Vampire Diaries 1

Colleen Doran, B. Clay Moore, Sean E. Williams, Heather Nuhfer
Vampire Diaries 1: Eisenkraut/Seide/Weihnachtsferien/Alaric/1969/Im Geiste
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Vampire Diaries 1 – 4, DC, USA, 2014
Nach Lisa J. Smiths Romanen „Vampire Diaries“ und der TV-Serie von Alloy Entertainment
Panini Comics, Stuttgart, 02/2015
PB, Comic, Horror, Urban Fantasy, Romantic Mystery
ISBN 978-3-95798-299-5
Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber
Titelillustration von N. N.
Zeichnungen von Tony Shasteen, Cat Staggs, Xermanico, Alan Quah, Jason Gorder,
JD Mettler, Wendy Broome, Rex Lokus, Garry Henderson von Space Goat Productions
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www.paninicomics.de
www.ljanesmith.net
http://alloyentertainment.com
www.colleendoran.com
https://bclaymoore.wordpress.com
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https://twitter.com/HeatherNuhfer
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Die ersten Bücher zu der Serie „Vampire Diaries“ schrieb Lisa J. Smith bereits in den 1990er Jahren. Allerdings erging es ihr wie vielen anderen KollegInnen, dass ihre Romane erst nach dem „Twilight“-Hype wirklich Beachtung ob des ähnlichen Themas fanden. Ab 2009 schrieb sie die letzten Teile, auf die weitere mit der Handlung verknüpfte Bände folgten, die allerdings von Ghostwritern unter dem Namen der Autorin verfasst wurden/werden.

Ebenfalls an den „Twilight“-Hype hängte sich 2009 Alloy Entertainment mit der Verfilmung der „Vampire Diaries“. Inzwischen liegen sechs Staffeln mit 133 Episoden à 40 min vor, die in Deutschland von SIXX ausgestrahlt werden. 2014 startete DC eine Comic-Serie, die mehr oder weniger eine Brücke zwischen den Büchern und den Filmen schlagen will, indem sie die Charaktere aus anderer Sicht beleuchtet, Geschichten aus der Vergangenheit und ergänzende Ereignisse schildert. Dabei orientieren sich die Zeichner wie schon bei „Buffy“, „Angel“, „Charmed“ u. a. Adaptionen von TV-Serien am Aussehen der Schauspieler, selbst wenn dieses von den Beschreibungen in den Romanen etwas abweicht.

Für das Projekt gewonnen werden konnten einige namhafte Künstler wie Colleen Doran („A Distant Soil“), B. Clay Moore („Bloodshot“), Tony Shasteen („Star Trek“), Xermanico („Kiss). In „Vampire Diaries 1“ von Panini sind die ersten vier US-Hefte enthalten, insgesamt 6 Storys.

Kurz nach dem Ende des Sezessionskriegs: Die Brüder Stefan und Damon Salvatore leben in Mystic Falls. Um den Ort von „Eisenkraut“ freizuhalten, das für Vampire gefährlich ist, lassen sie sich auf einen Pakt mit dem Hexer Julian Glinda ein. Dafür dass in und um Mystic Falls keine einzige dieser Pflanzen in den nächsten 24 Jahren wächst, schenken sie ihm genauso viele Jahre Jugend durch ihr Blut. Julian hofft, durch die fortwährende Wiederholung dieser Abmachung Unsterblichkeit zu erlangen, ohne ein Vampir zu werden und seine magischen Kräfte zu verlieren. Jahre später in der Gegenwart sind die Brüder nicht mehr gewillt, sich an die Abmachung zu halten. Julian versucht, sie zu erpressen und, falls sein Plan nicht klappt, sie zu töten …

Diese und fünf weitere in sich abgeschlossene Geschichten erwarten die Leser. In allen treten bekannte Charaktere auf und fügen durch ihr Handeln sowohl ihrem persönlichen Profil als auch dem Hintergrund weitere Facetten hinzu. Auf die Haupthandlung, die in den Romanen und Filmen läuft, wird nicht näher eingegangen, sodass man, falls man eines davon oder beides nicht kennt, das Paperback als ‚reinen‘ Vampir-Comic lesen und sich spannend unterhalten lassen kann, denn die Akteure sind alles andere als zimperlich und wandeln auf dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse mit Ausrutschern nach beiden Seiten. Eventuell findet so mancher gar den Weg zu den Vorlagen, wobei man wissen sollte, dass Lisa J. Smiths Bücher an ein jugendliches, in erster Linie weibliches Publikum adressiert sind, die TV-Serie in die Fußstapfen von „Twilight“ zu treten versucht und sich die Comics an eine Leserschaft beiderlei Geschlechts wenden. Die Illustrationen sind allesamt sehr gefällig, wobei vor allem Cat Staggs („Star Wars“) positiv auffällt, die der Südstaaten-Tragödie „Seide“ durch ihren weichen Stil exakt die richtige Atmosphäre verleiht.

Es lohnt auf jeden Fall, dem Band eine Chance zu geben, wenn man Horror schätzt, selbst wenn man „Vampire Diaries“ nicht kennt, denn der Comic setzt keine Hintergrundkenntnisse voraus und bringt jede Story zu einem überzeugenden Ende. Für die Fans ist der gelungene Serienstart auf jeden Fall ein Muss.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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