Red Sonja – Die Teufelin mit dem Schwert 4: Bestien

bestienMichael Avon Oeming
Red Sonja – Die Teufelin mit dem Schwert 4: Bestien

Red Sonja – She-Devil with a Sword 19 – 24, USA, 2007/08
Panini Comics, Stuttgart, 9/2009
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat auf Kunstdruckpapier, Fantasy
ISBN 9783866078604
Aus dem Amerikanischen von Bernd Kronsbein
Titelillustration von Joe Prado
Zeichnungen von Homs, Farben von Vinicious Andrade

www.paninicomics.de
www.mike-oeming.com
http://joeprado.deviantart.com/
www.comicspace.com/joe_prado/

„Red Sonja“ ist erst von den Comic-Autoren in die hyborische Welt von „Conan“ geschrieben worden, um ihm eine Gegenspielerin und gelegentliche Partnerin an die Seite zu stellen, die nicht wie andere Figuren in seinem Bett oder im Sarg landete. Sie erhielt im Laufe der Jahre mehrere, wenn auch kurzlebige Comic-Serien, weil es einige treue Fans gab, und war Dauergast in den legendären Magazinen des “Savage Sword of Conan”. Mit der Einstellung der Comic-Hefte wurde es auch um sie still. Aber sie wurde dennoch nicht vergessen, als man das Franchise wieder belebte.

Als Red Sonja nach Gath kam, schien die Stadt blühend und gesund zu sein, da sie von dem so genannten Himmlischen beschützt wurde, der an die Bewohnern angeblich nichts Böses heran ließ. Allerdings durchschaute sie dessen falsches Spiel und enttarnte ihn als Diener eines dunklen Gottes, der seinem Herrn nur den Weg bereiten wollte. Zusammen mit einigen Gefährten konnte sie das Volk gegen Gath aufwiegeln. Nun, nach dem Sturz des Himmlischen, scheint alles wieder gut zu sein und die Menschen in Freiheit leben zu können. Doch da erwacht in den Tiefen der Erde der mächtige alte Zauberer Kulan Gath und reißt die Gewalt über die Stadt an sich. Er nimmt sogar die Göttin gefangen, die Red Sonja zu der machte, die sie heute ist. Die Kriegerin und ihre Gefährten müssen fliehen. Doch der unterirdische Fluss, auf den sie sich retten, trägt sie weit fort in eine idyllische Welt, in der nicht die Menschen die Herren sind sonder Hybriden aus Mensch und Tier.

Die Helden erfahren, dass man sie nicht mehr gehen lassen will, damit das Geheimnis dieser Zuflucht nicht verraten wird. So müssen sie sich entscheiden, ob sie sich mit diesem Angebot anfreunden wollen oder alles tun, um zurückkehren zu können – ohne sich weiter in Gefahr zu bringen. Denn sie wissen eines: Kulan Gath unterwirft die Menschen ihrer Heimat immer mehr seinem Willen, und wenn sie nicht bald etwas unternehmen, wird es die Stadt nicht mehr geben…

Wie auch schon in den anderen Bänden zuvor ist die Geschichte sehr einfach gestrickt und konzentriert sich vor allem auf die actionreichen Kämpfe. Schwarz-Weiß-Malerei ist gang und gäbe, Grautöne gibt es nur selten. So wird auch nicht hinterfragt, warum Kulan Gath so böse ist und ob die Aktionen der Helden wirklich so ‚gut’ sind, wie sie scheinen. Allein ein paar Nebenfiguren und Szenen zeigen, dass auch mehr hinter allem stecken kann und machen neugierig auf die Zukunft. Man ist in die gute alte Zeit zurückgekehrt, denn Sonja ist nicht nur in ihre klassische Rüstung aus Metallschuppen geschlüpft und zeigt sehr viel nackte Haut, auch die Klischees der Sword & Sorcery feiern fröhlich Urständ.

Dafür sind die Zeichnungen weitaus ansehnlicher. Die Kriegerin bewegt sich zumeist in Landschaften mit satten Farbtönen und fällt anatomisch so gut wie nie aus der Form. Ihre Kämpfe wirken dynamisch und elegant, die Posen sind gewohnt heroisch. „Bestien” bietet damit inhaltlich nicht besonders anspruchsvolle oder gar hintergründige, aber dennoch grafisch gelungene Sword & Sorcery mit einer hübschen Pin-Up-Heldin, die vor allem männlichen Lesern gefallen dürfte. (CS)

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