Secret Invasion: War of Kings

war-of-kings1Abnett/Lanning/Yost/Pelletier/Weaver/Dias
Secret Invasions: War of Kings
Inclusive X-men: Kingbreaker 1-4
Band 1 von 3

Panini Comics (20010)
Science Fiction, Paperback
Umfang: 140 Seiten
Cover: Brandon Peterson
Übersetzer: Reinhard Schweizer

www.paninicomics.de
www.marvel.com

Vorwort

Black Bolt, Anführer der Inhumans, war lange Zeit Gefangener der Skrulls. Während seiner Abwesenheit wurde er durch einen Skrull – einen Gestaltwandler – ersetzt. Niemand weiß so genau, wie lange die Inhumans in Wahrheit von einem Feind geführt wurden. Doch der echte Black Bolt konnte sich befreien und sein Doppelgänger wurde vernichtet.

Zum Inhalt

Als ersten Schritt nach seiner Rückkehr öffnet Black Bolt die Kammer der Erfindungen, in der gewaltige Waffen und Technologien lagern, welche den Inhumans im Krieg gegen Vulcan und sein Shi’ar-Imperium und Skrull-Horden zum Sieg verhelfen sollen. In der Kammer steht eine Maschine, die Black Bolt aktiviert und in kürzester Zeit die Stadt Attilan in der blauen Region des irdischen Mondes in das verwandelt, was sie schon immer war: Ein gigantisches Raumschiff. Aus dem Thronsaal wird die Kommandobrücke. Das wiedererweckte Raumschiff startet ins All und eilt einer Flotte von Skrullraumschiffen entgegen. Und als die Inhumans die feindliche Flotte erreichen, erhebt Black Bolt seine Sonar-Stimme und vernichtet die anstürmenden Skrulls. Der Krieg der Könige – der „War of Kings“ hat begonnen…

Das Zauberwort bei Marvel heißt Crossover, also die Verquickung von allerlei Helden-Comicserien zu neuen, gewagten, fantastischen Handlungen. Hat dies vor vielen Jahren mit Superman und Batman begonnen, ist heute Crossover fast schon ein Muss, ja schon ein manischer Zwang der Autoren und Zeichner, ihren Fans noch abgedrehtere Abenteuer zu präsentieren. Für einen normalen Comic-Konsumenten und definitiv Nicht-Hardcore-Fan ist dies natürlich überaus verwirrend. Dem setzen die Autoren noch eine granatige Schwierigkeitsstufe drauf: Durch die Fähigkeit der Skrulls zur Formwandlung entpuppen sich scheinbar treue Freunde und Verbündete überraschend und oft genug schockierend als gnadenlose Feinde. Keiner kann mehr dem trauen, was er sieht, jeder fragt sich: Wer ist mein Feind? Wer ist mein Freund? Und wird sich mein Urteil als falsch erweisen und mir den Tod bringen?

Dieser erste Teil der War-of-Kings-Trilogie ist bildgewaltig und trieft nur so von Helden, Superwesen und fetzigen Szenen. Die Handlung erschließt sich einem Uneingeweihten (wie mir) nur schwer und ich musste einiges nachschlagen, um überhaupt dem groben Faden der Handlung folgen zu können. Eigentlich hatte ich gehofft, dass eben dieser 1. Teil mir den Einstieg in diese Heroen-Welt eröffnet, aber weit gefehlt. Fairerweise schreibe ich diesem Umstand zu, dass sich mir verschließt, warum die außerirdischen Kree eine Handvoll Menschen zur Superhelden-Riege der Inhumans formte und sie damit gleichzeitig zu Ausgestoßenen ihrer eigenen Rasse – eben uns Erdmenschen – machte. Warum die Könige Black Bolt und Vulcan – in Wahrheit zwei von drei Brüdern – so spinnefeind aufeinander sind, und wieso der Krieg zwischen den Kree und Skrulls angeblich mit kleinen Unterbrechungen schon 10 Millionen (!) Jahre dauert, ist für mich ebenso nicht erkennbar, weil eben in unzähligen Comic-Veröffentlichungen vorher sicher erwähnt.

Fazit

Für Hardcore-Comic-Fans sicher ein Leckerbissen, für alle anderen ein einziger Irrsinn. Wer sich trotzdem die durchgehend vollfarbigen Schlachten und Kämpfe reinziehen will, ist mit den recht guten Zeichnungen bestens bedient.

Copyright © 2010 by Werner Karl

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