One Pound Gospel 4

Rumiko Takahashi
One Pound Gospel 4

Ichi Pound No Fukuin Vol. 4, Japan, 2007
EMA, Köln, 9/2008
TB, Manga, Comedy, Romance
ISBN 9783770469055
Aus dem Japanischen von Costa Caspary
www.manganet.de
www.furinkan.com

Kosaku Hatanaka wird seit langem als hoffnungsvolles Talent im Box-Sport gehandelt, aber einen großen Erfolg konnte er noch nie landen. Tatsächlich sind es weniger die Gegner, die ihm zu schaffen machen, als sein ständiger Hunger. In Folge muss er hart trainieren, um innerhalb seiner Gewichtsklasse bleiben zu können. Moralische Unterstützung bekommt er dabei von der hübschen Novizin Schwester Angela. Seit sie einander kennen, besucht Kosaku ebenso oft die Kirche wie Schwester Angela den Ring. Für ihre Freunde ist es längst klar, was beide füreinander empfinden aber während die angehende Nonne hartnäckig ihre Liebe leugnet, möchte Kosaku sie aus Respekt nicht bedrängen. Dennoch hofft er…

Tatsächlich ist die Familie von Marie alias Schwester Angela der Meinung, dass sich die junge Frau nicht in ein Kloster weg sperren sondern heiraten und Kinder bekommen soll. Unter einem Vorwand sorgen die Angehörigen dafür, dass Marie beurlaubt wird, und der Koch Wakaoji möchte seine Chance nutzen – und er ist nicht der Einzige.

Schließlich wird der erzwungene Besuch in einem Host-Club Schwester Angela zum Verhängnis. Die Oberin erfährt davon und erteilt ihr Ausgehverbot, und das ausgerechnet, als Kosaku einen wichtigen Titelkampf bestreitet, bei dem es auch um den Erlass der Schulden geht, die sie in dem Club gemacht hat. Kosaku will alles geben für seine große Liebe – und Schwester Angela muss eine schwere Entscheidung treffen…

Von Anfang an arbeitete „One Pound Gospel“ auf dieses Finale hin: Wird sich Schwester Angela weihen lassen und im Kloster bleiben – oder sind ihre Gefühle für Kosaku stärker? Ein vergleichbares Thema verarbeitete Rumiko Takahashi bereits in „Maison Ikkoku“, nur standen hier ein mittelloser Student und eine wenig ältere Witwe im Mittelpunkt des romantischen Katz’ und Maus-Spiels. Allerdings hat die Mangaka diesmal die Geschichte nicht in die Länge gezogen, sondern bereits nach vier Bänden den Schlusspunkt gesetzt, was gewiss die richtige Entscheidung war, um eine Wiederholung der (Running) Gags und Konflikte zu vermeiden.

So liest sich die Geschichte auch sehr amüsant und kurzweilig, selbst wenn viele Entwicklungen vorhersehbar sind. Einen wichtigen Beitrag leisten natürlich auch die sympathischen Protagonisten, die man durchaus schon als ‚Takahashi-Archetypen’ betrachten kann, da sie in dieser oder ähnlicher Form in allen Reihen der Künstlerin zu finden sind. Abgerundet wird durch putzige Illustrationen, wie man sie stets erwarten darf.

Alles in allem ist „One Pound Gospel“ eine der kurzen Serien von Rumiko Takahashi, die vielleicht nicht ganz so spektakulär wie „Inu Yasha“ oder „Ranma ½“ ist, aber überzeugen kann und einen grandiosen Spaß für ein All Age-Publikum bietet.

Außer dem vierteiligen Manga gibt es noch einen OVA und einen Anime mit 13 Episoden. (IS)

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