Warhammer 1: Kriegsschmiede

Dan Abnett & Ian Edginton
Warhammer 1:  Kriegsschmiede

Warhammer 1: Forge of War, USA, 2008
Panini Comics, Stuttgart, 5/2008
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat, Fantasy, 978-3-86607-577-1, 132/1695
Aus dem Amerikanischen von Hartmut Klotzbücher
Titelbild und Zeichnungen von Rahsan Ekedal, Koloristen: Rob Ruffolo, Dean Nuckols, Scott Vanden Bosch
www.paninicomics.de
www.games-workshop.com/gws/
www.danabnett.com/
http://theprimaryclone.blogspot.com/

(sfbentry)

Der endlose und ewige Kampf gegen die Mächte des Chaos ist das bestimmende Thema in der mittelalterlich anmutenden Fantasy-Welt „Warhammer“. Und auch die Geschichte „Kriegsschmiede“ erfüllt alle Erwartungen, die der Titel bei den Freunden dieser düsteren Erzählungen wecken mag.

Denn wieder geht es um große und wenig glanzvolle Schlachten, die gegen die Anhänger der vier Chaosgottheiten geschlagen werden, um ebenso verzweifelte wie entschlossene Verteidiger des Imperiums. Diesmal kämpfen die Menschen Seite an Seite mit den Zwergen gegen die heranrückenden Horden, um sie von dem Einmarsch in ihre Heimat abzuhalten. Doch trotz Mut, Entschlossenheit und dem festen Willen nicht nachzugeben, bricht die Schlachtreihe, und wenigen gelingt die Flucht vom Schlachtfeld:

Sergeant Vogel von den Großschwertern von Averheim und seinen Leuten, dem Zauberer König und seiner Leibwache sowie dem Zwerg Vargni Valnirsson. Jede dieser drei Gruppen muss nicht nur eigene Gefahren und Konfrontationen mit dem Chaos und seinen Schergen überstehen, sondern erkennt letztlich, dass die verheerende Niederlage in der Schlacht nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann und auf Verrat basierte. Während ein Bote die Nachricht davon, dass das Imperium bereits vom Chaos durchdrungen ist, weiter trägt, stellen sich die anderen Überlebenden der weiter vorrückenden Armee des Feindes zu einem letzten, wenig aussichtsreichen Kampf.

Die Geschichte, die die Autoren in dem Comic erzählen, ist dicht und spannend, wenngleich sie für Leser, die mit dem „Warhammer“-Hintergrund nicht vertraut sind, teilweise etwas verwirrend sein dürfte, wobei das Glossar am Ende des Buchs grundlegende Erklärungen liefert.

Das Düstere und Bedrückende, das die ewig im Krieg liegende Welt kennzeichnet, wird nicht nur in der Dramaturgie der Erzählung des auch für seine „Warhammer 40k“-Romane bekannten Dan Abnett deutlich, sondern auch sehr gut durch die exzellenten Zeichnungen Ekedals, sowie die Arbeit der Koloristen ausgedrückt. Texte, Bilder und Farben greifen perfekt ineinander und bilden eine stimmige, finstere und spannende Einheit.

In der Geschichte gewinnen die letzten Überlebenden der Schlacht innerhalb der 132 Seiten des qualitativ hochwertigen, angenehm aufgemachten und gut gedruckten Comics sehr an Charakter, obschon jede einzelne Gruppe nur einen begrenzten Raum für sich beanspruchen kann. Dass das Softcover-Buch mit einem Cliffhanger in Form des letzten verzweifelten Angriffs der Protagonisten gegen die feindliche Armee endet, ist nur in sofern ärgerlich, als dass es einen zwingt, auf den nächsten Band zu warten.

Für Fans der dunklen Welt von „Warhammer“ und ihrer Geschichten ist „Kriegsschmiede“ somit sicherlich ein – wenngleich sehr blutiges und zugegebenermaßen sehr brutales – Vergnügen und somit auch den recht hohen Preis wert. (BvdB)

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Warhammer, Bd. 1: Kriegsschmiede

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