Spider-Man – Season One

Cullen Bunn, Neil Edwards
Spider-Man – Season One

Marvel, USA, 2011
Panini Comics, Stuttgart, 07/2012
PP, Comic, Superhelden, SF, Action
ISBN 978-3-86201-439-2
Aus dem Amerikanischen von Bernd Kronsbein
Titelillustration und Zeichnungen von Wagner Reis, Fabiano Neves, Walter Geovani

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„Aus großer Kraft folgt große Verantwortung …“
Der hochintelligente Peter Parker ist nicht unbedingt der beliebteste Junge an seiner Schule und oft genug die Zielscheibe des Spottes von Flash Thompson, dem Football-Ass der Highschool. Das ändert sich jedoch, als er bei einem Ausflug in die New York Hall of Science von einer Spinne gebissen wird, die einer fremdartigen Strahlung ausgesetzt war. Fortan bemerkt Peter sonderbare Veränderungen an sich. Seine Sinne haben sich geschärft, er ist stärker und schneller und kann überdies an glatten Wänden empor klettern.

Bald wird dem angehenden Genie klar, dass sich seine menschlichen Gene mit denen der Spinne vermischt haben. Sofort wittert der vernachlässigte und gedemütigte Außenseiter eine Chance auf Ruhm und Anerkennung. Ein Agent verhilft ihm zu öffentlichen Auftritten in einer beliebten Late Night Show, wo Peter Parker, als Spider-Man maskiert, das Publikum mit seinen Kunststücken unterhält. Keiner kennt seine wahre Identität, auch sein Agent nicht, der den Mythos vom Spinnenmenschen aufrechterhalten will. Auch Peters Ersatzeltern, sein Onkel Ben und seine Tante May, wissen nichts von den neuen Fähigkeiten ihres Neffen.

Der gerät jedoch schnell in den Fokus der Presse, und besonders der ‚Daily Bugle‘ will Spider-Man das Image eines Hochstaplers verleihen. Doch zunächst hat Peter Parker andere Sorgen, denn während er dem Ruhm nachjagt, werden Onkel Ben und Tante May zu Hause überfallen. Der Einbrecher, den Peter bei früherer Gelegenheit hat laufen lassen, erschießt Ben Parker und entkommt. Ab jetzt gibt es für Spider-Man nur ein Ziel: Rache. Doch bevor er den Mörder ernstlich verletzen kann, überlässt er ihn der Polizei. Peter Parker weiß jetzt, dass aus großer Kraft große Verantwortung erwächst. Ab sofort will er seine unglaublichen Kräfte für das Gute einsetzen, obwohl der ‚Daily Bugle‘ immer noch alles daransetzt, Spider-Man als Verbrecher abzustempeln. Doch da bekommt Peter Parker die Gelegenheit, sich als Held zu beweisen, denn ein fliegender Verbrecher, der sich selbst ‚Der Geier‘ nennt, macht die Straßen von New York unsicher …

Im Zuge der Neugestaltung des Marvel-Universums war es unumgänglich, dass auch einer der beliebtesten Superhelden überhaupt eine Frischzellenkur erhielt: Spider-Man. Dabei handelt es sich bei der sogenannten „Season One“ jedoch nicht um eine Zusammenfassung mehrerer Comic-Einzelhefte, sondern um eine in sich abgeschlossene Graphic Novel, die es vor allem Einsteigern ermöglicht, die Welt von „Spider-Man“ von Anfang an kennenzulernen. Dabei hat sich der Autor Cullen Bunn dicht an das Original von Stan Lee gehalten und dennoch zeitgemäße Änderungen vorgenommen. Die Geschichte nimmt sich ausreichend Zeit, um dem Leser die Figur des Peter Parker näher zu bringen und seine Handlungen glaubhaft zu verdeutlichen. Menschlicher und authentischer wurde Peter Parker selten vorgestellt, und vor allem seine Wandlung vom ruhmsüchtigen Außenseiter zum selbstlosen Helden ist absolut nachvollziehbar. Der Geier ist zwar bei Weitem nicht so eindrucksvoll und bösartig wie der grüne Kobold, der in der Verfilmung von Sam Raimi Spider-Mans Feuertaufe darstellte, aber Peter Parker muss schließlich erst einmal lernen, seine Kräfte richtig einzusetzen.

Für die Zeichnungen zeigt sich Neil Edwards verantwortlich, der Peter Parker ein neues Gesicht und der Handlung sehr viel Dynamik verliehen hat. Manchmal wirken die Figuren zwar sehr glatt, doch in den entscheidenden Momenten überzeugt die Graphic Novel durch eindrucksvolle Bilder. Vor allem Spider-Man und der Geier sind überaus gelungen. Ein ausführliches Vorwort von Christian Endres, sowie Skizzen von Neil Edwards vervollständigen das hochwertige Comic-Album, das für Altfans und Neueinsteiger gleichermaßen gut geeignet ist. Absolut empfehlenswert.

Eindrucksvolle Frischzellenkur für „die nette Spinne aus der Nachbarschaft“. „Season One“ ist vor allem für Neueinsteiger die optimale Einstiegslektüre. Packend erzählt und lebendig gezeichnet.

Copyright © 2012 by Florian Hilleberg (FH)

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