Stimmen der Vergangenheit

Fabrice Meddour (Text und Zeichnungen) & Stéphane Paitreau (Farben)
Stimmen der Vergangenheit
Ganarah 3

(sfbentry)
Ganarah: Les voix du passé, Frankreich, 2010
Splitter Verlag, Bielefeld, 03/2011
HC-Album, Comic, Fantasy
ISBN 978-3-939823-63-6
Aus dem Französischen von Tanja Krämling
Titelgestaltung von Dirk Schulz unter Verwendung einer Illustration von Fabrice Meddour

www.splitter-verlag.de
http://lambiek.net/artists/m/meddour_fabrice.htm
www.spaitreau.com/
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www.animagic.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Ganarah, die einstige Heldin von Amon-Surath, wurde das Opfer merkwürdiger Kreaturen. Obwohl sie sich von der Maske, die sie veränderte, befreien konnte, ist sie nicht mehr dieselbe – sondern eine Wahnsinnige, die sich von Menschenfleisch ernährt. Trotzdem hofft Tchenee, die neue Herrscherin Amon-Suraths, dass die einstige Freundin die Stadt vor dem Untergang bewahren wird, und lockt die Helden von Quintanaro, die der Einladung zu den Spielen folgten, in einen Hinterhalt. Um dem Grauen ein Ende zu bereiten, will sich der kleine Toma, der über besondere Kräfte verfügt, opfern. Ist alle Magie verschwunden, kann ein neues Zeitalter eingeleitet werden. Und tatsächlich fällt Ganarah auch über ihn her …

Selbst wenn man „Ganarah 1 + 2“ gelesen hat, verwirrt die Lektüre des dritten und abschließenden Bandes. Es scheint einen kleinen Zeitsprung gegeben zu haben, und die Handlung pendelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit – es wird endlich enthüllt, weshalb die Titelheldin einst in Ungnade fiel – und verschiedenen Schauplätzen mit zahlreichen Protagonisten hin und her. Die offenen Fragen werden trotz eines versöhnlichen Endes nicht zufriedenstellend beantwortet: Wieso verfiel Ganarah dem Wahnsinn? Was plant Tchenee wirklich? Was wird nun aus Amon-Surath? Was genau hat es mit den Flux und anderen mysteriösen Wesen auf sich?

Allenfalls schnappt man Andeutungen auf, doch konkrete Erklärungen gibt es keine, und am Schluss fragt man sich, was das Ganze eigentlich sollte, worauf Autor und Zeichner Fabrice Meddour hinaus wollte. Auch seine realistisch anmutenden Zeichnungen können die verworrene Geschichte nicht retten.

Hat man die ersten beiden Alben von „Ganarah“ bereits im Regal stehen, wird man voller Hoffnung auch den dritten Band kaufen – und froh sein, dass nach dieser enttäuschenden Entwicklung die Geschichte zu Ende ist. Wer die Serie noch nicht kennt, sollte vor dem Kauf ein wenig in der Trilogie blättern, um für sich entscheiden zu können, ob er der Reihe trotzdem eine Chance geben möchte.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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