Hutätä

Thomas Vaucher
Hutätä

Senseland Verlag, N. N., Schweiz, 12/2012
HC mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Dark Fantasy
ISBN 978-3-03718-720-3
Titelgestaltung und Illustrationen im Innenteil von Ingo Römling
Karte von Thierry Fontana

www.thomasvaucher.ch
www.hutaetae-musical.ch
www.monozelle.de

Leider über keine der üblichen Verkaufsplattformen erhältlich. Bitte direkt beim Verlag oder Autor bestellen.  (Anm. d. Redaktion)

„Wüuda Jieger, Hutätä,
i wüu dier dini Antwort gää.
Dùnku, mächtig, regierschù d Nacht,
tuusig Hünn si dini Strittmacht.
Wüuda Jieger, Hutätä,
König vo de Nacht.“

Maria Cottings Sohn verschwindet nachts – für sie steht fest, dass nur der Nachtjäger Hutätä ihn entführt haben kann. Zuvor war Maria mit ihrem Sohn Jakob an ihrem neuen Hof angekommen. Dort wartet schon ihr Knecht, der Schwarze Saler (Alfons Neuhaus), auf sie, den sie sofort damit konfrontiert, dass fortan ein anderer Wind herrschen wird, als sie merkt, dass er an so manches Ammenmärchen glaubt. Marias Mann ist vor zwei Jahren gestorben, seither will Jakob nicht mehr schlafen, und es gibt jeden Abend einen Kampf zwischen seiner Mutter und ihm. Maria ist durch das entbehrungsreiche Leben hart gegen sich und andere geworden.

Von dem Schwarzen Saler hört sie zum ersten Mal von dem Hutätä, dem Nachtjäger,  dem Scharzen Mann, der kleine unartige Kinder raubt. Damit Jakob folgsamer wird, will Maria ihm die Geschichte des Hutätä erzählen, und sollte das keinen Eindruck auf ihren Sohn machen, will sie mit ihrem Knecht, der sich als Hutätä verkleiden soll, Jakobs Entführung fingieren, um ihn gehorsamer zu machen – doch Letzteres geht alles gehörig schief, denn Jakob wird tatsächlich von dem Hutätä entführt, und seine Mutter fühlt sich fortan schuldig. Zusammen mit dem Knecht macht sie sich sofort auf die Suche nach ihrem Sohn. Dabei begegnen sie dem Geist des Ritters Velga und kehrt unverrichteter Dinge auf dem Hof zurück. Dort taucht ein leibhaftiger Zwerg auf. Maria dämmert immer mehr, dass an den von ihr so belächelten ‚Ammenmärchen‘ mehr dran ist, als sie bisher geglaubt hat. Auf der weiteren Suche nach ihrem Sohn erlebt sie noch etliche Überraschungen – doch die größte Überraschung ereilt sie zum Schluss dieser ungewöhnlichen Novelle, die auf überlieferten Sagen aus dem freiburgischen Senseland basiert.

Mehr sei über die Handlung nicht verraten, außer dass es im Anschluss daran noch eine Danksagung, ein Glossar, eine Zitate-Übersicht und eine Liste der Sagen, die vollständig in der Handlung vorkommen, und eine Liste, aus welchen Sagen einzelne Elemente/Figuren vorkommen, gibt. Das hübsche  Hardcover ist insgesamt sehr schön aufgemacht – u. a. mit Innenillustrationen, die sehr gut zum Duktus der Erzählung passen. Und es stört auch nicht, da es sich ja um Sagen aus der Schweiz handelt, die einfließen, und dass das Lektorat den für die Schweizer bekannten übergebührlichen Gebrauch des „ss“ nicht angeglichen hat.

Der Autor Thomas Vaucher ist gleichzeitig auch Musiker (Keyboarder) der Metal-Band Emerald. Mit dem „Hutätä“-Projekt beweist er wieder einmal, wie eng Literatur und Musik verbunden sind, denn er ist natürlich auch in das „Hutätä“-Musical involviert. Mehr darüber auf: www.hutaetae.ch

Eine unterhaltsame Novelle, in die Sagen aus dem Senseland eingeflossen sind!

Copyright © 2013 by Alisha Bionda (AB)

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