Y – The Last Man 02: Tage wie diese

the-last-man-2Brian K. Vaughan & Pia Guerra
Y – The Last Man 2: Tage wie diese

Y – The last Man, Vol. 2, USA, 2003
Panini Comics, Stuttgart, 2/2007
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat, SF, 978-3-86607-353-1, 128/1495
Aus dem Amerikanischen von Claudia Fliege
Titelbild von Pia Guerra
Zeichnungen von Pia Guerra &Jose Marzan Jr., Farbe von Pamela Rambo

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In der Comic-Serie „Y – The last Man“ von Brian K. Vaughan und Pia Guerra hat ein heimtückischer Virus innerhalb weniger Stunden offensichtlich alle männlichen Wesen dahin gerafft. Auf der Erde bricht das Chaos aus, denn die von Männern beherrschte Kommunikation und das öffentliche Leben klappen zusammen, da die wenigen Frauen, die in Männerberufen arbeiten, überfordert sind, und andere besitzen nicht das Wissen und die Fähigkeiten, ihnen zu helfen.

Doch dann stellt sich heraus, dass der junge Lebenskünstler Yorick und ein männliches Kapuzineräffchen überlebt haben. Er schlägt sich nach Washington durch, nur um herauszufinden, dass seine Mutter inzwischen die Präsidentin der Vereinigten Staaten geworden ist und alles dafür tut, um wieder Ordnung in die Gesellschaft zu bringen. Deshalb stellt sie auch das Wohl der Allgemeinheit über das ihres Kindes.

In Begleitung der geheimnisvollen Agentin ‚355’ soll Yorick sich zu der bekannten Biotechnikerin Dr. Mann nach Boston begeben, um zu erforschen, warum gerade er überlebt hat. Doch kaum sind sie dort angekommen, gibt es wieder Ärger, denn eine militante Gruppe von Männerhasserinnen, die sich die ‚Töchter der Amazonen’ nennt, und auch eine Clique von israelischen Agenten scheint, eigene Pläne mit dem jungen Mann zu haben. Yorick jedoch möchte viel lieber nach Australien, um nach seiner Verlobten Beth zu suchen, die seit der Katastrophe verschollen ist.

Schließlich bleibt den beiden Frauen und ihrem Begleiter keine andere Wahl mehr, als erst einmal ziellos durch die USA zu reisen, immer auf der Flucht vor ihren Verfolgern, die aus ihren Absichten keinen Hehl machen. Dabei geraten sie in das kleine Städtchen Marrisville in Ohio, in dem auch Einiges nicht so ist, wie es den Anschein hat.

Auch der zweite Band von „Y – The Last Man“ setzt das Thema moderat und angenehm modern um, vermeidet klassische Klischees und versucht, ein differenziertes Bild der Welt ohne Männer zu zeichnen, gerade was das Verhalten der Frauen betrifft. Auch Yorick bleibt weiterhin der Durchschnittstyp und dominiert nicht all zu sehr über seine Begleiterinnen, was ihn sehr menschlich macht.

Die Geschichte wirft auch diesmal wieder ein paar interessante Fragen auf, die noch nicht sofort beantwortet werden, und das macht letztendlich neugierig auf mehr, denn Autor und Zeichnerin zeigen wieder, wie unterschiedlich die einzelnen Personen mit der Veränderung zurechtkommen: Es gibt Menschen, die hadern und daran zerbrechen, andere versuchen, irgendwie an die Zukunft zu denken, während die letzte Gruppe in ihrem Größenwahn nur noch mehr Schaden anrichtet. Das alles wird in sehr hochwertigen und realistischen Zeichnungen dargestellt.

Im zweiten Band von „Y -The last Man“ steht die spannende Handlung im Zeichen sympathischer Charaktere und einer differenzierten Sichtweise, die Lust auf mehr macht. (CS)

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