Nana & Kaoru: Fesselnde Liebe 4

Ryuta Amazume
Nana & Kaoru: Fesselnde Liebe 4

Nana to Kaoru Vol. 4, Japan, 2010
Panini Comics, Stuttgart, 04/2011
TB, Planet Manga, Erotik, Comedy
ISBN 978-3-86201-127-8
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
Leseempfehlung: Ab 18 Jahre!

www.paninicomics.de
http://www33.ocn.ne.jp/~nichieto/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Nana und Kaoru sind Nachbarn, sie kennen sich seit Jahren, besuchen dieselbe Schule – und teilen ein pikantes Hobby: Kaoru ist ein BDSM-Fetischist, und Nana genießt die Spiele, die er sich für sie ausdenkt, da sie ihr nach einer Phase der Angst und Erregung ein nie gekanntes Gefühl der Entspannung verschaffen. Diesmal soll sich Nana mit nichts anderem als winzigen Dessous bekleidet auf den Balkon stellen, wo sie jederzeit entdeckt werden könnte. Die nächsten Erfahrungen macht sie mit einem Mundspreizer. Letztlich lässt sie ein Spanking zu, nachdem Kaoru ihretwegen eine wichtige Prüfung versiebte.

Nachdem im dritten Band eine längere Session beschrieben wurde, findet man in der Fortsetzung eine Aneinanderreihung mehrere kleiner Spiele, von denen das Spanking den Höhepunkt darstellt. Wie üblich ist Nana hin und her gerissen, denn einerseits ist ihr die Angelegenheit peinlich, andererseits ist sie fast schon süchtig nach den Dingen, die sich Kaoru für sie einfallen lässt. Dieser wiederum stellt seine eigenen Bedürfnisse zurück und denkt allein an Nanas Wünsche, froh, dass er seine Phantasien an ihr ausleben darf. Diese sind eingebettet in den Schul-Alltag, der als Nebensache abgehandelt wird, aber hin und wieder einen Aufhänger liefert für die geheimen Treffen. Natürlich ist Kaoru bis über beide Ohren verliebt in Nana, aber er ist kleiner als sie und gilt als Loser – welche Chance hätte er bei einem Mädchen wie ihr, die der Star der Schule ist? Doch auch Nana empfindet etwas für ihn, obwohl sie sich das noch nicht eingestehen möchte.

In Folge bleibt es bei den einseitigen Spielen, die es Ryuta Amazume erlauben, Nana in den Mittelpunkt zu stellen, ihren Körper aus allen Perspektiven und in allen Details zu zeichnen. Zwar ist sie nie vollkommen nackt, aber ihre hautengen Kleidungsstücke überlassen nicht mehr viel der Phantasie des Betrachters. Zielgruppe ist das männliche Publikum, das unter diesen Bedingungen in Kaoru einen Regisseur, aber keinen Konkurrenten sieht. Es geht dem Mangaka nicht allein darum, Nana auf erotische Weise zu zeichnen – er will außerdem über BDSM aufklären, Verständnis für diese Spielart wecken und Tipps geben, wie das Zusammensein vielleicht noch mehr Spaß machen könnte, wenn man probierfreudig genug ist.

Zweifellos wird so mancher mit einer gewissen Faszination der Lektüre folgen, auch wenn er oder sie mit Vanilla-Sex zufrieden ist, denn die hier gezeigten Praktiken überschreiten mitunter schon die Grenzen, die jeder persönlich zieht. Von daher wird der Manga auch zu Recht in Folie eingeschweißt ausgeliefert und einem reiferen Publikum, das sich für das Thema interessiert, empfohlen. Wem BDSM zu hart ist, lässt besser die Finger von dieser Serie.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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