Stirb, Jokaste!

J. M. Redmann
Stirb, Jokaste!

Deaths of Jocasta,USA, 1992
Argument Verlag, Hamburg, 10/2007
TB im Kleinformat, ariadne classic 008, Krimi, Erotik, 978-3-86754-008-7, 534/750
Aus dem Amerikanischen von Monika Brinkmann
Umschlaggestaltung von Martin Grundmann
www.argument.de
http://hometown.aol.com/amaginit/JMRHomepage
www.martingrundmann.de

J. M. Redmann hat ein bewegtes Leben hinter sich. Sie wuchs in der Kleinstadt Ocean Springs in Mississippi auf, studierte die Schauspielkunst und arbeitete auf verschiedenen Bühnen, u. a. sogar im Playboy-Club in New York, bis sie 1988 ihren ersten Kriminalroman verfasste, der als „Mississippi“ bei Argument/ariadne erschien. 1989 zog es sie zurück in die Südstaaten, wo sie seither als Beraterin und Koordinatorin der größten Aidshilfeorganisation in Louisiana arbeitet.

Michele Knight schlägt sich als Privatdetektivin gerade eben so durch. Sie kämpft wieder einmal mit ihrem schlechten Ruf und ständiger Ebbe in der Kasse, als sie den Auftrag erhält, bei einer opulenten Südstaatengala einer Freundin die Augen ein wenig offen zu halten und für die Sicherheit der Gäste zu sorgen.

Während des Events hat Michele auch keine Probleme und folgt lieber den Wirrungen und Irrungen ihres eigenen Herzens, das nach heimeliger Zweisamkeit sucht. Erst am nächsten Morgen wird sie unsanft in die Wirklichkeit zurückgeholt. Bei einem Spaziergang im Wald findet ein Gast eine Frauenleiche – Todesursache scheint eine verpfuschte Abtreibung zu sein. Die Spur führt nach New Orleans. Und dort gerät ausgerechnet eine Ex-Freundin, die eine gynäkologische Praxis betreibt, unter Mordverdacht.

Umso mehr ist Michele Knight daran interessiert, den wirklichen Täter zu finden. Und vielleicht haben mit dem ganzen Fall auch die Droh- und Hassbriefe zu tun, die eine Frauenklinik von Abtreibungsgegnern erhält. Schließlich gibt es sogar ein Kesseltreiben und Bombenanschläge.

Selbst wenn sie im Privatleben nicht so recht weiß, was sie will, beruflich kennt sie ihre Prämissen. Sich der Gefahr bewusst, stürzt sich Michele, ohne zu zögern, in den Kampf, nicht bereit, gegen Engstirnigkeit und konservative Kräfte klein bei zu geben. Dabei muss sie sich stellenweise sogar den Verletzungen in ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

J. M. Redmann versteht es zu erzählen, ist aber auch sehr redselig. In „Stirb, Jokaste!“ arbeitet sie gleich auf zwei Ebenen.

Zum einen beschäftigt sie sich mit dem Kriminalfall, der wieder einmal deutlich macht, wie bigott die feine Gesellschaft des Südens doch sein kann, wenn einerseits legale Abtreibungen bekämpft werden, andererseits aber auch die Engelmacher weiterhin aktiv sind, weil junge und ältere Frauen und ihre Familien nicht mit der vermeintlichen Schande leben können. Der Täter hinterlässt eine deutliche Spur, ist aber auch nicht zu unterschätzen. Zum Ende hin wird es sogar sehr bedrohlich für die Heldin – sie findet sogar mehr als nur den Schuldigen.

Auf der anderen Seite ist aber auch das Liebesleben von Michele Knight ein Thema. Wie ein Schmetterling, der sich nicht entscheiden kann, welche Blume denn süßer ist, flattert sie im Buch von Freundin zu Freundin und genießt auch ihre Affäre. Dieser Anteil ist nicht unerheblich und nimmt genau so viel Raum ein wie der eigentliche Fall. Deshalb sollte man nicht unbedingt nur auf die Kriminalgeschichte erpicht sein, sondern sich auch mit homoerotischen – in diesem Fall: lesbischen – Themen beschäftigen wollen. Nur dann kann man sich an dem unterhaltsamen und spannenden Roman mit dem überraschenden Ende auch wirklich erfreuen.

„Stirb, Jokaste!“ ist damit ein waschechter Lesben-Krimi, der all das enthält, was man von ihm erwartet: einen spannenden Fall, Action, Beziehungen und einen Hauch Erotik. (CS)

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