Tales from the Loop

Simon Stålenhag
Tales from the Loop

Originaltitel: Ur Varselklotet (Stockholm : Fria Ligan 2014)
Deutsche Erstausgabe [geb.]: Februar 2020 (Tor/Fischer Verlag)
Übersetzung: Stefan Pluschkat
Cover: Guter Punkt, München, unter Verwendung von Illustrationen von Simon Stålenhag
128 Seiten
ISBN 978-3-596-70483-5

von Gunther Barnewald


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Nach „The Electric State“ erscheint hier ein zweiter Bildband des schwedischen Illustrators und Autors Simon Ståhlenhag. Erneut als „illustrierter Roman“ beworben und auf dem von ihm kreierten Tabletop-Rollenspiel, dürften alle Leser phantastischer Literatur von den dieses Mal sehr kargen, episodenartigen Texten enttäuscht sein: Insgesamt bringen sie es höchstens auf die Länge einer Kurzgeschichte.
Leider erzählen sie nicht einmal eine ‚richtige‘ Geschichte, sondern geben nur flüchtige Eindrücke einer Kindheit in einer Alternativwelt wider, in der ein sowjetischer Forscher während des Zweiten Weltkriegs Magnetschwebefahrzeuge erfand, gewaltige Teilchenbeschleuniger aus Versehen Saurier in die Gegenwart versetzen und überhaupt Maschinen gebaut werden, die an die Star-Wars-Filme erinnern.

Aus diesem Mikrokosmos alternativer Unmöglichkeiten erzählt ein junger Mann von seiner Kindheit nahe einer in Schweden künstlich aufgeschütteten Insel. Leider ergibt dies weder einen Spannungsbogen noch eine kongruente Handlung.

Eine absolute Wucht sind dagegen wieder die tollen Illustrationen des Autors und Malers. Wer schon vom Vorgängerband begeistert war, der kann abermals in wunderbaren, verrückten Bildern schwelgen, die sicherlich den hohen Anschaffungspreis wert sind.

Schade nur, dass für den Leser (fast) nichts abfällt und einzig und allein die Anhänger von Stålenhags Gemälden voll auf ihre Kosten kommen. Wer dies vorher weiß, ist dann vielleicht weniger enttäuscht!

Copyright © 2020 by Gunther Barnewald

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The Electric State

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