Süßes Gift 1: Liebesmedizin

Mieko Koide
Süßes Gift 1: Liebesmedizin

Koi no yamai ni tsukeru kusuri, Japan, 2003
EMA, Köln, 11/2008
TB, Manga, Boys Love, 978-3-7704-6991-8, 188/650
Aus dem Japanischen von Monika Hammond

www.manganet.de
http://www02.so-net.ne.jp/~pretty-c/

Als Schüler war Takehiko Munakata heimlich verliebt in den niedlichen Naoki Yui. Als sie einander nach einigen Jahren zufällig wieder begegnen – Takehiko ist inzwischen Techniker und Naoki Lehrer -, ist sich Takehiko sicher: Das muss Schicksal sein. Statt jedoch seine Gefühle zu zeigen, hält er sich zurück und ist einfach nur glücklich, hin und wieder mit Naoki etwas unternehmen zu dürfen.

Schließlich gesteht Naoki Takehiko, dass er ein großer Fan des Gesangs-Duos Cross ist, insbesondere von dem attraktiven Yu Waki. Nach einem Konzert versteckt Naoki Yu im Hotelzimmer vor einigen Groupies. Tage später meldet sich Yu, als er Trost braucht und besucht Naoki. In einer verfänglichen Situation kommt Takehiko dazu und stellt seinen Freund vor die Wahl: Yu oder er.

Naoki begreift noch immer nicht, was los ist, und Yu wiederum ahnt nicht, dass auch sein Partner Jin Tatewaki unter der Entwicklung leidet…

Sonst sind es immer die Mädchen, die im Teenager-Alter einen Star anhimmeln. Seltener werden Jungen oder gar junge Männer damit in Zusammenhang gebracht. Interessanterweise hat Naoki jedoch eine sehr realistische Einstellung zu seiner Schwärmerei. Ihm ist klar, dass er seinem Idol niemals begegnen wird, und so gibt er sich keinerlei Illusionen hin. Umso verwirrter ist er natürlich, als das Unmögliche wahr wird – und sich Yu sogar in ihn verliebt. Was nun?

Nicht viel anders geht Takehiko mit seinen Gefühlen für Naoki um. Er glaubt, dass sie nur Freunde sein können und gibt sich damit zufrieden. Erst als er befürchten muss, Naoki zu verlieren, steht er zu seiner Liebe. Zu spät?

Yu und Jin zeigen sich hauptsächlich von ihrer privaten Seite. Tatsächlich geht es in dem Manga hauptsächlich um Gefühle und Beziehungen und nicht wirklich ums Showbiz. Während Jin im Hintergrund bleibt, bringt Yu den Wirbel und die Überraschungen in die Handlung. Wie Takehiko zögert auch Jin, sich mit Yu auszusprechen. Schließlich droht er mit Konsequenzen. Erfolgreich?

Auf die offenen Fragen wird wohl erst die Fortsetzung Antwort geben. Die Paare kommen einander näher, aber außer Küssen und Umarmungen passiert nichts. Von daher kann man den Band Leserinnen ab 14 Jahren empfehlen. Die Geschichte ist romantisch und witzig, die Zeichnungen sind eher einfach, aber gefällig. Wer Genre und Thema mag, sollte in den Manga hinein schauen. (IS)

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Süßes Gift 01 – Liebesmedizin

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