Summer Wars 1

Mamoru Hosada (Story), Yoshiyuki Sadamoto (Charakterdesign), Iqura Sugimoto (Zeichnungen)
Summer Wars 1

(sfbentry)
Japan, 2009
Carlsen Manga, Hamburg, 12/2011
TB, Manga, Romance, Mystery, SF
ISBN 978-3-551-76296-2
Aus dem Japanischen von Nadja Gravert-Stutterheim

www.carlsenmanga.de
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Nachdem der zurückhaltende Kenji Koiso die Chance vermasselt hat, Japan bei der Olympiade zu vertreten, drohen ihm die langweiligsten Sommerferien seines Lebens. Immerhin hat er einen Ferienjob bei der Systemwartung von OZ, einer virtuellen Second Life-Welt im Internet. Da bietet ihm die umschwärmte Natsuki Shinohara an, sie zum 90. Geburtstag ihrer Großmutter zu begleiten. Dort angekommen, gibt sie ihn zu seiner Überraschung als ihren Verlobten aus. Nach und nach lernt der überrumpelte Kenji so Natsukis Verwandten kennen.

In der ersten Nacht erhält Kenji per anonymer Email einen Code, den er knacken kann und an den Absender zurück sendet. Am nächsten Morgen erfährt Kenji, dass OZ unter seinem Namen gehackt wurde. Das Chaos, das nun dort herrscht, hat auch gefährliche Auswirkungen auf die wirkliche Welt.

Der „Summer Wars“-Manga ist weniger eine Adaption des gleichnamigen Animes von Mamoru Hosoda („Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“), als vielmehr eine gleichwertig anzusehende Erzählung derselben Geschichte, die den Fokus mehr auf Kenji und Natsuki legt. Die Zeichnungen wirken sehr statisch und mit den typischen offenen Mündern und aufgerissenen Augen wie eingefrorene Anime-Bilder. Die Gefühlsregungen der Figuren sind ebenfalls sehr übertrieben dargestellt.

Die Charakterzeichnungen sind dagegen sehr gut gelungen und in einigen Momenten sogar außerordentlich einfühlsam. Besonders natürlich die der Hauptpersonen, der spitzbübischen Natsuki und des schüchternen Kenji. Auch Natsukis geheimnisvoller, jugendlicher Onkel Wabisuke und das Computerkid Kazuma, die Kenji auf dem Fest kennenlernt, werden sehr differenziert dargestellt. Für das Charakterdesign zeichnete mit Yoshiyuki Sadamoto ein Profi verantwortlich, der auch für „Neon Genesis Evangelion” tätig war und damit schon eine zumindest neugierige Fan-Basis mitbringt.

Das Ganze mit seiner Kombination aus Romanze, 2nd Life-High-Tech und Familiendrama mutet etwas zu wirr an. Für jugendliche Manga-Fans mag der Mix allerdings durchaus ein Fest sein.

Copyright © 2012 by Elmar Huber (EH)

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