Saramee 04 – Saramees Nacht

Dirk Wonhöfer
Saramees Nacht
Saramee 4

Atlantis Verlag, Stolberg, 4/2005
PB, Fantasy
ISBN 9783936742545
Titelillustration und Karten von Chris Schlicht
www.atlantis-verlag.de
www.saramee.de
www.arathas.de/
www.dreamspiral.de

Nach bereits bestehender Tradition beginnt der Band mit der von Redakteur Christoph Weidler verfassten „Einleitung“. In der ‚Nassen Feder’, wo einige Bewohner Saramees wieder dem Wetah zusprechen, wird weiterhin diskutiert wer der Mörder – dem sie den Namen ‚die Natter’ gegeben haben – sein könnte. Doch noch etwas anderes beschäftigt die Männer. Das neuste Gerücht über einen Botschafter des Westlichen Imperiums und eine geplante feste Vertretung in Saramee. Schnell kommen sie in dem Zusammenhang auf ein geheimes Bergwerk im Tal zu sprechen. Kara, der Geschichtenerzähler, schildert Morgan, dem Wirt, von einem Aufstand in eben jenem Bergwerk:

Inyad, sein bester Freund Ardy und Hanya, dessen Frau, erreichen Saramee. Sie sind Adyra, d. h. Vogelwesen, die in zwei Rassen aufgeteilt sind: Adyra und Gayra (die besseren Kämpfer). Die drei Freunde werden von Ivaz Depano und anderen Gayra überwältigt, gefangen gehalten und gefoltert, Hanya wird vergewaltigt und alle werden schlussendlich eingekerkert (mit anderen). Fortan müssen sie in einem Bergwerk, das Saramees Nacht genannt wird, Edelsteine abbauen.

Doch Inyad und Ardy lehnen sich auf, worauf Ivaz Depano ein Exempel statuiert, indem er Ardy umbringt, als Warnung für die anderen. Die Mitgefangenen vegetieren vor sich hin, zwischen der Zwangsarbeit und den regelmäßigen Folterungen, die sie zu seelenlosen Kreaturen machen. Inyad schließt Freundschaft mit dem Alten ‚Kaspay’ und schmiedet mit ihm einen Plan zur Flucht. Dem kommt zugute, dass Inyad wenige Zeit später als Lorenschieber eingesetzt wird. Er trifft auch Hanya wieder, die die Folter – ebenso wie ihn – nicht gebrochen hat, in dem sie sich den Vergewaltigungen von Ivaz Depano und seiner rechten Hand Dragesz Malone hingibt. Dann ist der Tag des Fluchtversuches von Inyad, Kaspay und Hanya gekommen…

Dirk Wonhöfer hat eine packende Art zu schreiben, und sein Band ist der bisher spannendste der Serie. Von Vorteil bei einem derart kurzen Text ist auch, dass sich der Autor dazu entschlossen hat, die Handlung auf nur einer Ebene anzusiedeln, was sie stimmig ausfallen lässt.

Die Aufmachung das Bandes ist minimalistisch, Papier und Satz sind gut, und Chris Schlicht kreierte wieder das Titelbild. Im Anschluss an den Romantext finden sich erneut Karten von Saramee und die Vitae des Autors, des Redakteurs und der Illustratorin sowie eine Vorschau mit Leseprobe des Folgebandes. Einziger Negativpunkt ist auch in diesem Band das Lektorat.

Aber da alle anderen Fakten, die ein lesenswertes Buch, eine lesenswerte Serie ausmachen – erfüllt sind, kann man „Saramee“ beruhigt dem Leser ans Herz legen.
„Saramee 4“ ist ein flüssig geschriebener Serienband mit neuen Akteuren in der gleichnamigen Stadt, die immer mehr ‚Profil’ erhält. (AB)

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Saramee 4: Saramees Nacht

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