Mortal Engines – Jagd durchs Eis

Philip Reeve
Mortal Engines – Jagd durchs Eis
(Mortal-Engines-Serie, Bd. 2)

Originaltitel: Predator’s Gold (2003)
Deutsche Erstausgabe: November 2018 (Fischer Verlag/Tor-TB 70213)
Übersetzung: Nadine Püschel und Gesine Schröder
Umschlaggestaltung: Guter Punkt, München, unter Verwendung eines Motivs von Ian McQue
361 Seiten
ISBN 978-3-596-70213-8

von Gunther Barnewald

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Hester und Tom haben sich dank des von der verstorbenen Anna Fang übernommenen Luftschiffs „Jenny Haniver“ unter die Händler gemischt. Doch leider sind Annas Nachfolger im sogenannten Grünen Sturm damit gar nicht einverstanden, zumal sie die beiden verdächtigen, an Annas Tod beteiligt oder sogar schuld gewesen zu sein.

Kaum haben die beiden Jugendlichen einen sehr dubiosen Abenteurer und Forschungsreisenden namens Professor Nimrod B. Pennyroyal an Bord genommen, werden sie von drei Luftschiffen attackiert. Zwar kann Tom den Angriff abwehren, aber die „Jenny Haniver“ treibt danach antriebslos auf das große Eis Richtung Nordamerika, wo angeblich jede Zivilisation und auch die Natur einst im Sechzig-Minuten-Krieg zerstört worden sind.

Zum Glück finden die drei Treibenden die friedliche Wander-Stadt Anchorage, die jedoch ebenfalls verfolgt wird und auf der Flucht ins ferne Nordamerika ist, da es dort angeblich doch noch fruchtbare Natur geben soll. Viele halten dies aber für ein Hirngespinst!

Dann kommt es zu einer ganzen Kette unerwarteter Ereignisse, die Hester die Seiten wechseln lassen und die außerdem dazu führen, dass sie und Tom von mehreren Parteien gejagt und mit dem Tode bedroht werden, während man in Anchorage ebenfalls ums Überleben kämpft …

Nach dem Motto „Viel Feind viel Ehr‘“ fährt Autor Philip Reeve im zweiten Band verschiedene Bedrohungen auf, was dazu führt, dass sich die Handlung gleich mehrfach überschlägt. Gab es im ersten Band noch einen durchgängigen, äußerst packenden Spannungsbogen, so dominieren in diesem viele kleine. Dies sorgt zwar immer noch für Spannung und packt den Leser fest am Schlafittchen, führt aber zu einem deutlich unruhigeren Lesefluss, was den zweiten Band minimal schlechter dastehen lässt als den ersten, zumal der Autor sich diesmal wenig Zeit für allgemeine Beschreibungen (Landschaft, Wetter etc.) nimmt.

Insgesamt gelingt Philip Reeve aber erneut ein fulminantes Abenteuer mit tollen Ideen und der ein oder anderen Anspielung auf popkulturelle Elemente der Gegenwart. Wer sich für die schillernden Einfälle des Autors, die toll gezeichneten Charaktere und die packende Handlung des ersten Bandes begeistern konnte, wird sich auch vom zweiten Band einsaugen lassen und ihn verschlingen, auch wenn er etwas atemloser daherkommt als der Vorgänger. Wer spannende Abenteuer mag, ist hier sowieso richtig!

Zwei weitere Bände dieser wunderbaren Serie sind vom Verlag für das Frühjahr 2019 angekündigt.

Copyright © 2018 by Gunther Barnewald

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