Wolverine 1

wolverine-1Daniel Way, Gregg Hurwitz, Stephen Segova, Marcelo Frusin, Matt Milla
Wolverine 1

Panini Comics Softcover, 100 Seiten
Original-Storys: Wolverine Origins 26-27, Wolverine Annual 1
Erschien: 04/2009
Autoren: Daniel Way, Gregg Hurwitz
Zeichner:  Stephen Segova, Marcelo Frusin
Farben: Marcelo Frusin, Matt Milla

www.panini.de

„Wolverine 1“ beinhaltet mehrere Geschichten über den Superhelden und Mutanten Wolverine, der ohne sein Kostüm auch als Logan bekannt ist. Die Originalstorys aus „Wolverine Origins 26-27“ und dem „Wolverine Annual 1“ wurden zusammengefasst und bieten Unterhaltung auf mehreren Ebenen.

Erst einmal präsentiert sich als Mainstory die Geschichte von Logans Sohn Daken, der ebenfalls über außergewöhnlich Kräfte verfügt. Obwohl der Comic auf andere Comicbände aufbaut, ist die Geschichte auch für sich alleine gut verständlich. Vor allem die Gräueltaten Wolverines wurden griffig in Szene gesetzt und können einem unbedarften Leser schnell belasten. Logan kämpft zwar für die Guten, aber er ist und bleibt kein netter Kerl. In „Sohn 1+2“ sucht man deswegen vergebens nach familiären Momentaufnahmen. Im Mittelpunkt steht mehr Logans Vergangenheitsbewältigung und die Erziehung Dakens, der schon als Knabe ein wahres Monster war. Das hier Wolverines Feind Romulus die Hände mit im Spiel hat, erschwert die Sache um Einiges.

Die Zeichnungen sind stark und dynamisch, haben richtig Pepp. Klare, kantige Linien, dazu eine düstere Kolorierung. Die Geschichte wird kernig erzählt und ist entsprechend umgesetzt. Wolverine macht keine halben Sachen, und das sieht man auch. Vor allem, das für Wolverine dazugehörige Spiel aus Licht und Schatten kommt hier besonders gut zur Geltung.

Etwas kürzer und in sich vollständig abgeschlossen ist die Story „Requiem für J. Patrick Smitty“. War „Sohn 1+2“ eher klassisch koloriert, arbeitet Marcelo Frusin hier mit einem Aquarellstil. Dadurch verwischen die Kanten manchmal leicht, was durchaus gewollt ist und perfekt zur Stimmung der Geschichte passt.

In klassischer Manier gerät Logan an ein paar Kriminelle und lehrt sie das Fürchten. Im Fokus ist dabei der titelgebende J. Patrick Smitty, der aus seiner verkorksten Kindheit erzählt und stets beteuert, dass er bei nächst bester Gelegenheit das Richtige machen wird und sein Leben ändert. Schlussendlich muss sich Wolverine seiner annehmen.

Nach diesen Geschichten folgt eine achtseitige Leseprobe zu „Ultimate Origins“. Eine nette Dreingabe, ebenso wie der Artikel zum Wolverine Film „X-Men Origins: Wolverine“. Hier werden die Unterschiede zwischen Comic und Film sehr deutlich. Ebenso aufschlussreich ist auch der Steckbrief auf der letzten Seite. Man sollte Comics und Filme halt als alternative Superhelden-Universen betrachten – denn alleine der Größenunterschied ist zu gigantisch, als dass Schauspieler Hugh Jackman Logan eigentlich verkörpern kann. Aber das sind im Grunde Nebensächlichkeiten, was zählt ist eine gute Story. Im Film, ebenso wie im Comic. Und die Storys in „Wolverine 1“ sind einfach gelungen!
(Günther Lietz)

Wolverine im Kino
X-Men Origins: Wolverine

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