Puppy Lovers 2

Ryuta Amazume
Puppy Lovers 2

Japan, 2013
Panini Comics/Planet Manga, Stuttgart, 10/2013
TB, vollfarbiger Manga, Erotik, Comedy, Drama
ISBN 978-3-86201-523-8
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.paninicomics.de
http://www33.ocn.ne.jp/~nichieto/

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Mittlerweile kann Ryuta Amazume auf eine stattliche Anzahl erotischer Mangas blicken, die er in den vergangenen zwölf Jahren geschaffen hat. Besonders ins Auge sticht die vollfarbige Serie „Puppy Lovers“, die ursprünglich ein kleines Projekt sein sollte, das dem Künstler dann aber so viel Spaß bereitete, dass es nach zwei Bänden noch nicht abgeschlossen ist.

Die Studentin Eri Inui ist 20 Jahre alt und debütierte endlich mit einem erotischen Manga. Die Redaktion fordert sie sogar auf, eine weitere bzw. eine Fortsetzungsgeschichte zu zeichnen. Parallel dazu feiert ihr 16-jähriger Cousin Souta Inuzaki (im Original ist er wohl erst 13, allerdings ist Shota in Deutschland ein absolutes no go, so dass man ihn kurzerhand altern ließ – man kann das Alter der Figur ohnehin nicht schätzen), der für eine Weile bei Eri und ihrer Mutter lebt, ebenfalls Erfolge als Violinist. Eri, die keine Erfahrungen mit Jungen hat, macht sich einen Spaß daraus, den Teenager zu necken. Doch schon bald merkt sie, dass ihr etwas an Soutas Freundschaft liegt und seine Reaktionen ihr gefallen. Als nun Hibiki Inuyma, eine Mitschülerin, Interesse an ihm zeigt, keimt in Eri die Eifersucht, obwohl sie es sich nicht eingestehen will. Sie ahnt nicht, dass Souta keine Ahnung hat, was in Hibiki vorgeht und nur nett zu ihr ist, um sie nicht zu verletzen – tatsächlich hat er bloß Augen für Eri. Die munteren Spielchen stehen dann ganz plötzlich vor dem Ende: Souta wird angeboten, sein musikalisches Können im Ausland zu perfektionieren. Für ihn ist das die ganz große Chance, die ihm Eri nicht nehmen will. Obendrein ist sie davon überzeugt, dass sich Souta eher früher als später in ein Mädchen seines Alters verlieben wird. Zu Eris Überraschung will Souta ihr die Entscheidung überlassen und reagiert heftig, als sie diese Bitte und damit seine Gefühle zurückweist …

Nachdem sich der Mangaka im ersten Band ganz auf seine Hauptfiguren und ihre harmlos-erotischen Experimente konzentrierte, erweiterte er in den vorliegenden Kapiteln das Figuren-Kontingent um die selbstbewusste Hibiki, die exzentrische Musikerin Anuelle Inukai und einige andere. Das war auch notwendig, um dem ewigen Hin und Her zwischen Eri und Souta neue Impulse und der Handlung etwas Abwechslung zu verleihen. Der Band endet offen, denn die Entscheidung über Soutas Zukunft wurde nicht gefällt, und auch was aus der Beziehung zu Eri wird, bietet Raum für Spekulationen. Der Ton der Geschichte ist leicht und humorig, aber zum Ende hin schleicht sich das Drama ein, denn Eri will nicht zu ihren Gefühlen stehen und nimmt Soutas Liebeserklärung nicht ernst. Vier (oder sieben?) Jahre Altersunterschied zwingen sie dazu, eine bestimmte Grenze nicht zu überschreiten. Solange alles zwischen ihnen ein Spiel bleibt, so glaubt sie, kann nicht viel passieren, keiner kann wirklich verletzt werden, und eine gemeinsame Zukunft scheint es ohnehin nicht zu geben. Souta bedauert, dass er jünger und kleiner ist, sieht die Sache dennoch ganz anders. Was wohl im nächsten Band geschehen wird?

Den Illustrationen merkt man an, dass Ryuta Amazume viel Freude daran hat, weibliche Körper zu zeichnen und auch ihre Unterschiede auszuarbeiten. Seine Charaktere haben puppenhaft hübsche Gesichter, Eri wirkt sehr fraulich, Hibiki sehr mädchenhaft, Anuelle lässt sich dazwischen ansiedeln. Souta ist für den männlichen Leser kein Rivale, da er als kleiner Junge beschrieben wird, der letztlich ‚nicht zum Zug kommt‘. Dasselbe Muster findet man auch in „Nana & Kaoru“, das jedoch erheblich deftigere Inhalte bietet.

„Puppy Lovers“ ist eine vergnügliche Love-Comedy mit harmlos-erotischen Einlagen und an ein männliches Publikum ab 16 Jahre adressiert. Auch Leserinnen, denen die farbigen Zeichnungen und die Story gefallen, die nicht so viel anders ist als die diverser Shojo- und Josei-Mangas (z. B. von Kasane Katsumoto, Kanan Minami, Yuki Yoshihara etc.), dürften daran ihr Vergnügen haben.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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