Schweigt still die Nacht

Brenna Yovanoff
Schweigt still die Nacht

Originaltitel: The Replacement
Script5
ISBN 978-3-8390-0127-1
Thriller / Fantasy
1. Auflage Januar 2011
Aus dem Amerikanischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Umschlagillustration: Natalie Sousa und Jonathan Barket
sowie Shutterstock / Lars Christensen
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Hardcover, 368 Seiten

www.script5.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Brenna Yovanoff wuchs in einer Kleinstadt in Arkansas auf und studierte an der Colorado State University. Sie spielt hervorragend Fußball und backt leckere Pasteten, dafür ist sie eine grauenvolle Tänzerin und kann sich einfach nicht entscheiden. (Außerdem mag sie Klammern.) (Sehr sogar.) Brenna lebt mit ihrem Mann in Denver. „Schweigt still die Nacht“ ist ihr erster Roman.

Zum Buch:

Die Geheimnisse der Lebenden so heißt der erste Teil des Buches „Schweigt still die Nacht“ von Brenna Yovanoff und davon gibt es in der Kleinstadt Gentry viele. Das Geheimnis der Familie Doyle jedenfalls ist ihr Sohn: Mackie. Der Junge ist anders als andere Jugendliche des Ortes und er selbst merkt das daran, dass er kein Blut riechen kann und überhaupt nicht in die Nähe von Eisen kommen kann. Außerdem kann er sich nicht auf geweihter Erde aufhalten und das wo doch sein Vater der Priester des Ortes ist. Aber ist Mackie überhaupt ein Doyle? Wenn man den Erzählungen seiner großen Schwester Emma Glauben schenkt, dann wohl nicht, denn der kleine Mackie wurde als Baby entführt, ausgetauscht gegen ein Ding und dieses Ding ist nun immer noch da und lebt im Haus der Doyles, geliebt von seiner Schwester Emma, geschützt durch Mutter und Vater Doyle. In Gentry selbst sterben seit vielen Jahren immer wieder einmal Kinder. Aber es sind nicht die Kinder die sterben, sondern andere Kreaturen, zurückgelassene Wesen, die den Kindern nur etwas ähnlich sehen.

Als Tates kleine Schwester stirbt, da werden Erinnerungen in Mackie wach. Tate sucht immer häufiger Mackies Nähe, erhofft dessen Hilfe, denn sie glaubt nicht daran, dass die Tote tatsächlich ihre Schwester ist. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit und Herkunft macht Mackie die Bekanntschaft schauerlicher Gestalten, die unter der Stadt leben. Eine Welt merkwürdiger Kreaturen, die in zwei Lager gespalten ist, findet er dort und erfährt, was kaum vorstellbar ist: Tates Schwester lebt.

Dieses Debüt besticht auf den ersten Blick durch das sehr gruselige Cover. Schere und Messer und weitere Werkzeuge hängen über einem Kinderwagen und machen die Bedrohung jungen Lebens sofort spürbar. Was geht hier vor? So erwartet den Leser auch ein Jugendbuch, das in Richtung Horror geht, aber nicht so weit, dass man sich wirklich gruseln müsste. Die Atmosphäre ist düster, die Charaktere wirken größtenteils unnahbar, die Gefühle nicht richtig greifbar. In erster Linie dreht sich alles um Mackie, den Freak, der sich selbst finden möchte. Mackie findet dabei Unterstützung bei Teilen der Familie und auch Freunden, aber dennoch ist er es, dessen Entscheidungen hier gefragt werden.

Die Geschichte ist nicht wirklich einem Genre konkret zuzuordnen, berührt sie doch so viele Bereiche. Das Buch hat mich fasziniert und auch wieder nicht. Es ist schwer zu beschreiben wie mich die Worte der Autorin zugleich fesseln auf der anderen Seite aber auch nicht berühren konnten. Es gibt zu viele Punkte, die nicht richtig geklärt werden, zu viele Personen, die mir zu flach dargestellt werden und zu viele Vorkommnisse, die in dieser doch so komplizierten Stadt, viel zu einfach gelöst werden.

Der Kern der Geschichte jedoch bleibt Mackie. Ein Junge auf der Suche nach seinem wahren Ich. Mackie Doyle, Mensch oder dunkle Kreatur?

Copyright © 2011 by Iris Gasper

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