Pop Manga

Camilla D’Errico und Stephen W. Martin
Pop Manga
Zeichnet die coolsten, süßesten Figuren, Tiere, Maskottchen und noch vieles mehr

Pop Manga (2013)
Edition Michael Fischer
ISBN: 978-3-86355-251-0
Malen & Zeichnen, Manga & Comics
1. Aufl. 09.2014
Übersetzt von Beate Wellmann
ca. 192 S. – 26,0 x 22,0 cm
Paperback

www.editionfischer.de

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Die Autorin

Camilla D’Errico ist eine gefragte Manga-Künstlerin und war für sowohl den Joe Shuster Award als auch den Will Eisner Award nominiert, die zwei wichtigsten Comic-Preise. Sie zeichnete u. a. für Sanrio, Disney, Tokyopop, Hasbro und Dark Horse Comics und ihre charismatischen Charaktere haben bereits Kultstatus erreicht.
(Quelle: Edition Michael Fischer)

Das Buch

Was als erstes auffällt, wenn man “Pop Manga” durchblättert, sind die bezaubernden doppelseitigen Farbbilder. Was man dann beim genaueren Studieren schmerzlich vermisst, gerade weil man es sich wegen dieser tollen grafischen Arbeiten sehnlichst wünscht, sind ein paar Anleitungen, wie man diese wahnsinnigen Farben auf seine Zeichnungen zaubern kann. Zum Schluss, wenn ich alle Anleitungen und Übungen absolviert habe und mich mit meinen Mangas einigermaßen sicher fühle, habe ich zwar eine schön getuschte Figur, aber leider nur schwarzweiß.

Doch der Reihe nach. Das Zeichenbuch “Pop Manga” der bekannten und begabten Künstlerin Camilla D’Errico wartet mit allem auf, was man von einem guten Manga-Zeichenbuch erwartet – und mit noch ein bisschen mehr. Obligatorische Kapitel sind “Oben anfangen” mit Anleitungen zu Augen, Frisuren usw. bis zur Fertigstellung des Gesichts und des ganzen Kopfes, “Das Adamskostüm”, in dem beginnend mit einzelnen Händen und Füßen der ganze Körper gezeichnet wird. “Mode und Pose” bringt zusätzlich Kleidung und Bewegung ins Spiel, und endlich sehen die Protagonisten nicht nur aus wie hingestellt. In den Kapiteln “Süss, süsser, am süssesten!” und “Etwas ganz anderes” gibt es zwei Zeichenexkurse für das oben erwähnte “bisschen mehr”. Ersteres beschäftigt sich mit den für Mangas typischen, drolligen Maskottchen und knuddeligen Chibis; im letzteren gibt es Anleitungen zu Tierzeichnungen im Manga-Stil. Schließlich erhalten angehende Mangakas in den letzten beiden Kapiteln Anleitungen und zahlreiche Tipps wie sie selbst Figuren erschaffen und darüber hinaus ihren eigenen Comic gestalten können.

Die netten und sympatischen Texte, die schönen Zeichnungen und das hervorragende farbige Artwork machen “Pop Manga” zu einen Hingucker und einem Zeichenbuch, das man gern in die Hand nimmt und mit dem sich gut arbeiten lässt. Wenn man sich die Kapitelüberschriften ansieht und den Text liest, gewinnt man den Eindruck, das Buch ist hauptsächlich für Mädchen geschrieben. Viele zarte, kesse, süße oder verträumte Manga-Mädels tummeln sich über die Seiten, daneben deutlich weniger schicke oder kernige Jungs; knuffige Maskottchen und großäugige Chibis statt fieser Bösewichte. Wen das unter den männlichen Manga-Fans allerdings nicht stört, im Grunde lassen sich mit den Anleitungen auch Bösewichte und Technik affine Helden erschaffen, die gerne und schnell zuhauen, erhält mit diesem Buch ein gelungenes Manga-Zeichenbuch. Dass Anleitungen zum Kolorieren fehlen, fällt bei dem Gesamtpaket, das man hier in Händen hält, nicht mehr so stark in Gewicht. Zumal bei der Vielzahl verschiedener Möglichkeiten, Farbe ins Bild zu bringen, das Buch vermutlich erheblich umfangreicher geworden wäre.

Fazit

“Pop Manga” ist ein gelungener Manga-Zeichenkurs mit vielen gut nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen, das sehr viel Spaß macht, nicht zuletzt wegen der lockeren Texte und Camilla D’Erricos inspirierendem Artwork.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

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