Intrusion

Will Elliott
Intrusion

Nightfalll (2011)
Piper Verlag
ISBN 978-3-492-26848-6
Thriller, Fantasy
Erschienen 2012
Übersetzer Birgit Reß-Bohusch
Titelbild Sabine Zels
Umschlaggestaltung
www.guter-punkt.de
Umfang 304 Seiten

www.piper.de

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Autorenporträt

Will Elliott war eigentlich nur ein 27-jähriger Australier, der sich zum Ziel gesetzt hatte, einmal einen Roman zu veröffentlichen. Ohne viel Hoffnung sandte er sein Manuskript für den ABC Fiction Award ein, einen der wichtigsten australischen Literaturpreise. Sein Debüt »Hölle« gewann den mit 10 000 Dollar dotierten Preis, wurde für den International Horror Guild Award nominiert und in fünf Sprachen übersetzt. Mit »Intrusion« legt er seinen neuen dunklen Thriller vor. Will Elliott lebt heute als freier Schriftsteller in Brisbane.

Zum Buch

Aden begeht Selbstmord und erwacht in der Badewanne eines ihm unbekannten Hauses – und das vollkommen nackt. Sein Erinnerungsvermögen ist vollkommen lückenhaft, dass einzige Ereignis an das er sich mit vollkommener Bestimmtheit erinnern kann, ist sein Selbstmord. Noch immer fühlt er den pochenden Schmerz an seinen Handgelenken, als er das Messer über diese zog. Der Rest seiner Erinnerung liegt verborgen, umhüllt von dunklen Schatten, immer im Fluss und nicht bestimmbar ob Wahrheit oder Wahn. Als er das seltsame, fremde Haus betritt, trifft er auf die absonderlichsten Gestalten, von denen er sich sicher ist, dass es sie in seiner Realität nicht gab. Aden begibt sich auf die Suche nach seiner eigenen Realität und muss feststellen, dass er nun in einer Welt lebt, die vom großen Vergessen bedroht wird. Nach und nach verschwinden immer mehr Stücke des einst großen Reiches. Das Seltsamste daran aber ist, dass Aden überall das Abbild seines Großvaters begegnet, den hier alle nur unter dem gar ruhmreichen Namen des Weltenmachers kennen …

Fazit

Selten ließ mich ein Buch so zwiegespalten zurück. Selbst eine Woche nach dem Lesen weiß ich nicht, ob ich es genial finden oder als Drogentrip des Autors abtun soll. Die Handlung an sich ist mehr als fragmentarisch und weißt kaum Struktur auf. In der Geschichte an sich gibt es nur kurze Episoden verschiedenster Ereignisse aus den unterschiedlichsten Perspektiven heraus. Die Figuren sind nicht entwickelt und erwecken den Anschein, dass der Autor nur einmal Lust hatte, mit den unterschiedlichsten Archetypen par excellence herumzuexperimentieren. Ähnlich verhält es sich mit den Grundmotiven: Macht, Selbstzweifel, fantastische Welten und die epische Schlacht zwischen Gut und Böse geben sich die Klinke in die Hand. Dabei verharrt alles in vollkommener Skizzenhaftigkeit. Der Schluss liefert dann eine absolut geniale Begründung des fragmentarischen Charakters und versöhnt einen mit den ersten 200 Seiten des Buches, die auf den ersten Blick etwas wirr wirkten. Leider hat das Buch nur 300 Seiten, was manchem Leser übel aufstoßen könnte. Schließlich fällt es schwer, sich mit einem Buch abzufinden, dass erst im letzten Drittel Sinn ergibt und seine Wirkung entfaltet.

Ein Buch, dass die Leserschaft spalten wird.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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