Das Vermächtnis der besonderen Kinder

Ransom Riggs
Das Vermächtnis der besonderen Kinder

Originaltitel: The Conference of the Birds (2020).
Deutsche Erstausgabe: November 2020 (Droemersche Verlagsanstalt/Knaur Hardcover)
Übersetzung: Silvia Kinkel.
Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, München.
Coverabbildung: © 2018 von Chad Michael Studio.
379 Seiten
ISBN 978-3-426-22658-2

von Gunther Barnewald


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Nachdem Ransom Riggs die Trilogie um die „Besonderen Kinder“ mit „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erst einmal beendet hatte, kehrte er mit Kurzgeschichten („Die Legenden der besonderen Kinder“) in dieses Universum zurück.

2018 erschien der vierte Band der Serie, der die Handlung mit neuem Ausgangspunkt fortsetzte, nachdem die größten Gefahren gebannt waren. Im vorliegenden Band 5 kehrt der Autor aber zu seinen Wurzeln zurück.

Erneut sind es böse Wights, die im Verbund mit ihren Gehilfen, den Hollows, versuchen, ihren ehemaligen Anführer Caul aus der ‚eingestürzten‘ Zeitschleife zu befreien und damit das Leben der Besonderen Kinder bedrohen.

Angeblich soll dies unmöglich sein, aber die Entführung von Fiona und andere Übergriffe einer Wight-Gangsterbande unter Führung des gewieften P. Murnau zeigen, dass vielleicht doch eine Möglichkeit besteht.

Noch haben die Bösewichte nicht alle Zutaten für ihre Befreiungsoperation beieinander. Werden Jacob Portmann und seine Freunde, diesmal assistiert von der neu gefundenen Besonderen Noor Pradesh, verhindern können, dass die Wights ihre Beschwörung realisieren können? Das Schicksal der Welt scheint in diesem Kampf bestimmt zu werden, so sagt es zumindest eine alte Prophezeiung …

Dem Autor gelingt ein von Anfang an spannender Ritt, der durch viel Action und die wunderbare Patina alter Zeiten (hier wieder in Form toller uralter Photographien, die deutlich sorgfältiger ausgewählt wurden als im letzten Buch) besticht. Etwas mehr historische Details hätten allerdings nicht geschadet!

Durch die relative Kürze der Geschichte (nur etwa 350 Seiten netto), gelingt Riggs ein durchgängiger Spannungsbogen, sodass der Leser die Handlung bei Bedarf in einem Zug einsaugen kann.

Zwar muss mal wieder die Welt gerettet werden und auch sonst gibt es wieder viele Gut/Böse-Klischees, aber diesmal vermeidet der Autor den Fehler des Vorgängers und macht seine Protagonisten wieder fehlbar, manchmal schwach, angreifbar und nicht allwissend.

Wunderbar auch die großartige Anspielung auf L. Frank Baums berühmte Serie um den Zauberer von Oz gegen Ende der Geschichte (wer kennt sie nicht, die Häuser, die fast auf einen fallen im Sturmbrausen!), welches dann tatsächlich so geraten ist, dass man sich auf den finalen Endkampf (hoffentlich nicht in zu vielen Bänden!) freut.

Ransom Riggs ist wieder ein rundum unterhaltsames und den Leser verzauberndes Buch gelungen, bei dem man tatsächlich dankbar ist, dass es noch mindestens eine Fortsetzung geben wird.

Copyright © 2020 by Gunther Barnewald

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