Warcraft: Legends 2

warcraft-legends-2Richard Knaak, Grace Randolph, Dan Jolley, Aaron Sparrow
Warcraft: Legends 2

Warcraft: Legends by miscellaneous, Tokyopop Inc./Blizzars Entertainment, Inc., USA, 2008
Tokyopop, Hamburg, 6/2009
TB, Manhwa/US-Manga, Dark Fantasy
ISBN 9783867194242
+ 16 Seiten Leseprobe „Starcraft: Frontline 1”)/650
Aus dem Amerikanischen von Peter Clausen
Titelillustration von N. N.
Zeichnungen von Jae-Hwan Kim, Erie, Elisa Kwon, In-Bae Kim u. a.

www.tokyopop.de
www.blizzard.de
www.worldofwarcraft.com/splash-wrathdate.htm
www.richardaknaak.com/Welcome.html
www.gracerandolph.com/MainPage.html
www.danjolley.com/Welcome.html

Um die Game-Welt Azeroth zu veranschaulichen und auch Leseratten auf das Spiel neugierig zu machen, arbeiten Autoren und Zeichner bereits seit einer geraumen Weile an Romanen, Comics und Mangas zu „Warcraft“. Für die Fans gibt es außerdem Kalender, Poster-Magazine, Trading Cards u. v. m. zum Sammeln, zum Spielen oder zum Schmücken des Zimmers. Nachdem Tokyopop unlängst eine abgeschlossene „Warcraft“-Trilogie veröffentlicht hatte, die auch für Nicht-Gamer und Leser von Fantasy-Mangas interessant war, ist nun mit „Warcraft Legends“ eine weitere dreiteilige Mini-Serie erschienen, in der Kurz- und Fortsetzungsgeschichten die Abenteuer von typischen „Warcraft“-Charakteren schildern. Wie schon der erste Band bietet auch „Warcraft Legends 2“ vier Storys:

Der untote Tauren Krieger Trag, den man bereits als den „Gefallenen“ kennt, lebt nun in ständiger „Furcht“, ein gehorsamer Untertane des Lich-Kings zu werden und wahllos zu morden. Ein mutiger Orc stellt sich ihm in den Weg und fordert das Schicksal heraus. Kann Trag dem inneren Zwang widerstehen? In „Die gespaltene Kriegerin“ stellen zwei Waisenmädchen fest, dass es eine Zwillingsschwester gibt. Lieren wurde von den Zwergen und Loania von den Elfen groß gezogen. Nun sind beide alt genug, um vom tragischen Schicksal ihrer Eltern zu erfahren. Die Tauren-Schamanin Kova Breithorn muss lernen, dass es keine Schade ist, von anderen Hilfe anzunehmen. „Sag niemiles nie“ beschreibt, wie sie und der Gnom Miles Kernkrümmer nach anfänglichen Missverständnissen durch das gemeinsame Abenteuer zu Freunden werden.

Unverhoffte „Familienbande“ knüpfen der Orc Jaruk Blutfeuer und das kleine Findelkind Leena. Obwohl sie nicht einmal von seiner Art ist, beschützt er sie vor allen Gefahren, sogar vor seinem eigenen Bruder. Die Geschichten sind spannend, teils recht düster und nehmen mitunter ein bitteres Ende. Hin und wieder wird ein wenig Humor und Hoffnung zugelassen. Den Beiträgen ist gemein, dass sie einige der Völker vorstellen, die auf Azeroth leben, ihre Bräuche und gängige Konflikte. Es wird aber auch thematisiert, dass man nicht alle über einen Kamm scheren darf, dass man Freundschaft und Hilfe dort finden kann, wo man es am wenigsten erwartet hätte, und dass viele, die an sich zweifeln, über sich hinaus wachsen können, wenn es die Lage erfordert.

An sich erzählt das Taschenbuch nichts Neues im Bereich der (Dark) Fantasy, aber wer gern von phantastischen Reichen, ihren Völkern, heftigen Kämpfen und (nicht-) menschlichen Dramen liest, wird gut unterhalten. Positiv ist, dass man kein Gamer sein muss, um der Handlung folgen zu können. Die Illustrationen vermögen zu überzeugen, denn sie sind sehr aufwändig und dynamisch – das Beste an dem Manga. Mag man Fantasy, sollte man einen Blick in den Band werfen und, wenn der Inhalt gefällt, erwägen, die Trilogie komplett zu kaufen, damit man die ganze Trag-Erzählung lesen kann. (IS)

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