Science Fiction

Die Letzte macht das Licht aus

Dies ist ein umwerfendes Buch, beängstigend, erschreckend, fulminant erzählt und nichts für schwache Nerven, ein krasser ‚Runterzieher‘, aber eine wunderprächtige Lektüre. Wer sich nicht vor deprimierenden Eindrücken fürchtet, sei „Die Letzte macht das Licht aus“ ans Herz gelegt. Möglicherweise ein Meisterwerk, vergleichbar zum Beispiel mit Emily St. John Mandels grandiosem Roman „Das Licht der letzten Tage“, weil ähnlich bitter-süß und melancholisch.

Doktor Maxwells skurriles Zeitexperiment

Zum dritten Mal reisen Dr. Maxwell und ihre unzurechnungsfähigen Kollegen nicht durch die Zeit, sondern treiben Schabernack mit der komplexen Technik, wobei sie in der Vergangenheit meist feststellen, dass die offizielle Geschichtsschreibung sich pompös irrt. Dies führt zu einer sketchähnlichen Abfolge ‚komischer‘ Ereignisse, die der erfolgreichen Serie von der Autorin routiniert angeflanscht werden.

The Last Day

Dieser moderne „Post-Doomsday“-Roman lässt Großbritannien die Apokalypse überstehen. Eine Diktatur etabliert sich, um die Verlierer aus dem Ausland fernzuhalten, während Menschenrechte verteidigende ‚Rebellen‘ gegen das System kämpfen und dabei auf ein elementares Geheimnis stoßen … – Vor allem abenteuerlich, aber flach und schwach in der Präsentation dieser veränderten Erde und ihrer Bewohner produziert der Debüt-Autor unterhaltsames Lesefutter, dessen Film- bzw. TV-Rechte bereits verkauft werden konnten.