Mein Leben in Seife

Kira Licht
Mein Leben in Seife

Verlag/Edition: Anais Verlag
ISBN 978-3-862-65094-1
Liebe & Romantik, Erotik
Erschienen: 2012
Umfang: 323 Seiten

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Zum Buch

Die Geschichte beginnt damit, dass Louises Mitbewohner Stefan und Paul ihr sagen, dass sie schwul und seit einiger Zeit ein paar sind und das sie bald ausziehen werden. Den Schock noch verdauend, stellt Louise ein Inserat online, mit dem sie nach neuen weiblichen Mitbewohnerinnen sucht. Kurz darauf ziehen auch schon Isabelle und Sandy bei ihr ein und ab dem Zeitpunkt wird das Leben der 22-jährigen Geschichtsstudentin ziemlich auf den Kopf gestellt. Isabelle und Sandy sind beide sehr humor-/ und temperamentvoll und locken Louise immer wieder mit auf Partys oder Konzerte, um sie von ihren Hausarbeiten wegzuziehen. Auf den Partys lernt Louise einige Männer kennen und merkt, dass es mehr im Leben geben muss als ihr Studium und die Sehnsucht nach einem Soap-Darsteller namens „Jerôme“, der ihren Desktophintergrund ziert.

Nach einem im betrunkenen Zustand erlebten One-Night-Stand, lernt sie einen Freund von Isabelle kennen: Hannes. Sie fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, auch wenn sie weiß, dass sie nie eine feste Beziehung mit ihm eingehen würde, weil er eigentlich nicht ihr Typ Mann ist. Außerdem gibt es ja noch den mysteriösen Mann, der sie immer im Buchladen ihrer Tante Gisi besucht, in dem sie häufig aushilft. Welcher Mann wird also am Ende ihr Herz erobern?

Meine Meinung

In diesem Buch hat die Autorin Kira Licht kein Blatt vor den Mund genommen. Geschrieben wurde das Buch in der Ich-Erzählperspektive und den LeserInnen wird alles bis ins Detail erzählt, egal ob es sich um Liebeskummer, Stimmungswechsel, den Job im Buchladen von Tante Gisi, oder auch heiße Nächte handelt. Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie Louise ihr Denken und Handeln nach und nach immer weiter ändert, ohne dass es ihr großartig bewusst wird. Anfangs, ein graues Mäuschen, kommt sie nach und nach mehr aus ihrem tristen und irgendwie langweiligen Leben als fleißige, am liebsten zuhause hockende Studentin raus und mischt sich mit ihren Mitbewohnerinnen Sandy und Isabelle unter die Leute.

Auch wenn das Buch zum Genre „Erotik“ gehört, geht es nicht die ganze Zeit um Techtelmechtel, so wie man es von anderen Büchern dieses Genre mittlerweile gewohnt ist. Kira hat in diesem Buch auch noch ein paar persönliche und private Details eingebunden, wodurch das Buch für mich noch ein bisschen interessanter wurde. Merkwürdig bzw. nicht passend fand ich die Sexszene im ersten Kapitel des Buches. Sie hat mich verwirrt, denn gedanklich war ich noch in der Kennenlernphase gefangen und habe damit gar nicht gerechnet. Ich war ganz froh, dass irgendwann das Drama um Jerôme, den Soap-Darsteller zu Ende war, denn auch im echten Leben mag ich Menschen nicht, die Schauspielern hinterherhecheln und sich darin verlieren.

Alles in allem finde ich dieses Buch sehr ansprechend. Empfehlen würde ich es vor allem Frauen ab 18 Jahren.

Copyright © 2012 by Rebecca Humpert

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Comments

  1. Die Rezensentin schreibt: „Empfehlen würde ich es vor allem Frauen ab 18 Jahren.“ Na ja, vorher sind es ja auch noch keine Frauen sondern lediglich „Mädchen“, oder sieht das jemand anders?

  2. Was soll die Frage?

    Klingt so wie: „Wann ist ein Mann ein Mann?“ (Grönemeyer)

    Erst nach dem ersten Sex oder was? Na dann müssten manche schon mit 16, 15, 14 oder noch früher als Mann oder Frau gelten.

    Ich denke da gehört doch mehr dazu.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Ich denke Erwachsensein hat viel mit Verantwortsgefühl zu tun, das fehlt den meisten Kids eben noch um wirklich wichtige Entscheidungen fällen zu können. Wobei ich der Meinung bin, dass das bei Männern zum Teil sehr lange daueren kann, bis sie dazu in der Lage sind, wenn überhaupt. Ich kennen einen Nachbarn, der wohnt noch bei Mutti und ist 34 Jahre alt und treibt sich nur rum um zu saufen, fi**en und zu hu*en.

  4. Da darf man aber auch fragen, ob diese Mutti schon erwachsen ist oder? 😉

    Etwas ketzerisch könnte man auch behaupten, dass Erwachsensein erst anfängt, wenn die Entwicklung des Gehirns zum Stillstand gekommen ist. Die Erwachsenen sehen alles „gleich“ und ganz anders als die Nicht-Erwachsenen. Sie leben in einem geistigen Status Quo, von ausgetretenen Pfaden wird nicht mehr abgewichen. 😉

    Wahrscheinlich bin ich genauso. Dumm nur, dass man, einmal gefangen in diesem Zustand, diesen nicht mehr erkennen kann. Dazu gehörte ja ein geistiger Reifungsprozess, der (nach meiner anarchistischen Definition) bereits abgeschlossen ist. 😉 😉

    Ich finde die Formulierung „Frauen ab 18“ schon ok.

  5. Bei Männern würde ich aber nicht so weit gehen. In meinem Bekanntenkreis gibt es jede Menge Jungs um die Achtzehn, die eindeutig noch nicht erwachsen sind, was man an ihrem Alkoholkonsum ablesen kann, bei dem die Augen immer größer scheinen als sie dann letztlich vertragen. Wenn sie dann betrunken sind, kommt das Kind wieder zum Vorschein, fürchterlich. Bei den Mädels habe ich kaum mal eine in dem Alter gesehen, die so betrunken herumfiel. Das fällt halt schon auf.

  6. Na da habe ich ja etwas losgetreten.. ohweia.. 😉

    Meine Aussage zum Alter war Absicht. Ich habe einfach überlegt, was für ein FSK Symbol auftauchen müsste, wenn das Buch zum Beispiel genau so verfilmt wird. Und die würde definitiv nicht bei 16 oder 14 liegen. Bei dem Larifari in FSK 16 Horrorfilmen (als Beispiel) würde dieses Buch auf jeden Fall höher eingestuft werden.

    Man kann außerdem nie sagen, wann ein Mensch wirklich erwachsen ist. Um mal von mir auszugehen.. ich kann manchmal auch echt zum Kind werden wenn ich Omi’s Palatschinken kriege *gg*

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