Nana 9

Ai Yazawa
Nana 9

Japan, 1999
EMA, Köln, 1. Auflage: 6/2006, Neuauflage: 2008
TB, Manga, Drama, Romance
ISBN 9783770465415
Aus dem Japanischen von Christine Steinle
4 Farbseiten
www.manganet.de
http://comics-news.shueisha.co.jp/common/nana/
www.s-nana.com/
www.ntv.co.jp/nana/
www.nana-movie.com/

Nana Ozaki und Nana Komatsu, die jeder Hachi nennt, sind beste Freundinnen geworden, obwohl sie völlig verschieden sind. Die gemeinsame Zeit ist jedoch vorbei, und es scheint, als würde auch ihre Freundschaft an den jüngsten Ereignissen zerbrechen:

Nana konzentriert sich auf ihre Karriere mit der Band Blast und verbringt viel Zeit mit ihrem Freund Ren, der sie einst verließ, um bei Trapnest einzusteigen. Weil ihr Hachi am Herzen liegt und sie nicht wünscht, dass Takumi ihr nach Ren wieder einen wichtigen Menschen wegnimmt, bringt Nana die Freundin mit Nobu zusammen. Kurz darauf erfährt Hachi, dass sie schwanger ist – aber von wem? Nobu will das Kind nicht und enttäuscht Nana und Hachi. Takumi hingegen überrascht alle, indem er verkündet, Hachi heiraten und das Kind als seines anerkennen zu wollen. Hachi, die das Baby bekommen möchte, entscheidet sich für Takumi.

Damit bricht auch für Leila, die Sängerin von Trapnest, eine Welt zusammen. Schon immer war sie in Takumi verliebt, der sie jedoch wie eine kleine Schwester behandelte und zum Star der Band machte. Leila sucht Trost bei ihrem Ex Yasu, findet aber bei ihm nicht, wonach sie sich sehnt. Ob Shin, der sich an einsame Frauen verkauft, etwas bewirken kann?
Viele Charaktere sind in die Handlung involviert, und ein sehr komplexes Beziehungsgeflecht ist entstanden. Um sich hier noch zurechtzufinden, sollte man die Serie seit Bd. 1 verfolgen, denn Quereinsteiger haben es schwer, da die bisherigen Geschehnisse als bekannt vorausgesetzt werden und einige Figuren einander ähnlich sehen.

Es gibt keine großen Geheimnisse zu enträtseln oder spannende Action-Szenen zu bestaunen, und doch hat die Serie etwas, das einen schnell in den Bann zieht. Man nimmt Anteil am Schicksal der sympathischen Protagonisten, das wie eine Achterbahn von Höhen und Tiefen geprägt ist. Karriere, Freundschaft, Liebe und sonstige Verpflichtungen kollidieren ständig miteinander und sorgen für unvorhersehbare Entwicklungen.

Nachdem die beiden Nanas nun getrennte Wege gehen, werden die anderen wieder etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt. Leila fürchtet, dass sie Takumi ganz verlieren und vielleicht auch als Sängerin nicht mehr benötigt wird. Yasu kann ihr nicht helfen, und mit Shin kommt jemand Neues ins Spiel. Yasu und jetzt auch Nobu müssen die Gefühle bewältigen, die die zerbrochenen Beziehungen ausgelöst haben. Insgesamt wird das Klima bei Trapnest und Blast nachhaltig beeinflusst, denn die Mitglieder kennen einander mehr oder minder gut bzw. sind/waren liiert. Man darf darüber spekulieren, welche weiteren Konflikte es deshalb noch geben wird, da sie Protagonisten Beruf und Privatleben nur schwerlich trennen können.

Die Zeichnungen sind comichaft, aber sehr detailreich, vor allem was die modische Kleidung betrifft. Sie ergänzen die Handlung gelungen. „Nana“ spricht besonders Leserinnen ab 13 Jahren an, die Spaß an Mode und Musik haben und tragisch-romantische Beziehungskomödien mögen. Die Serie bietet realistische und zu Herzen gehende Unterhaltung. Am Ende von jedem Band hätte man gern schon die Fortsetzung in den Händen, um zu erfahren, wie es weiter geht. (IS)

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