Die Zauberer

Michael Peinkofer
Die Zauberer

Piper Verlag, München, 3/2009
PB mit Klappbroschur, Fantasy, 978-3-8025-70171-6, 590/1495
Titelbild von Silvia Fusetti
Karte von David Ernle

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Ursprünglich hat der 1968 geborene und studierte Kommunikationswissenschaftler Michael Peinkofer als Redakteur für die Filmzeitschrift „Moviestar“ gearbeitet, bis er sich vor einigen Jahren dazu entschied, freier Autor zu werden und nach einigen Ausflügen in andere Genres schließlich auf die Fantasy umsattelte. Die Trilogie um die orkischen Brüder Balbok und Rammar begeisterte eine Vielzahl von Lesern.

Da die „Erdwelt“ mit ihrer langen Geschichte auch noch Einiges hergibt, hat er sich nun dazu entschlossen, weitere Abenteuer von dort zu erzählen.

Tausend Jahre vor den Erlebnissen der Orks sah die Erdwelt noch ganz anders aus. Die Elfen besaßen immer noch die Oberherrschaft über die zivilisierten Länder, auch wenn die Menschen bereits auf dem Vormarsch waren.

Nachdem das Böse in der Gestalt um den Dunkelelfen Margok bereits einmal besiegt wurde, achten die mächtigen Elfenzauberer umso mehr auf die Einhaltung von Gesetzen und Regeln, damit das Gleichgewicht der Welt bewahrt bleibt, auch wenn einige von ihnen bereits erkennen, dass auch hier ein Wandel vollzogen werden sollte.

Indessen folgt der junge Aldur nach seiner Feier zur Volljährigkeit einer Tradition seiner Familie. Wie sein Vater soll er in der Ordensburg Shakara die Zauberkunst studieren.

Mit ihm kommen zwei andere Schüler an, die aus anderen Gründen von den Zauberern auserwählt wurden. Da ist einmal die junge Elfin Alannah, die durch die Aufnahme in den Orden nur knapp einem Gerichtsverfahren und einer Verurteilung als Mörderin entgeht, weil sie im Affekt einen jungen Menschen umgebracht hat, und auf der anderen Seite Granock, der nicht nur der erste Mensch in Shakara sondern zudem ein Dieb ist. Vor allem Aldur fällt es nicht leicht, den in seinen Augen minderwertigen Sterblichen zu akzeptieren.

Doch ihre Meister spüren, dass es sehr wichtig zu sein scheint, dass sich gerade diese drei vertragen. Anzeichen häufen sich, dass die einst vertriebene Dunkelheit in die Erdwelt zurückgekommen ist. Die magischen Bücher, die schon Margok dazu verhalfen, an die Macht zu kommen, tauchen wieder auf, und ein Unbekannter schürt Unfrieden unter den Orks und den Menschen. Als sich die drei Novizen zusammen mit ihrem Meistern auf den Weg machen, um Gerüchten nachzugehen, merken sie recht schnell, dass sie in eine Falle laufen, weil das Böse längst unter ihnen weilt.

Das Buch kommt diesmal gänzlich ohne Humor aus – es ist in seinem Grundtenor auch eher ernst und dramatisch. Dafür wird es umso spannender, da sich manches nicht voraus ahnen lässt und die Wendungen gerade zu Ende des Buches hin angenehm zu überraschen wissen.

Ganz ohne Orks bleibt die Geschichte allerdings nicht, denn auch wenn der Schamane Rambok keiner der Helden ist, so spielt er eine nicht unerhebliche Rolle im Endkampf der flott erzählten Geschichte, die ganz offensichtlich der Auftakt zu einer neuen Saga zu sein scheint. In erster Linie dient die Geschichte nämlich dazu, die Helden einzuführen und einen engen Freundschaftsbund entstehen zu lassen, der später noch wichtig werden könnte.

Natürlich darf auch das Böse seine Ränke schmieden und üble Pläne in die Tat umsetzen, so dass die Spannung gewahrt bleibt.

Michael Peinkofer bietet mit „Die Zauberer“ nicht nur spannende Unterhaltung sondern auch eine angenehme Variante zu vielen Klischees, die in der Fantasy sonst üblich sind. Er macht mit diesem Roman wirklich Lust darauf, mehr zu erfahren, auch wenn man die Romane um die chaotischen Ork-Brüder nicht unbedingt kennt oder mag. (CS)

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