Trinity 1 (von 6)

trinity-1Kurt Busiek, Fabian Nicieza, Mark Bagley, Scott McDaniel u. a.
Trinity 1 (von 6)

Trinity 1 – 8, DC, USA, 2008
Panini Comics. Stuttgart, 3/2009
PB mit Klappbroschur, Comic, Superhelden, SF, Fantasy, 196/1995
Aus dem Amerikanischen von Steve Kups
Titelillustration von Carlos Pacheco

www.paninicomics.de
www.astrocity.us
www.scottmcdaniel.net/
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www.ihatemike.com
www.jerryordway.com

Nach dem großen Erfolg der Maxi-Serie „52“, die, wie der Titel verrät, ein Jahr lang lief und wöchentlich erschien, hat sich DC entschlossen, das Projekt zu wiederholen. Auch für „Trinity“ konnte man mehrere Autoren und Zeichner gewinnen, deren Arbeiten stilistisch sehr homogen sind und die mit großem Fleiß die ihnen gestellte Aufgabe bewältigt haben.

Diesmal stehen mit Superman, Batman und Wonder Woman drei Helden im Mittelpunkt, die sicher nicht die mächtigsten sind, aber stets ihr Bestes geben und auf ihre Weise andere inspirieren. „Trinity“ = Dreigestirn. Vermutlich ist die Parallele zu manchen Religionen (z. B. Hinduismus: Brahma, Vishnu, Shiva; Christentum:
Gottvater, Maria, Jesus) die eine Trinität verehren, kein Zufall; dass die Autoren tatsächlich das Risiko eingehen, konkrete Bezüge zu knüpfen, wodurch das religiöse Empfinden mancher Leser verletzt werden könnte, muss nicht zwangsläufig der Fall sein.

Superman, Batman und Wonder Woman haben ein Treffen vereinbart, da jeder von ihnen plötzlich dieselben Träume hat. Schnell steht fest, dass sie die Einzigen sind und kein anderer Superheld Vergleichbares sieht. Nur wenig später werden sie mit veränderten Realitäten konfrontiert. Und das ist erst der Anfang. Sie ahnen nicht, dass sie, während sie die Probleme lösen, beobachtet werden und sich drei Schurken zu ihrem negativen Gegenpol vereinen.

Unterdessen wird eine junge Frau, die man unter dem Namen Tarot kennt, entführt.

Gangbuster kann die unheimlichen Kreaturen nicht aufhalten. Über Hawkman nimmt er Kontakt zu JLA auf.

Es scheint, als habe die Verschleppung Tarots etwas mit den anderen merkwürdigen Vorfällen zu tun. Selbst das Anwesen von Bruce Wayne wird überfallen. Die Eindringlinge kennen das Geheimnis des Millionärs und wollen Batman ebenso brandmarken wie Wonder Woman…

Wieder einmal geht es um den ewigen Kampf von Gut gegen Böse, und der Sieger hofft auf grenzenlose Macht. Mehr bedarf es nicht, um eine Schar Superhelden auf den Plan zu rufen, die natürlich die Superschurken aufhalten wollen. Da die Story sehr breit angelegt ist, gibt es viele Schauplätze, an denen zahlreiche Protagonisten ihre (Einzel-) Kämpfe austragen.

Während das ‚Dreigestirn’ noch darüber philosophiert, was sie verbindet bzw. unterscheidet, wie sie von den Menschen gesehen werden und welchen Symbolcharakter sie innehaben, dürfen die Bösen einfach böse sein und die Handlung durch ihre Attacken in Schwung bringen. Es werden viele Fragen in den Raum gestellt, die in den kommenden Episoden der Antworten harren.

Noch lässt sich nicht sagen, ob „Trinity“ ein neuer Mega-Event wird, der vergleichbare Ereignisse in den Schatten zu stellen vermag. Zumindest sind viele namhafte Helden dabei, die auf der Erde, im Weltall und in anderen Dimensionen agieren, futuristische Technologie, Superkräfte und Magie einsetzen.

Sagt einem das zu, kann man der Serie ruhig eine Chance geben. Acht US-Hefte sind auf rund 200 Seiten für knapp 20.- zusammengefasst – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angemessen, zumal das aufklappbare Cover eine nette Idee ist. Vor dem Kauf sollte man ein wenig in dem Paperback blättern, um zu sehen, ob das Thema und die ansprechenden Illustrationen gefallen. (IS)

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