Meerestochter

Serena David
Meerestochter

(sfbentry)
Verlag: Rowohlt
ISBN  978-3-499-25632-5
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang 368 Seiten

www.rowohlt.de

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Zum Autor:

Hinter dem Pseudonym Serena David verbirgt sich eine sehr erfolgreiche Autorin historischer Romane.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch:

Immer in Vollmondnächten können die Meeresmenschen den Fluten entsteigen und verwandeln sich in ganz normale Menschen und mischen sich unter sie. So auch Aurora und Ondra, zwei hübsche Meermädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine, Aurora, ist keck, genießt ihre Ausflüge in ein völlig anderes Leben, genießt es, die Menschen-Männer um den Verstand zu bringen, zu flirten und auch mehr. Ondra hingegen, Tochter des mächtigsten Mannes auf dem Meeresgrund, ist zurückhaltender, grüblerisch, träumerisch. Sie verurteilt eigentlich Aurora für ihr lotterhaftes Verhalten, für ihre Dreistigkeit und Koketterie. Und für das Spiel mit der Gefahr. Denn es könnte ihr jederzeit jemand folgen und ihr Geheimnis entdecken.

Doch dann lässt Ondra sich von Aurora doch überreden, in einer Vollmondnacht mit an Land zu kommen und dort begegnet sie Adrian und all ihre Bedenken, all ihre Ängste sind auf einmal wie weggewischt. Sie verliebt sich unsterblich und Adrian ergeht es nicht anders mit dem seltsamen, wunderschönen Mädchen, zu dem er sich auf eigenartige Weise unglaublich hingezogen fühlt.

Und da beschließt Ondra, dass sie ganz zum Mensch werden will, sie weiß, dass es eine Möglichkeit zur endgültigen, gänzlichen Verwandlung gibt. Sie weiß aber auch, dass diese Möglichkeit genausogut ihr Leben kosten kann. Doch ist ihr Wille, mit Adrian zusammenzusein, stärker als jede Furcht. Und so geht Ondra an Land und begibt sich in die ihr völlig fremde Menschenwelt, die sie nicht versteht. Und auch so manches Verhalten versteht sie nicht.

Die Dorfbewohner in dem Ort, wo Adrian seine Semesterferien verbringt, beäugen misstrauisch das komische Mädchen. Und auch die Vorgänge im Haus von Adrian. Denn dieses Haus und das ganze Grünstück zählt zu seinem Erbe, von dem er bis dahin nichts wusste. Doch alles kommt irgendwann ans Tageslicht. Auch in Adrians Vergangenheit gibt einiges an Merkwürdigkeiten und seine Tante, die in dem Cottage lebt, verbirgt auch so einiges.

Dann wird die Leiche einer jungen Frau an den Strand des kleinen schottischen Dorfes gespült und Adrian gilt als einer der Hauptverdächtigen. Ist nun alles vorbei? Wird Ondra ihren Schritt, ein Mensch zu sein bereuen und zurückkehren zu ihresgleichen? Oder siegt am Ende gar die ganz große Liebe?

Fazit:

Die Meerestochter, eine romantische Geschichte um eine kleine Meerjungfrau, die sich in einen Menschenmann verliebt und aus dem Grund ihrer Welt den Rücken kehrt und ganz zum Mensch werden will. Wider jegliche Vernunft und gegen alle Widrigkeiten, die selbstverständlich auftauchen, begibt sie sich in eine vollkommen fremde Umgebung, sorgt für unglaublich komische Momente und auch die Freunde der Dramatik kommen nicht zu kurz.

Aber alles in Allem bin ich nicht wirklich hintenübergeschlagen, wie man ja so gerne sagt, vor Begeisterung. Es ist ein netter Fantasyroman, flott zu lesen, wie gesagt mit einem guten Schuss Humor, der sich dann aber auf Kosten der Dramatik im zweiten Teil des Buches verabschiedet und den Intrigen einer anderen Frau Platz macht, die man von Anfang an eigentlich gern auf den Mond schießen mag.

Es ist glaube ich fair, wenn ich sage, dass es ein netter Zeitvertreib war, aber eben nicht tiefschürfend und auch keine bahnbrechende Neuigkeit, auch wenn man noch nicht so wahnsinnig oft etwas über Meerjungfrauen gelesen hat. Die Story ist vorhersehbar, zwar nicht alles, aber die Hauptstruktur und die Seiten, auf denen die agierenden Personen stehen, sind einfach viel zu leicht erkennbar gewesen.

Copyright © 2012 by Sabine Kettschau

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