Sundome 1

Kazuto Okada
Sundome 1

Japan, 2006
Panini Comics/Planet Manga, Stuttgart, 02/2014
TB, Manga, s/w, Comedy, Erotik, Romance
ISBN 978-3-86201-933-5
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
2 Farbseiten
Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!

www.paninicomics.de/

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Kurumi Sahana ist neu in der Klasse des schüchternen Hideo Aiba. Dass sie ausgerechnet neben ihm sitzt, löst bei ihm sofort eine körperliche Reaktion aus, die er erfolglos vor ihr zu verstecken sucht. Da er sich Hals über Kopf in Kurumi verliebt hat, möchte Hideo aus dem schulischen ‚Roman Club‘ austreten, der sich mit okkulten Phänomenen beschäftigt und der Jungfräulichkeit bis zum Schulabschluss propagiert. Stattdessen tritt jedoch Kurumi ebenfalls in den Club ein. Zwischen ihr und Hideo entwickelt sich eine Beziehung, in der sie ihre Dominanz ausleben kann. Sie spielt mit ihm, und der unterwürfige Hideo lässt dies für einige kleine (erotische) Belohnungen nur zu gerne zu, Peinlichkeiten inbegriffen. Jedoch beschließt Kurumi einen Deal mit Hideo: Sie wird ihn reizen, aber niemals kommen lassen.

Ähnlich wie in „Nana & Kaoru“ geht es auch in „Sundome“ um eine (sexuelle) Meister-/Sklave-Beziehung, die jedoch auf einer anderen Ebene abläuft als in Ryuta Amazumes ungleich handfesterem Fessel-Comedy-Drama. Obwohl die Sprache des Mangas und Kurumis Spiele, mit denen sie Hideos Hingabe testet, teilweise doch ziemlich derb sind, kommt es in „Sundome“ noch nicht einmal zu Vanilla-Sex. Das könnte durchaus interessant sein, wäre diese Beziehung nicht zwischen zwei so jungen Protagonisten angesiedelt.

Die Leseempfehlung für den Band liegt bei 16+; Kurumi und Hideo sind höchstens so alt. Außerdem wird die erotische Spannung immer wieder durch alberne Slapstickmomente, grotesk übertriebene Mimik und hormongesteuert peinliche Momente konterkariert und damit zurück auf null gesetzt. Alles in Allem läuft die Geschichte dadurch – zumindest für westliche Leser – alles andere als rund. Charakterlich geben sowohl die nach außen berechnende Kurumi als auch der zurückhaltende Hideo, der förmlich nach jeder Aufmerksamkeit von Kurumi lechzt, einiges her. Die zeichnerische Darstellung Kurumis degradiert sie jedoch stellenweise zum reinen Sexobjekt. „Sundome“ liest sich übrigens nicht als englisches Wort – das würde überhaupt keinen Sinn ergeben – sondern bedeutet „Stoppen kurz vor dem Ziel“, was auf Kurumis Versprechen an Hideo deutet.
Die abgeschlossene achtbändige Serie wurde in bisher vier Spielfilmen adaptiert.

Ungewöhnliche Story um (sexuelle) Dominanz und Unterwürfigkeit, die immer wieder von platten Albernheiten unterbrochen wird.

Copyright © 2014 by Elmar Huber (EH)

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Comments

  1. Vorschlag 1: Sie sucht nach ihrem Spickzettel für die Mathe-Arbeit
    Vorschlag 2: Sie schämt sich für ihre abgekauten Fingernägel
    Vorschlag 3: Sie kontrolliert, ob sie ein Höschen anhat
    Vorschlag 4: Sie hat ein Messer versteckt und wartet, bis der „gute Onkel“ einen Schritt näher kommt
    Vorschlag 5: Sie … pfui Detlef, was denkst du denn schon wieder, tstststs

    mgg
    Werner 😉

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