Rowan – Tochter des Robin Hood

Nancy Springer
Rowan – Tochter des Robin Hood
Rowan 1

Rowan Hood – Outlaw Girl of Sherwood Forest, USA, 2001
Carlsen Verlag, Hamburg, dt. Ertausgabe: 8/2006
TB mit Klappbroschur
Kinder-/Jugendbuch, Fantasy, Adventure, Geschichte
ISBN 9783551354792
Aus dem Amerikanischen von Anja Malich
Titelgestaltung von Kerstin Schürmann, formlabor unter Verwendung eines Motivs von Klaus Steffens
www.carlsen.de
www.nancyspringer.net/

Nach dem gewaltsamen Tod der Mutter, einer Waldfrau, verkleidet sich die junge Rosemary als Junge, nennt sich fortan Rowan und begibt sich im Sherwood Forrest auf die Suche nach ihrem Vater: Robin Hood. Unterwegs schließen sich ihr der Wolfshund Tykell, der sanfte Riese Lionel und die Prinzessin Ettarde an. Es gelingt ihnen tatsächlich, ins Versteck der Geächteten zu gelangen, aber dort erwartet Rowan eine große Enttäuschung:

Robin weiß nicht, dass er eine Tochter hat, und er möchte auch keine Kinder aufnehmen sondern nur Flüchtlinge, die eine Kunst vorweisen können, in der sie die Besten sind. Aber dann gerät Robin in Gefangenschaft und soll hingerichtet werden. Rowan und ihre Freunde schleichen sich in Nottingham ein, um ihren Vater zu retten. Doch Guy of Gisborn erkennt sie wieder…

Der nicht als historische Figur belegte Robin Hood aus einem englischen Balladenzyklus inspirierte Autoren und Produzenten zu zahlreichen Büchern und Filmen (besonders bekannt sind „Robin Hood – König der Vagabunden“ mit Errol Flynn und Olivia de Havilland sowie „Robin & Marian“ mit Sean Connery und Audrey Hepburn), die mehr oder minder frei, mit und ohne phantastische Elemente die Geschichte des zum Volkshelden stilisierten Geächteten nacherzählen, ausschmücken oder durch neue Erzählungen – auch um seine Nachkommen – ergänzen.

Nancy Springer erfand für ihnen fünfbändigen „Rowan“-Zyklus eine Tochter, Rosemary, die sich als Junge unter dem Namen Rowan durchschlägt. Dass Robin von ihr nichts ahnt, wird damit erklärt, dass er eine Liaison mit einer Waldfrau hatte, die ihm nur im Traum erschien. Es finden sich aber noch weitere Fantasy-Elemente, dank derer es die eine oder andere überraschende Wende in der ansonsten geradlinig und kindgerecht erzählten Geschichte gibt.

Die Figuren bleiben relativ blass. Nur die Titelheldin wird ein wenig ausführlicher geschildert und bietet sich zur Identifikation an. Alle anderen erfüllen ihre Rollen als supportive characters. Auch der Auftritt von Robin Hood ist wenig spektakulär; man hat hier mehr erwartet, doch dann wäre Rowan zur Nebenfigur degradiert worden, die bloß noch ihnen Vater bewundert, statt ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Der Band ist schnell gelesen und bietet Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren spannende Unterhaltung. (IS)

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