Jenseits der Dimensionen

Wilko Müller jr.
Jenseits der Dimensionen

Stronbart Har 3
Projekte-Verlag, Halle, 5/2007
PB, Fantasy, 978-3-86634-333-7, 221/1250
Titelbild von DaStafiZ
www.projekte-verlag.de
www.wilkomueller.de/
http://dastafiz.deviantart.com/
http://dastafiz.designnation.de/

In „Das Tor der Dunkelheit” brachten Brad Vanquis, Micra Ansig und Zach-aknum ihre Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen den Welten Horam-Dorb und Horam-Schlat wieder herzustellen, zu einem guten Ende. Dabei waren sie allerdings auch noch gezwungen, die Tore zwischen den Welten erst einmal zu schließen, um die Risse zwischen den Dimensionen nicht größer werden zu lassen, und mussten so ganz nebenbei auch noch einen Chaos-Lord namens Caligo besiegen, der die Kräfte massiv in Unordnung brachte.

Auch wenn sie nun auf Horam Dorb den Lohn ihrer Mühen genießen, eine Königin, außerweltliche Magier und einen Kaiser zu Freunden gewannen, so können sie sich doch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen.

Denn noch ist nicht alle Arbeit getan. Trotz ihrer Bemühungen erweitern sich die Risse zwischen den Dimensionen, denn sie haben Caligo nicht vernichten, sondern nur vertreiben können. Und allein seine Anwesenheit in den Zwischendimensionen jenseits des Tores der Dunkelheit reicht aus, um die Wirklichkeit verschwimmen zu lassen. Zunächst sind es nur Visionen und Träume, die die Helden und andere Magiekundige quälen, aber sie wissen auch, dass diesen Wahrnehmungen bald stoffliche Wesen folgen werden: Dämonen und Monster ohne Gnade.

Deshalb gibt es nur einen Weg, um dem Einhalt zu gebieten. Sie müssen sich mit ihren Freunden selbst in die Zwischendimensionen begeben und Caligo dort vernichten. Deshalb machen sich Brad, Micra, Zach-aknum, Königin Durna und die Außenweltlerin Ve’Ra auf den Weg, um das „Tor der Dunkelheit” zu durchschreiten.

Ihre Reise hat mehrere Stationen, denn sie suchen unter anderem auch im Tempel des Horam, der von ihrer ehemaligen Mitstreiterin Solana geleitet wird, nach Wissen über Wesen wie Caligo. Doch erst ein Maschinengeist kann ihnen tiefer gehende Kenntnisse über den Chaos-Lord und seine Rasse bringen.

Die Helden durchschreiten schließlich das Tor und finden sich in einer seltsamen Dimension wieder, die ihnen noch manche Überraschung bereiten wird.

Immerhin muss man die vorhergehenden Bände nicht kennen, um die Geschichte zu verstehen, auch wenn natürlich einiges an Details fehlt. Aber die als Erinnerungen in die Handlung eingebettete Zusammenfassung reicht, um die Motivation der Helden zu verstehen und den Grund, warum sie gerade jetzt handeln müssen.

Immerhin hat der Autor dazu gelernt. „Jenseits der Dimensionen” liest sich wesentlich flüssiger als die Vorgängerbände, und die Handlung läuft zielstrebig auf den Höhepunkt zu. Diesmal gibt es keine Längen. Nur manchmal nimmt er mit zu weitschweifigen Erklärungen die Handlung ein wenig vorweg. Glücklicherweise kommt das selten genug vor, so dass die Spannung des Buchs nicht geschädigt wird.

Nur an der Verknüpfung zwischen Magie und Technik, Fantasy und SF sollte er etwas arbeiten, beides fließt noch nicht ganz so nahtlos ineinander, wie man es von der Science Fantasy her kennt, und die eine oder andere Erläuterung wird dadurch sehr plump und manchmal sogar unverständlich.

Immerhin wird man erneut darin bestätigt, dass hinter dem Verbund der Welten alles andere als göttliches Wirken steckt. Andeutungen lassen nun ganz sicher erkennen, dass die Helden sich auf den Trümmern eines Spielfelds hoch technisierter, interdimensionaler Wesen bewegen.

„Jenseits der Dimensionen” hat zwar auch noch seine Schwächen und vollzieht die Verbindung zwischen Fantasy und SF sehr holprig, ist aber bisher das lesbarste „Stronbart Har”-Buch. Der Autor hat dazugelernt, was die Gestaltung einer Handlung angeht und lässt hoffen, dass er sich in kommenden Bänden noch steigern wird. (CS)

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