XS 5: Descent of Goddess

Song Ji-Hyoung
XS 5: Descent of Goddess

Korea, 2004
EMA, Köln, 4/2007
TB, Manwha, Action, SF, 978-3-7704-6509-5,198/650
Aus dem Koreanischen von Mirja Maletzki
www.manganet.de
(sfbentry)

Die koreanische Serie „XS“ dreht sich um so genannte ‚Hybrids’. Das sind Menschen, in deren Bewusstsein eine weitere nicht-menschliche Persönlichkeit schlummert, die ihnen Superkräfte beschert.

Viele, wie die Schülerin Mina wissen zunächst nicht davon und fallen aus heiterem Himmel, wenn sie davon erfahren. Dann ist es meistens jedoch schon zu spät, denn die amerikanische Spezial-Einheit SET versucht, die Jugendlichen in ihre Gewalt zu bekommen und beginnt, sie zu jagen.

Zusammen mit ihrem Mitschüler Inchang ist Mina seither auf der Flucht und bemüht sich, mehr zu erfahren. Aber immer wieder geraten sie in Schwierigkeiten – denn können sie die Kräfte überhaupt beherrschen, und wollen sie es wirklich? SET ist nicht die einzige Gruppe, die hinter ihnen her ist.

Vor allem Inchang hat schwer mit dem zu kämpfen, was er während seiner Gefangenschaft im Labor einer dieser Organisationen über sich und die anderen heraus bekommen hat. Er zweifelt an sich und seiner Aufgabe, als Wächter der Kali zu fungieren, die in Mina steckt.

Doch dann kommt es schließlich zwischen ihnen, SET und den Hybridenjägern aus Japan zu einem Showdown, der es in sich hat. In diesem Augenblick zögert er nicht länger, genau so wie Kali, die endlich erwacht ist und Rache für alles will, was ihr und den anderen angetan wurde.

„XS“ ist rasant, actionreich und erinnert nicht nur in der Optik sondern auch bei der Gestaltung des Inhaltes ziemlich an Matrix. So sind die Ereignisse und Erkenntnisse bewusst düster und bedrohlich gehalten und werden auch weiterhin kryptisch erzählt. Dabei überschlagen sich gerade im Abschlussband die Geschehnisse so sehr, dass man das Gefühl nicht los wird, der Autor wollte die Geschichte ziemlich schnell und endgültig abschließen, um sich Neuem zuwenden zu können.

Es gibt kein erklärendes Finale, das die letzten Geheimnisse enthüllt; einige Handlungsfäden werden einfach offen gelassen. Darum endet die Saga ziemlich enttäuschend und verschenkt viele von den Möglichkeiten, die sie sich in den Vorgängerbänden geschaffen hatte. (CS)

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XS 05

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