Mistress Fortune

mistress-fortuneArina Tanemura
Mistress Fortune

Zettai Kakusai Tenshi – Misstress*Fortune, Japan, 2008
Tokyopop, Hamburg, 7/2009
TB, Manga, Magical Girl, Fantasy, Comedy
ISBN 9783867197373
Aus dem Japanischen von Rosa Volkmer
Titelillustration und Zeichnungen von Arina Tanemura
1 ausklappbares farbiges Poster

www.tokyopop.de
http://arina.lolipop.jp/

„Kamikaze Kaitou Jeanne“, „Fullmoon wo Sagashite“, „Shinshi Domei Cross“ und andere Titel haben Arina Tanemura in der ganzen Welt bekannt gemacht und sind auch in Deutschland erschienen. In all den Jahren ist die Künstlerin immer dem Magical Girl-Genre treu geblieben, auch wenn es nach seiner Blüte in den 1990er Jahren lange Zeit in der Versenkung verschwunden ist. Mit „Mistress Fortune“ bietet Arina Tanemura erstmals eine Geschichte, die nicht über eine größere Anzahl von Bänden geht, sondern nur mehrere kleine Episoden in einem Sammelband erzählt. Im Mittelpunkt steht die hübsche Kiseki, die nicht nur eine Figur hat, um die sie die meisten Frauen beneiden, sondern auch Superkräfte. Da sie allerdings erst vor kurzem zu der Organisation ‚Psi’ gestoßen ist, kämpft sie noch darum, ihre Gaben zu beherrschen.

Ihr Teampartner Giniro ist schon viel länger dabei, deshalb hält sie sich an seine Erfahrungen und Kenntnisse. Das schmiedet die beiden umso fester zusammen, und so kommt es, wie es kommen muss. Zwischen Kiseki und dem ebenso stattlichen wie geheimnisvollen jungen Mann funkt es. Nur dumm, dass sie im Kampf gegen die außerirdische Rasse der ‚Ebes’ alle Hände voll zu tun haben, um diese von der Erde fern zu halten, und die Organisation alle engeren Kontakte zwischen Kampfpartnern verboten hat. Nicht einmal persönliche Dinge dürfen sie einander erzählen, was Kiseki halb wahnsinnig macht, denn ihre Gefühle können auch von den Regeln nicht im Zaum gehalten werden. Letztendlich schadet genau das aber dem Team, denn das junge Mädchen ist so damit beschäftigt, ihre Sehnsüchte unter Kontrolle zu bekommen, dass nicht nur ihre Kräfte Schwierigkeiten machen, sondern sie auch in Augenblicken der Gefahr und Bedrohung zu versagen droht.

„Mistress Fortune“ bietet wie die anderen Serien von Arina Tanemura eine bunte Mischung aus Abenteuer und Romantik, garniert mit einem gehörigen Schuss Comedy, abgedrehten Figuren und einer irrwitzigen Handlung. Ihre Zeichnungen sind detailreich und dynamisch wie immer, auch die vielen Glanzeffekte und die großen schillernden Augen werden nicht vergessen. Allerdings kommt die Handlung lange nicht an die der großen Serien heran, da weder die Geschichte noch die Figuren wirklich Spannung und Tiefe bieten, sondern allenfalls Durchschnitt sind. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Gags und die sind oft bereits vertraut, ebenso wie gewisse Typen und Motive.

Alles in allem hat man eher das Gefühl, einen Appetithappen als wirklich in sich geschlossene Episoden zu lesen, so dass man die Serie als Fan von Magical Girls und ihren verrückten phantastischen Abenteuern nicht unbedingt haben muss. Letztlich bietet Arina Tanemura zwar künstlerisch einen qualitativ hochwertigen Manga, nur inhaltlich lässt er ein wenig zu wünschen übrig und ist nichts, was man sich zulegen muss, weder als Fan der Mangaka noch als der des Magical Girl-Genres. (CS)

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