Schattenspiele

Michael Schmidt
Schattenspiele

Saramee 5
Atlantis Verlag, Stolberg, 5/2005
PB, Fantasy, 978-3-936742-55-8, 72/490
Titelillustration und Karten von Chris Schlicht

www.atlantis-verlag.de
www.saramee.de
www.dreamspiral.de

Nach bereits bestehender Tradition beginnt der Band mit der von Redakteur Christoph Weidler verfassten ‚Einleitung’ in der ‚Nassen Feder’. Dort gibt der Geschichtenerzähler Kara dem Wirt Morgan gegenüber eine Begebenheit zum Besten, in der sich ein Junge Fragen über das Schicksal und die Götter stellt.

Naarson ist jener Junge, Schuhmacherlehrling bei seinem Ziehvater Ponrolf Methader, aber da sind auch noch Gaarson, Naarsons Bruder und Mitglied des Kultes der Turas-Wächter, ferner Amata, das blonde, blauäugige Mädchen, das die ungleichen Brüder begehren. Und schon ist man mittendrin im Geschehen!

Enoch, Naarsons kleiner Mong, entwischt, und Naarson folgt dem possierlichen Tierchen in ein unterirdisches Höhlenlabyrinth, fühlt sich beobachtet, kann aber außer Schatten nichts entdecken – und findet einen magischen Stein, den er mitnimmt.

Der Plot dieses Serienromans dreht sich um drei magische Artefakte, die die einzelnen Handlungsstränge bestimmen, denn einige Bewohner und Gruppierungen von Saramee wollen eben jene Artefakte an sich bringen.

Balduin Baal, der Geldwechsler erwirbt von einem vogelgesichtigen Fremden das erste Artefakt: eine Münze (Rhad). Irrid versucht – auf Geheiß von Balduin –, von Arun Beran, dem Harus (oberster Richter der Stadt und Meister der Gelehrtengilde) etwas über die drei magischen Artefakte zu erfahren, die in der Lage sein sollen, das Alte Volk zu erwecken.

Arun Beran hat, wie die beiden Brüder, ein Auge auf Amata geworfen, über die der Leser wieder ein wenig mehr erfährt. Amata – kokett, freizügig gekleidet und provokant – ist im Besitz des zweiten Artefakts: der Ring (der auch in den vorherigen Bänden schon eine Rolle spielte).

Ragun, Naarsons Freund, entdeckt, dass der Junge eines der drei magischen Artefakte (drittes Artefakt = magischer Stein) besitzt. Da auch die Schattengilde, der Ragun gerne angehören möchte, die Artefakte haben will, verrät Ragun seinen Freund an sie, wird aber dann von seinem schlechten Gewissen geplagt, rettet Naarson, gesteht ihm alles und erzählt ihm von den drei Artefakten. Die beiden Jungen fassen den Plan, denjenigen von der Schattengilde, von denen sie verfolgt werden, in der ‚Nassen Feder’ eine Falle zu stellen. Doch sie werden auf dem Weg dorthin verfolgt.

Alle Fäden scheinen in der ‚Nassen Feder’ bei einem Kampf in der Grube (Kampfplatz für Gladiatoren) zusammenzufinden – und dort treffen die beiden auf ihn, den berühmtesten aller Schatten, der geheimnisvolle Nachtschatten… Ant, der Dunkle, der nur als Schatten zu sehen ist und dessen Gesicht niemand kennt, will ebenfalls an die drei Artefakte gelangen, um durch sie die Kontrolle über die ‚Portale’ zu bekommen. Somit wäre er der mächtigste Schatten…

So gieren mehrere Seiten nach den Artefakten und verfolgen jene, in deren Besitz die Objekte sind – eine rasante Episode nimmt ihren Lauf.

Michael Schmidt hat seine Sache gut gemacht! Er fügt in seiner neuen Handlung weitere Puzzleteile über Saramee und seine Bewohner ein und führt einige feine Fäden der Vorbände weiter. So erhalten die Charaktere immer mehr Profil, und allmählich fühlt man sich in der Stadt der Vertriebenen, auf ihren Märkten, in ihren Tavernen und Stuben heimisch – und wird mehr und mehr Bestandteil dessen.

Wie in jedem Band werden nach dem Romantext der Autor, die Künstlerin Chris Schlicht und Redakteur Chris Weidler vorgestellt. Chris Schlicht haucht der Serie mit ihrem Titelbild wieder ihre spezielle Note ein, nur das Lektorat könnte besser sein.

Fazit: Flott geschriebene Abenteuer-Phantastik um eine interessante Stadt und ihre Bewohner. Eine Serie, die wirklich unterhält und Lust auf mehr macht! (AB)

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Saramee 5: Schattenspiele

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