Leon und die Geisel

Eva Maaser
Leon und die Geisel

Leon 2
Egmont Franz Schneider Verlag, München/Köln, 1/2008
HC im Taschenbuchformat, Kinder-/Jugendbuch, Krimi, Adventure, Geschichte, 978-3-505-12386-3, 221/895
Titelgestaltung von zeichenpool, Milena Djuranovic

www.schneiderbuch.de

Der 13-jährige Leon lebt in der Hansestadt Stralsund als Schüler und Knecht im Katharinenkloster, nachdem seine Eltern gestorben sind und sein Großvater Jaromir, Wirt in der übelsten Kneipe der Stadt, die Vormundschaft ablehnte. Er ist befreundet mit Anna, der Tochter des Vogtes, auch wenn eine solche Beziehung zwischen einer Patrizierin und einem einfachen Jungen sich in der Gesellschaft des Jahres 1334 überhaupt nicht schickt. Doch als Annas Bruder Hayno entführt wird, ist Leon der Erste, der ihr bei der Suche hilft. Zusammen mit den Mönchen Gernod und Willibrod finden sie heraus, dass Hayno aufgrund von verworrenen Handelsstreitigkeiten entführt und über das Meer nach Schonen gebracht wurde. Und so bleibt ihnen nichts anderes, als die Reise mit dem Schiff anzutreten, um den Jungen wieder zu finden.

Die „Leon“-Romane sind Kriminalgeschichten mit historischem Ambiente für Kinder und Jugendliche und bieten mit dem draufgängerischen Leon, seiner klugen und beherzten Freundin Anna und den älteren Mönchen als Gegenpol eine gute Kombination an Hauptfiguren, die im mittelalterlichen Stralsund agieren. Dieser zweite Band nimmt dabei immer wieder Bezug auf Geschehnisse aus dem ersten Buch „Leon und der falsche Abt“, kann aber auch ohne Probleme einzeln gelesen werden.

Anders als bei seinem Vorgänger gelingt es der Autorin diesmal aber nur schwer, mit der Geschichte in Schwung zu kommen. Die Geschehnisse um die Entführung des Jungen und die Nachforschungen entwickeln sich schleppend, verirren sich in Szenen, die nicht immer so langatmig hätten sein sollen, um der Erzählung gerecht zu werden.
Erst im letzten Drittel des Romans – und somit etwas spät – gewinnt die Geschichte an Bewegung. Eva Maaser benutzt gerne das Hilfsmittel des Zufalls, um ihren Protagonisten aus Gefahren und zu Erkenntnissen zu helfen – ein wenig zu häufig, was der Geschichte etwas Konstruiertes gibt und einen leicht schalen Nachgeschmack hinterlässt, der das sich schnell entwickelnde Finale und Happy End überschattet.

Insgesamt ist der Stil des Buches gekonnt, unterhaltsam und gut zu lesen und damit sehr geeignet für ein junges Publikum. Geschichtswissen über das Mittelalter wird nebenbei vermittelt, in diesem Band weniger über das Alltagsleben, mehr über die Handelsbeziehungen, die Stralsund zu einer der reichsten Städte Deutschlands gemacht hatten. Der Roman schafft den Spagat zwischen einem historischen Ambiente und moderner Erzählweise. Ein etwas schnelleres Tempo und weniger Zufälligkeiten hätten der Geschichte sicher gut getan, doch auch so ist „Leon und die Geisel“ ein nettes Buch für junge Leser. (BvdB)

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Leon 02 und die Geisel

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