Princess Resurrection 1

princess-resurrection-01Yasunori Mitsunaga
Princess Resurrection 1

(sfbentry)
Koibutsu Oujo Vol. 01, Japan, 2006
EMA, Köln, 03/2010
TB, Manga, Horror, Action, Comedy
ISBN 978-3-7704-7138-6
Aus dem Japanischen von Oke Maas

www.manganet.de
www.tbs.co.jp/anime/kaibutsu/index-j.html
www.madhouse.co.jp/works/2007-2006/works_tv_kaibutsuoujyo.html

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Auf dem Weg zu seiner Schwester Sawawa wird der Mittelschüler Hiro von einem Auto überfahren. Kurz bevor er stirbt, sieht er ein hübsches Mädchen namens Hime, das ihm etwas von ihrem Blut einflößt. Wenig später kommt Hiro in der Leichenhalle zu sich und findet endlich zu der Villa, in der Sawawa arbeitet. Dort begegnet er Hime erneut und lernt die Androidin Flandre kennen – die sich gerade in einem harten Kampf mit Werwölfen befinden. Obwohl Hiro alles andere als ein Held ist, wirft er sich schützend vor Hime, so dass der tödliche Schlag des gegnerischen Anführers ihn trifft. Es gelingt den Mädchen, die Feinde zu erledigen, und Hiro wird erneut belebt. Er erfährt, dass er so gut wie unsterblich ist, solange er regelmäßig Himes Blut zu trinkt. Das macht ihn zu ihrem Diener, denn die Tochter des Monsterkönigs ist trotz dieser Gabe sterblich und auf Beschützer angewiesen. Hiro kann sich bald erneut bewähren, denn Riza, die Schwester des getöteten Werwolf-Anführers, sinnt auf Rache …

„Princess Resurrection“ ist eine neue Shonen-Serie, in der Action und Klamauk mit Horror-Elementen kombiniert werden. Vergleichbare Reihen sind z. B. „Bleach“, „Rosario + Vampire“, „Spriggan“, „Buso Renkin“ oder „Mahou Tsukai Kurohime“. Im ersten Band werden die Hauptfiguren vorgestellt: Hime, die Titelheldin, ist die Tochter des Monsterkönigs, die über keine speziellen Fähigkeiten verfügt, aber durch ihr Blut Tote lebendig machen kann. Sie kleidet sich wie eine Gothic-Lolita und benutzt Waffen aller Art, um sich gegen Feinde zu verteidigen, darunter Kettensägen und Defibrillatoren. Ihr neuer Diener ist der Schüler Hiro, der sich schnell in seinem untoten Leben zurechtfindet und sich immer wieder für Hime opfert. Würde sie sterben, wäre das auch sein Ende. Die kleine Flandre, die Hime ebenfalls zur Seite steht, ist eine Androidin mit extremen Kräften. Das einzige Wort, das sie spricht, ist „Fuga“. Hiros Schwester Sawawa kocht und putzt für Hime, und obwohl sie schon lange in der Villa wohnt, scheint sie nichts von den merkwürdigen Vorgängen zu merken. Mit Liza gesellt sich noch eine Halb-Werwölfin zu dieser Gruppe. Im Kampf schwellen ihre Arme an, und auch sie ist ungewöhnlich stark.

Wie in vielen anderen Mangas, die sich an Jungen wenden, ist Hiro die eigentliche, sich zur Identifikation anbietende Hauptfigur. Auch wenn er ein ganz normaler – untoter – Teenager ist, riskiert er immer wieder seine Existenz für seine neuen Freunde und kann so manches Mal das Zünglein an der Waage in einem Konflikt sein. Er ist der Hahn im Korb inmitten der Mädchen, auch wenn Action und Klamauk an erster Stelle stehen und es nicht mal einen Hauch Romantik gibt. Panty-Shots sind Fehlanzeige, obwohl es den einen oder anderen Bikini-Pin-up gibt und Sawawa in ihrem Maid-Kostüm eine beachtliche Oberweite präsentiert. Der Horror-Background liefert den Rahmen für die haarsträubenden, skurrilen Abenteuer, in die Hiro seit seiner Wiederbelebung hineingezogen wird. Die Zeichnungen sind düster, klar und durchaus ansprechend. Vor allem die Darstellungen von Motorrädern, Autos und technischem Gerät sind wirklich gelungen.

„Princess Resurrection“ bietet wenig Neues, da man Ähnliches – Setting, Genre-Archetypen, Figurenkonstellation, Konflikte – aus anderen Shonen-Serien bereits kennt. Man sollte ein wenig in dem Band blättern, um zu sehen, ob Story und Stil gefallen. Die Serie erscheint, zweifellos wegen des morbiden Themas, unter dem Adult Label von EMA und setzt eine gewisse geistige Reife voraus. Jungen ab 15 Jahren, die sich für Horror-Mangas begeistern können, sind die Zielgruppe. Leserinnen hingegen dürften den Action-Klamauk als zu eintönig befinden, denn Handlung und Charaktere bleiben an der Oberfläche und vermögen kaum zu überraschen.

Copyright 2010 © by Irene Salzmann (IS)

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