Nana 3

Ai Yazawa
Nana 3

EMA, Köln, 1. Auflage: 6/2005,  Japan 1999
TB, Manga, Drama, Romance, 978-3-7704-6172-1, 186/500
Aus dem Japanischen von Christine Rödel
www.manganet.de
http://comics-news.shueisha.co.jp/common/nana/
www.s-nana.com/
www.ntv.co.jp/nana/
www.nana-movie.com/

(sfbentry)

Die Punk-Sängerin Nana Ozaki und die behütete Nana Komatsu, Hachi genannt, ziehen nach Tokyo, um in der Nähe ihrer Freunde sein zu können. Ren Honjo und Shoji Endo haben die jungen Frauen der Karriere wegen verlassen. Ren ist nun einer der Stars der Band Trapnest, und Shoji jobbt, um sein Kunst-Studium finanzieren zu können. Die Nanas teilen sich eine Wohnung, und obwohl sie grundverschieden sind, werden sie schnell zu dicken Freundinnen.

Dann jedoch geht es Schlag auf Schlag für beide: Hachi verliert ihre Arbeit, da der Second-Hand-Shop schließt. Sie muss eine neue Stelle finden, um ihren Teil zum gemeinsamen Lebensunterhalt beitragen zu können. Shoji ist ihr dabei keine Hilfe. Obendrein hat er sich in seine neue Kollegin verliebt und bringt nicht den Mut auf, Hachi die Wahrheit zu sagen. Diese ahnt nicht das Geringste und freut sich darüber, ihrer Freundin und Nobu, der ebenfalls bei Blast spielte, bei Proben zuhören zu dürfen. Unverhofft steht Yasu vor der Tür, der Gründer der Band, der eigentlich Anwalt werden wollte. Hat er seine Pläne geändert? Wegen Nana?

Freud’ und Leid liegen dicht beisammen. Kaum haben sich die Nanas damit arrangiert, dass sie auf eigenen Füßen stehen müssen, weil es keine Märchenprinzen und Wunder gibt, beginnt alles, um sie herum zusammenzubrechen. Hachi verliert den Job, der ihr viel Spaß gemacht hat, und muss sich in einer anderen Branche einarbeiten, die ihr gar nicht liegt. Derweil kommt Shoji einer Kollegin näher – die Bombe ist kurz vor dem Platzen. Nana möchte wieder singen. Nach und nach versammeln sich ihre Freunde von Blast in Tokyo, und mit Shin ist schnell Ersatz für Ren gefunden. Allerdings ist der talentierte Neuzugang minderjährig und lässt sich von älteren Frauen aushalten, was Ärger geben könnte, wenn es bekannt wird.

Geschickt stellt Ai Yazawa die Weichen für kommende Konflikte. Gleichzeitig baut sie ein kompliziertes Netz an Beziehungen auf. Es scheint, als wären Nana und Yasu mehr als nur gute Freunde, doch da Nana immer noch Ren liebt, behält Yasu die Rolle des brüderlichen Trösters. Mit Shin kommt ein neuer Charakter ins Spiel, der eine Menge Geheimnisse hütet. Im Vergleich zu den anderen bleibt Nobu vorerst blass, als wisse die Mangaka noch nicht so recht, was sie mit ihm anfangen soll. Es sind ohnehin schon sehr viele Protagonisten involviert, die immer wieder Impulse geben, darunter der Personenkreis um Hachi.

Die Probleme der jungen Menschen sind realistisch und nachvollziehbar, vor allem für Mädchen ab 14 Jahren, die sich für Mode sowie das Showbiz interessieren und von der großen Liebe träumen. Noch wichtiger ist jedoch das Thema ‚Freundschaft’. Zwischen den Nanas besteht ein starkes Band. Sie geben einander mehr Halt, als sie selber wissen – und vielleicht ist ihre Beziehung sogar dauerhafter als die zu den jeweiligen Männern.

Die Zeichnungen sind detailreich und etwas cartoonhaft; der Übergang zu superdeformierten Abbildungen ist fließend. Wer Ai Yazawas andere Serien, darunter „Paradise Kiss“ und „Gokinjo Monogatari“, kennt, ist mit ihrem Stil vertraut. Die Figuren sind überschlank und großäugig. Besonders großer Wert wird auf flippige Kleidung und Accessoires gelegt.

Mag man zeitgenössische Mangas mit den Schwerpunkten ‚Drama’ und ‚Romanze’ und einer Prise Humor, dann sollte man ein wenig in „Nana“ blättern, um herauszufinden, ob Thema und Stil gefallen. Tatsächlich wird die Serie immer reizvoller, je mehr Bände man liest. (IS)

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