Rette meine Seele

Rachel Vincent
Rette meine Seele
Soul Screamers 2

My Soul to Save, USA, 2010
MIRA Taschenbücher im CORA Verlag, Hamburg, dt. Erstveröffentlichung: 03/2012
PB, Luna 65052
Romantic Mystery, Urban Fantasy
ISBN 978-3-89941-988-7
Leseprobe aus Aimée Carters „Das göttliche Mädchen”/999
Aus dem Amerikanischen von Alessa Krempel
Titelgestaltung von fredebold&partner, Köln/pecher und soiron, Köln unter
Verwendung eines Motivs von Harlequin Enterprise S. A., Schweiz
Autorenfoto von Harlequin Enterprise S. A., Schweiz/Kim Haynes

www.mira-taschenbuch.de
http://rachelvincent.com

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Kaylee Cavanaughs Leben ist nicht mehr dasselbe, seit sie weiß, dass sie eine Banshee ist, ebenso wie ihre verstorbene Mutter, ihr Vater, dessen Bruder, ihr Freund Nash Hudson und seine Mutter. Als Banshee ahnt sie den nahen Tod ihrer Mitmenschen und ist zusammen mit Nash in der Lage, die Seele festzuhalten und das Lebensende durch einen Seelentausch zu verhindern. Nur diesem Umstand verdanken es Kaylees beste Freundin Emma und ihre Cousine Sophie, dass sie nicht von einem Reaper geholt wurden. Allerdings mussten zwei andere Menschen an ihrer statt sterben, und Sophie gibt Kaylee die Schuld am Tod ihrer Mutter, nicht ahnend, dass diese sich für die Tochter opferte („Soul Screamers 1“).

Bei einem Konzert werden Kaylee und Nash Zeuge vom Tod der populären Sängerin Eden. Seltsamerweise ahnte Kaylee nicht, dass die junge Frau sterben würde, was bedeutet, dass sie gar keine Seele besaß! Von Todd, Nash‘ Bruder, einem Reaper, und Libby, seiner Kollegin, erfahren die beiden, dass Eden einen Vertrag mit einem Hellion eingegangen war und ihm ihre Seele im Austausch gegen die Karriere überlassen hat. Sein Dämonenatem hielt sie in dieser Zeit am Leben. Todd ist geschockt, als Libby ihn wissen lässt, dass auch Addison Page, die Sängerin der Vorgruppe, mit der er einst zusammen war, in wenigen Tagen sterben und ihre Seele Höllenqualen erleiden wird, da sie dem gleichen Hellion gehört. Todd bittet Kaylee und Nash um Hilfe, obwohl es für sie alle sehr gefährlich ist, sich in die Angelegenheit der Reapers und Hellions einzumischen. Da Kaylee nicht zulassen will, dass Addison das grausame Schicksal ihrer Freundin Eden erleidet, willigt sie ein.

Gemeinsam beginnen die Jugendlichen, Nachforschungen anzustellen und decken dabei die unheilvollen Praktiken des Unternehmens auf, bei denen die Popsängerinnen unter Vertrag standen bzw. stehen. So mancher Skandal und Todesfall eines Teenie-Idols erscheint nun in einem völlig anderen Licht. Zwar gibt es eine Klausel, die erlaubt, den Vertrag aufzukündigen, doch um sie anzuwenden, muss der Hellion gefunden und in seiner Welt aufgesucht werden. Addisons Zeit läuft unaufhaltsam ab, und noch nicht einmal der Name des Hellions ist bekannt. Die Situation spitzt sich zu, als Addisons jüngere Schwester Regan ebenfalls in die Vertragsfalle gerät und somit zwei Seelen gerettet werden müssen.

Nachdem Kaylee, die Hauptfigur der „Soul Screamers“-Reihe, im ersten Band „Mit ganzer Seele“ jede Menge Familiengeheimnisse und einen Verlust verkraften musste, setzt sie nun ihre Gabe gezielt ein, um andere zu retten. Dabei entdeckt sie weitere nützliche Talente, die es ihr ermöglichen, in die Welt der Dämonen zu wechseln. Der Gefahren, die ihr dabei drohen, ist sie sich nicht wirklich bewusst, zumal die Warnungen der anderen Banshees vage bleiben. Kaylee kann es jedoch nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, jemandem ihre Hilfe zu verweigern, wenn es vielleicht eine Möglichkeit gibt, ihm zu ersparen, dass seine Seele für alle Ewigkeiten gequält wird. Tatsächlich ließ sich Addison nicht des Ruhmes wegen mit dem Hellion ein, sondern um ihre Familie ernähren zu können. Worauf sie sich eingelassen hat, erfährt sie erst durch Todd, Kaylee und Nash. Trotz dieses Wissens kann Addison nicht verhindern, dass Regan, die nicht länger im Schatten ihrer berühmten Schwester stehen will, ebenfalls in die Falle des Hellions tappt.

Lange kommen die Jugendlichen nicht voran bei ihren Ermittlungen, da diejenigen, die etwas wissen, aus verschiedenen Gründen schweigen oder bloß Andeutungen machen, im Falle der Eltern die Aktion sogar zu unterbinden versuchen. Notgedrungen greifen Kaylee, Nash und Todd zu Notlügen und handeln auf eigene Faust. Trotzdem erhalten sie immer wieder Hilfe, wenn sie in einer Sackgasse gelandet sind, sei es von Todds Chef, von Libby, dem glücklichen Zufall o. ä.

Sie gehen ein großes Risiko ein, denn nicht nur könnten Kaylee und Nash die Opfer bei einem Seelentausch sein, auch Todd könnte endgültig sterben, wenn er seine Position als Reaper überstrapaziert. Davon einmal abgesehen ist die Welt der Dämonen unheimlich und voller unbekannter Gefahren, was vor allem Kaylee unter Schmerzen lernen muss. Natürlich gelingt es ihnen am Ende des Buchs, den mysteriösen Hellion zu finden, doch damit sind Addison und Regan noch längst nicht gerettet. Die Geschichte endet mit einer Überraschung, die erfahrene Leser vielleicht kommen sahen. Danach klingt die Handlung langsam aus. Man hat viel Neues erfahren, doch nicht alle Fragen wurden beantwortet – weitere Bücher sollen folgen.

„Soul Screamers 2“ liest sich spannend und unterhaltsam, weil eine Menge passiert und es regelmäßig unerwartete Enthüllungen gibt. Dennoch wird einem ‚das Kletten‘ von Kaylee und Nash langsam zu viel. Zwar sind die beiden kurz davor, ‚es‘ zu tun, aber dass sie zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit turteln und mehr, stört stellenweise den Handlungsfluss und schafft Längen. Allerdings dürften das gerade die Parts sein, die der Zielgruppe, Leserinnen zwischen 14 und 20 Jahre, am besten gefallen. Sie werden auf jeden Fall bestens bedient, während die eingefleischten Phantastik-Freunde sicher gern mehr Action als Liebesgeflüster gehabt hätten.

Mag man Serien wie „Vampire Academy“, „Vampire Diaries“, „House of Night“ etc., wird man gewiss auch „Soul Screamers” gern eine Chance geben. Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, um in der Handlung Fuß zu fassen, es empfiehlt sich aber, da auf die Details immer wieder Bezug genommen wird und die Lektüre einfach mehr Spaß macht, wenn man auch die Vorgeschichte kennt.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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