Liebe braucht keine Worte 1

Nase Yamato
Liebe braucht keine Worte 1

(sfbentry)
Mukuchi na Koi no Tsutaekata Vol. 1, Japan, 2008
Panini Comics, Stuttgart, 03/2012
TB, Planet Manga, Boys Love, Romance, Drama
ISBN 978-3-86201-251-0
Aus dem Japanischen von Alexandra Klapper
2 Farbseiten

www.paninicomics.de
www.nasechin.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Nase Yamada wurde an einem 16. August in Tokyo, Japan geboren. Sie gründete den Doujinshi Circle Shounen Bunka, mit dem sie ihre eigenen Ideen realisiert und ihre professionellen Publikationen um Kapitel erweitert, die nicht in den Serien-Kanon passen (auch z. B. You Higuri zeichnet Doujinshi zu ihren Reihen). Seit 1997 ist die Mangaka aktiv und hat seither eine Vielzahl Titel geschaffen, die fast ausschließlich ins Boys Love-Grenre fallen. Ihr ansprechender, realistischer Stil, der sich mit dem von Uki Ogasawara, Ayano Yamane oder Hirotaka Kisaragi vergleichen lässt, in Verbindung mit realistischen Geschichten für das reifere Publikum verhalfen ihr zu zahlreichen Fans. In Deutschland kennt man sie durch Titel wie „Ein Lehrer zum Verlieben“, „Pet on Duty“, „Lip Flip“, „Cigarette Kisses“ u. a.

Als junger Mann musste Hatakeyama ein Restaurant übernehmen. Der einzige Lichtblick in diesem Job, den er nicht hatte haben wollen, ist der Lehrling Yamasaki, damals noch ein Schüler. Da Hatakeyama seine Gefühle für den hübschen Jungen nicht unterdrücken konnte, dieser jedoch alle Avancen zurückwies, ließ er ihn in ein anderes Lokal wechseln. Trotzdem sehen sich beide regelmäßig, meist während eines Essens, zu dem Hatakeyama Yamasaki einlädt, um mit ihm Spezialitäten zu probieren. Weiterhin bemüht sich der etwas ältere Mann, seine tiefen Gefühle auszudrücken, wird jedoch missverstanden und weiterhin auf Distanz gehalten. Yamasaki glaubt, dass Hatakeyama ihn nur wegen seines androgynen Aussehens mag und in ihm die Frau sucht. Der junge Koch geht ganz in seinem Beruf auf und träumt davon, eines Tages das Geschäft seines Vaters, der überraschend verstarb, woraufhin das Restaurant hatte verkauft werden müssen, zu übernehmen. Als ihn neuerliche Schicksalsschläge treffen, erweist sich Hatakeyama als zuverlässiger Freund.

An sich ist das Thema nicht neu: Ein attraktiver Mann umwirbt einen anderen und wird konsequent zurückgewiesen. Zwar versucht er, dem anderen seinen Freiraum zu lassen, aber die tiefen Gefühle ziehen ihn immer wieder zu dem geliebten Menschen. Dieser ist nicht nur mit sich selbst mehr als genug beschäftigt, er fühlt sich außerdem bedrängt und verunsichert, lässt aber seinerseits den Kontakt nicht abreißen, wodurch sein Verehrer wieder Hoffnung schöpft. Als Genre-Fan liest man das dennoch ganz gern, denn Nase Yamato siedelt die Handlung im Angestellten-Milieu an, die Sorgen der Protagonisten sind ihrem Alter angepasst und können von Leserinnen ab 15 Jahre leicht nachvollzogen werden, die Charaktere sind attraktiv, sympathisch und kompliziert, so dass sich daraus unerwartete Entwicklungen konstruieren lassen – und vor allem ist „Liebe braucht keine Worte“ sehr schön gezeichnet. Darüber vermisst man auch nicht die expliziten Szenen, die vielleicht im zweiten und letzten Band das Sahnehäubchen liefern. Darüber hinaus existiert noch eine Side-Story mit dem Titel „Dekiru Otoko no Sodatekata“, die hoffentlich ebenfalls den Weg nach Deutschland finden wird.

Die reiferen Genre-Fans, die nach Serien suchen, die nicht den überstrapazierten Schul-Alltag als Hintergrund bemühen und Mangas wie „Finder“, „Brother x Brother“ oder „Kimono Boys“ mögen, sollten auch bei diesem Titel zugreifen.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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