung weist logische Brüche auf – ein naives SF-Spektakel.

Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv

Mit einem Team wagemutiger Historiker reist Madeleine Maxwell in die Vergangenheit. Die Missionen sind gefährlich und scheitern oft an Kleinigkeiten, zumal Ms. Maxwell weder geduldig noch übermäßig geschickt agiert … Auftakt einer bereits mehr als zehn Bände umfassenden SF-Serie, deren Autorin spannende und humorvolle (aber nicht hintergründige) Zeitreise-Garne spinnt: Leicht-Lektüre.

Der Stern von Granada

Ein Komet sorgt im 14. Jh. dafür, dass der Zeitstrom sich einen neuen Weg bahnt. In Spanien kann sich ein fortschrittliches und tolerantes muslimisches Reich gegen die kriegerischen christlichen Nachbarn behaupten. Es wird zum Zentrum einer Entwicklung, die gravierende Fehler der realen Historie vermeidet … – Sorgfältig recherchierte Mischung als Alternativwelt- und Historienroman, dessen Verfasser mit großem Geschick eine „Was-wenn?-Handlung abseits der üblichen Genreklischees erzählt.

The Colony – Ein neuer Anfang

Die letzten Menschen der zerstörten Erde siedeln sich auf einem fremden Planeten an. Verschwörer hintertreiben die Verständigung mit den intelligenten Einheimischen … – Die Frage nach dem Motiv sorgt für (kriminalromanähnliche) Spannung. Eingebettet in anschaulich beschriebene außerirdische Landschaften, weiß die Handlung (= Mittelteil einer Trilogie) zusätzlich durch gut gezeichnete Figuren zu gefallen.

Die siebte Geissel

1348 erforscht ein spanischer Arzt die Pest und gerät dabei ins Visier der stets misstrauischen Inquisition. Sechseinhalb Jahrhunderte später stößt eine Forscherin auf seine Präparate und entfesselt ahnungslos eine neue, dieses Mal globale Pestwelle … – Interessante, gut recherchierte Mischung aus Historienroman und Wissenschaftsthriller, die aber unter Klischees leidet und sich in einer „Against-All-Odds“-Lovestory vertändelt, ohne deshalb jedoch zu Boden zu gehen.

Alle diese Welten

Im Abschlussband der „Bobieversum“-Trilogie kämpfen der ‚Ur-Bob‘ und seine ‚Klone‘ erneut galaxisweit gegen hungrige Aliens, die sich die ohnehin stark reduzierte Menschheit in ihre Speisekammern hängen will. Zwar wird die Handlung zu ihrem Ende gebracht, wobei Schwung und Ideenreichtum weitgehend aufgebraucht wirken: vor allem für Leser der Auftaktbände unterhaltsam, aber insgesamt aufgrund allzu vieler versäumter Chancen auch enttäuschend.