Secret Sercvice 1

Mark Millar, Matthew Vaughn
Secret Sercvice 1

Secret Service 1 – 6, Marvel/Icon Comics, USA, 2012/13
Panini Comics, Stuttgart, 11/2013
PB mit Klappbroschur
Comic, Thriller, Action
ISBN 978-3-86201-738-6
Aus dem Amerikanischen von Claudia Fliege
Titelillustration und Zeichnungen von Dave Gibbons

www.paninicomics.de
www.millarworld.tv
www.davegibbons.net

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Gary lebt mit seiner Mutter, deren Kotzbrocken von Freund und seinem jüngeren Bruder in Peakham, South London. Sein Weg als Krimineller und/oder Sozialhilfeempfänger scheint vorgezeichnet. Als er wieder einmal wegen eines Bagatellvergehens einsitzt, ruft seine Mutter wieder einmal ihren Bruder Jack an, dessen Dienstausweis für Gary stets einen Freifahrtschein aus dem Knast bedeutet. Obwohl sich der regelmäßige Kontakt mit seiner Familie für Jack London auf Weihnachtskarten beschränkt, will er es diesmal besser machen. Er bietet Gary einen Job an. Offiziell im Betrugsdezernat, doch in Wahrheit ist Jack London ein Agent des Secret Service mit der Lizenz zum Töten. Und er steht gerade vor dem kniffligsten Fall seiner Karriere.

Wie wurde „James Bond“ eigentlich zum Superagent? Wer hat ihn ausgebildet? Diese Frage stellten sich Autor Mark Millar und Regisseur Matthew Vaughn am „Kick-Ass“-Set. Eine Anekdote, nach der „Dr. No“-Regisseur Terence Young – selbst ein ehemaliger Geheimdienstmann – den damaligen Bond-Darsteller Sean Connery unter seine Fittiche nahm, um ihm korrekte Agentenmanieren beizubiegen, lieferte schließlich die Idee für „Secret Service“.

Für Gary geht es hier allerdings zunächst weit bodenständiger zu als für Sir Sean Connery. Aufgewachsen in einem sozialen Brennpunkt macht er sich wenig Gedanken über seine Zukunft. Erst als Onkel Jack, der viel von sich selbst in seinem Neffen erkennt, beginnt, ihm etwas zuzutrauen, wächst sein Ehrgeiz. Mehr noch, da seine privilegierten Mitagentenanwärter mitleidig auf ihn herab sehen. Doch Garry sorgt für einige Überraschungen und macht gegen alle Widrigkeiten seinen Weg in der Agentenschule. Er begleicht mittels seiner neuen Fähigkeiten auch gleich noch einige private Rechnungen und zieht schließlich gemeinsam mit Onkel Jack in bester „James Bond“-Manier gegen einen nerdigen Superverbrecher  ins Feld.

Einmal mehr erweist sich Starautor Mark Millar („Kick-Ass“, „Wanted“) als stringenter Geschichtenerzähler, der sich weder verzettelt noch einzelne Aspekte schleifen lässt. Zwar kann in den sechs Comicbänden, die in der deutschen Ausgabe gesammelt erscheinen, keine tiefgreifende Betrachtung der Figurenpsychologie erfolgen, doch auf dem angestrebten kompakten Level funktioniert „Secret Service“ außerordentlich gut. Alles in Allem liefert Mark Millar mit der Unterstützung von Co-Autor Matthew Vaughn wieder einmal eine runde, ausgewogene Story ab, in der auch sein spezieller Humor nicht zu kurz kommt. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Als Zeichner konnte Millar den legendären Dave Gibbons gewinnen, dessen Arbeit an Allan Moores „Watchmen“ allen Comicfans immer noch die Freudentränen in die Augen treibt. Bereits als 16-jähriger hatte Millar dem Zeichner selbstbewusst eine Zusammenarbeit angeboten, wie eine Vorwortanekdote verrät.

Wie von Mark Millar nicht anders gewohnt: ein kompakter, geradliniger Thriller ohne 1 g Fett auf den Rippen. Figurenzeichnung und Story stimmen perfekt, und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Copyright © 2013 by Elmar Huber (EH)

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