Mein Manga-Work-Book – Das praktische Skizzenbuch zum Figurenzeichnen

Christopher Hart
Mein Manga-Work-Book – Das praktische Skizzenbuch zum Figurenzeichnen

The Manga Artist’s Workbook
Edition Michael Fischer
ISBN: 978-3-86355-253-4
Malen & Zeichnen, Manga
1. Auflage 2014
Aus dem Englischen von Katharina Eichler
ca. 160 S. – 18,0 x 15,0 cm
Spiralbindung

www.edition-m-fischer.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Der Autor

Christopher Harts Bücher zum Zeichnen lernen wurden bereits über 3,5 Millionen mal verkauft – Tendenz steigend. Seine Titel wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und umfassen sowohl populäre Manga-Themen als auch klassische Zeichentechniken. Darüber hinaus hat er Drehbücher für mehrere Hollywood-Studios verfasst und war Stammkarikaturist beim MAD-Magazin. www.chrishartbooks.com
(Quelle: Edition Michael Fischer)

Das Buch

Die Menge der Mangas, die zurzeit die Regale füllt, ist fast nicht mehr zu überblicken – und es werden immer mehr, ebenso wie die Zahl ihrer meist jugendlichen Fans. Verständlich, dass sich der oder die eine oder andere selbst an der Herstellung dieser Art japanischer Bildergeschichten versuchen will. Daher stehen auch Fans und Hobbyzeichnern eine ganze Reihe von Manga-Zeichenbüchern zur Verfügung, die sowohl die Grundlagen, die Entwicklung von Charakteren als auch den Aufbau ganzer Geschichten und teilweise sogar Marketingfragen zum Thema haben. “Mein Manga Workbook” beschränkt sich im Wesentlichen auf die Grundlagen, auch wenn der letzte Abschnitt “Figuren erschaffen” einen kleinen Ausblick auf das Kreieren eigener Charaktere gibt.

Im Vordergrund steht zunächst das Zeichnen des Kopfes, wobei sich Teenie-Mädchen und Jungen leicht in ihrer Form unterscheiden. Danach wird auf das wohl herausragende und wichtigste Merkmal von Manga-Figuren eingegangen: auf die Augen. Christopher Hart konzentriert sich hier auf den Shojo-Stil, bei dem die Augen, vor allem die der Mädchen, besonders groß dargestellt werden. Schenkt man seinen Worten Glauben, so handelt es sich hierbei um den nahezu beliebtesten Manga-Zeichenstil. Der bekannteste, wenn auch nicht dem Namen nach, dürfte es jedenfalls sein. Dementsprechend wird auch viel Platz auf verschiedene Augenstile und deren Ausdruck aufgewendet. Es folgen noch Übungen zu verschiedenen Manga-Frisuren, dem gesamten Körper in verschiedenen Stellungen, ein paar Ansichten von Händen, sowie zur Darstellung unterschiedlicher Arten von Bekleidung. Auch hier wird das Zeichnen von Jungen und Mädchen getrennt behandelt, wobei Christopher Hart auch sehr schön auf die Feinheiten eingeht, um die geschlechtsspezifischen Eigenheiten herauszuarbeiten: Breite von Schultern und Hüfte, feingeschwungene bzw. kantige Konturen von Händen usw. Unter der Überschrift “Figuren erschaffen” darf man sich an drei Manga-Helden in voller Aktion versuchen. Dabei dienen jeweils zwei Phasen-Zeichnungen als Anleitung und ein vereinfachtes Skelett als Pausvorlage.

Was ist nun das Besondere an diesem “Workbook”? Man schlägt es auf wie einen Kalender, wobei auf der oberen Seite die Anleitung steht, meist Phasenzeichnungen oder sonstige Vorlagen, während sich auf der unteren Seite z.B. eine Schemazeichnung mit Hilfslinien unter Pauspapier oder auf Karopapier befindet oder auch – wie im Kapitel “Mangaaugen” – Köpfe, in die die Augen eingefügt werden müssen. Die Übungen sind gut erklärt, machen Spaß und sollten für angehende Mangakas keine allzu großen Hürden darstellen. Allerdings, da gerade Anfänger im Allgemeinen mehr als nur einen Versuch machen müssen, um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, muss schnell auf einen separaten Zeichenblock ausgewichen werden. Den sollte man also immer zur Hand oder, da sich das handliche Format (etwa DIN A5) hervorragend für unterwegs eignet, im kleinen Gepäck haben. Mit den Pauspapieren ist das ähnlich, wobei die sich nicht so einfach ersetzen lassen. Allerdings bekommt man beim Abpausen auch schneller gute Ergebnisse und muss diese Übungen daher nicht so oft wiederholen.

Insgesamt vermitteln die Aufgaben in diesem Arbeitsbuch tatsächlich ein recht gutes Gefühl für die Besonderheiten bei der Darstellung von Mangas, die Details von Gesicht und Körper und deren Proportionen und gehen teilweise leichter von der Hand als beim Arbeiten mit einem herkömmlichen Zeichenbuch. Trotzdem ist es noch ein großer Schritt zur eigenen Kreation. Dabei helfen auch die paar schnittigen Helden nicht weiter – außer, dass sie den Lesern eine Vorstellung Action geladenen Posen verschaffen und Lust auf mehr machen. Die handliche Größe, die “Mein Manga Workbook” für einen Reise-Zeichenkurs prädestiniert, bringt jedoch auch einen Nachteil mit sich: beim Zeichnen am Rand fehlt die Handauflage, und bei dem relativ kleinen Format ist man schnell am Rand.

Fazit

Christopher Harts “Mein Manga Workbook” bietet mit seinen einfachen Übungen, die viel Spaß machen und meist zu schnellen Erfolgen führen, allen Manga-Fans die Möglichkeit, sich im Skizzieren von Manga-Figuren zu üben. Das Format ist zwar klein, was das Zeichnen am Rand erschwert, macht das Buch aber zu einem idealen Begleiter für unterwegs.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.