Warhammer 40.000 – Kreuzzug der Verdammten

Dan Abnett
Kreuzzug der Verdammten

Warhammer 40.000 Band 1
Panini Comics Taschenbuch
144 Seiten
ISBN 9783866074781
Serie: Warhammer 40.000
OT: Warhammer 40.000: Damnation Crusade
Autoren: Dan Abnett & Ian Edginton
Zeichnungen: Lui Antonio, Greg Boychuk, Daniel Lapham, Kevin Chin
Koloristen: JM Ringuet, Imaginary Friends Studio, Aeronik
Ü: Hartmut Klotzbücher
Verlag: PaniniComics, 2007

In einer weit entfernten Zukunft – einer verdammt weit entfernten Zukunft – ist das Leben ein ständiger Kampf gegen die Mächte des Chaos und des leeren Raums. Die Armeen des unsterblichen Imperators trotzen ihren Feinden, stellen sich ihm und beschützen die Menschheit. An der Spitze der imperialen Armee stehen die Space Marines, eine geheime Kampfgruppe von Elitesoldaten. Und einer der mutigsten und ehrenvollsten Orden der Space Marines, sind die Black Templar.

In „Kreuzzug der Verdammten“ wird der Werdegang eines dieser Black Templars beschrieben. Es handelt sich um Raclaw, einen wilden Krieger aus dem Hinterland, der in einem fanatischen Auswahlverfahren gebrochen und neu geformt wird, um dem Imperator zu dienen und für den Imperator zu sterben. Und sollten seine Taten rein und ehrenhaft sein, so wird sein Dienst für den Imperator unendlich andauern, denn die besten der Space Marines werden in beseelte Maschinen verwandelt, in kampfgewaltige Dreadnoughts …

Was im Comic als Dreadnought bezeichnet wird, ist im gleichnamigen Tabletop – auf dem der Comic ja nun basiert – ein Cybot. Bei „Warhammer 40.000“ handelt es sich um ein Miniaturenspiel aus dem Hause Games Workshop, in dem verschiedene Armeen gegeneinander antreten. Bisher gab es begleitende Romane, Computerspiele („Dawn of War“ für den PC) und Rollenspiele („Dark Heresy“), nun auch endlich einen Comic.

Die Welt von „Warhammer 40k“ (so eine der Abkürzungen) ist düster, ohne Hoffnung und besteht aus fortwährenden Kämpfen. Das Imperium selbst ist eine faschistische Fraktion, die Menschheit lebt in einer Art dunklem Mittelalter und Techpriester bedienen moderne Technologie mit einem Gebet auf den Lippen. Horden von Eldar, Necrons, Tau und Orks stellen sich ihnen entgegen und das allgegenwärtige Chaos hat selbst die besten der Space Marines korrumpiert und auf seine Seite gezogen. Hoffnung und Wissen sind hinweggefegt, nur der Glaube hält das Imperium noch am funktionieren und am überleben.

Der Hintergrund von „Warhammer 40.000“ ist ungeheuer komplex und Freunde düsterer Science Fiction und Fantasy, werden daran ihre wahre Freude haben. Die Atmosphäre und die Strukturen des Tabletops – das für sämtliche Publikationen Leitbild ist – einzufangen, ist für ein Comic eine schwere Aufgabe, an die sich Dan Abnett und Ian Edginton mit einem Team von Zeichnern gewagt haben. Und das Ergebnis sieht verdammt gut aus.

Ein kantiger Strich, düstere Farben und tiefe Schatten dominieren den Comic. Doppelseitige Panels bieten panoramaartige Ansichten, die Panels selbst sind oftmals mit verschiedenen Farben umrahmt oder gar in große Bilder eingebettet. Das bewirkt einen dynamischen und spannenden Lesefluss, ist Reizwäsche für die Augen und macht den Leser einfach an. Gewaltige Kampfszenen, düstere Geheimnisse und blutige Duelle heizen auf. Yeah, das ist ein echt harter Comic!

Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick klein und überschaubar, bietet im Grunde genommen nur Momentaufnahmen, die meistens auf Schlachtfeldern oder in Arenen stattfinden. Die Gothic-Architektur der Welt kommt dabei manchmal zu kurz, doch die wenigen Blicke auf Bauten und Raumschiffe sind einfach grandios. Fans des „Warhammer 40.000“-Universums werden sich sofort heimisch fühlen.

Dabei ist es schon eine kleine Herausforderung, der Geschichte zu folgen, denn die Handlung springt innerhalb von Zeit und Raum flink voran und lässt die Jahre und verschiedenen Kreuzzüge bald hinter sich. Die Feinde des Imperiums werden dabei oftmals nur kurz vorgeführt, ihre Ziele bleiben meist im Dunklen verborgen. Im Zentrum stehen einfach die Space Marines – und das ist auch gut so!

Zum besseren Verständnis des Comics befindet sich im Anhang von „Kreuzzug der Verdammten“ ein kleiner Glossar, in dem die wichtigsten Völker und Elemente kurz aufgeführt sind. Außerdem wurde noch eine kleine Cover-Gallerie untergebracht, in der – stark verkleinert – die verschiedenen US-Cover bewundert werden dürfen.

„Kreuzzug der Verdammten“ ist ein klasse Comic, der für Fans ein Muss ist und auch jedem anderen nur ans Herz gelegt werden kann. Oder, um es mit den Worten von Black Templar Gerhart auszudrücken: „Wer will der Erste sein? Hnnhk!“

(c) 2008 by Günther Lietz

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Warhammer 40.000, Bd.1: Kreuzzug der Verdammten

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